Pump up the Jam.

Mein erster Eintrag, wowzy! Eine gute Möglichkeit, sich höflich vorzustellen und Illusionen aufzubauen oder zu zerstören, wir werden sehen ;-) Zu Beginn erstmal: Sport zählt nicht zu meinen Naturtalenten. In der Grundschule war ich im Sport-Förderunterricht, beim Elternsprechtag auf dem Gymnasium hat meine Mutter als erstes die Sportlehrerin aufgesucht und die schlimmste Zeit im Jahr war die Sportfest-Vorbereitung. Zum Glück war ich trotz des Ganzen dank guter Gene eher der Typ Mädchen, dem man lieber noch ungefragt einen Nachschlag auf den Teller gab (den ich im Übrigen genauso wie die erste Portion wahrscheinlich mäkelig seziert hätte).

Achso, habe ich erwähnt, dass meine Mutter Fitnesstrainerin ist und mein Vater Bodybuilder? Liebe ist, wenn solche Eltern ihre Tochter auch nach der 5. Teilnahmeurkunde persönlich vom Stadion abholen und zur Belohnung ein Happy Meal spendieren.

Warum jetzt also der ganze Stress, wenn es von Anfang an auch ohne Sport ging? Zumal ich bereits mit 6 Jahren beschlossen hatte, dass Bewegung mir genauso wie Mathe einfach nicht liegt und ich lieber Vokabeln lerne und Meerjungfrauen male? Richtig, ich wurde ein eitler Teenager. Das war zumindest der Startschuss für ein paar armselige Sit-Ups am Abend und cRaZy-$ekSy Dance-Moves in der Hip Hop Halle meines Vertrauens. Für jemanden, der lieber eine 5 kassierte, als im Sportunterricht über einen Bock zu springen, eine große Sache!

Ich hörte auf jeden Fall auf, mich selbst als grobmotorischen Bewegungsklaus wahrzunehmen und meldete mich nach dem Abi in meiner notgedrungenen Leerlaufphase sogar zeitweilig im Fitnessstudio an. Rückblickend reicht das aber auch nicht für mehr als ein „besser als nichts“. Sporadisch wurde dann also dann und wann mal Sport getrieben. Mitte 2010 lernte ich dann meinen Freund kennen, auch so ein Glücklicher, der essen konnte was er wollte und zusammen waren wir dann zwei, die essen konnten was sie wollten. Zumindest dachte ich das bis ich eines Tages auf die Waage stieg und 8kg mehr auf den Rippen hatte. Nicht mal gut angesetzte, ihr wisst schon wo. Erst sagte ich mir, hey, du bist langsam eine Frau, du veränderst dich halt. Dann passte mir aber mein halber, mit Liebe befüllter Kleiderschrank nicht mehr und dann sagte ich mir Dinge, die man eigentlich nicht zu sich selber sagen sollte.

Geduld ist keine Eigenschaft, für die ich bekannt bin, daher mussten natürlich schnell Ergebnisse her. 1200 Kalorien sollten dafür reichen. Das ist übrigens so eine Huhn-Ei-Sache – geht man zuerst blöd an die Sache heran und nimmt deswegen so wenig zu sich oder ist man durch das komplette Runterfahren des Körpers erst dazu in der Lage, sowas tatsächlich als schlau anzusehen? Naja, lange konnte ich mir mit dieser Methode keine Erfolge vorgaukeln und setzte lieber auf anständige Ernährung, Krafttraining und Jillian Michaels („After this you will feel like you’re going to diiiiiiee…“).  Und? Klappt doch.

Mittlerweile mache ich 6 Mal die Woche 60 – 90 Minuten Sport (4 Mal Kraft, zwei Mal Cardio) und auch, wenn es nicht immer einfach ist, Laptop gegen Langhantel einzutauschen, ist es zu einem festen Bestandteil geworden und wirkt sich auf so viele Bereiche meines Lebens positiv aus.

Nun denn. An anderer Stelle werde ich garantiert detaillierter auf die verschiedenen Aspekte eingehen, an dieser Stelle sei nur gesagt: ich wollte eh nie eine Siegerurkunde haben.

Tanya

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