Copycat-Food

Bewusste Ernährung kann auf viele verschiedene Arten gestaltet werden – manche versuchen, von allem etwas zu erwischen, andere meiden bestimmte Lebensmittel, wiederum andere achten auf die genaue Herkunft der Lebensmittel. Möchte man dies längerfristig durchziehen, so muss man auf jeden Fall 100%ig dahinter stehen, da der Verzicht, der oft Hand in Hand mit dieser Ernährungsgestaltung geht, unter Umständen sogar im Vordergrund steht und die Person mehr unglücklich als alles andere macht. Denn die Sache ist ja – essen müssen wir alle. In Anbetracht dessen sollte unser Ernährungsplan so aussehen, dass er uns langfristig das Gefühl gibt, unserem Körper und auch Kopf das Richtige zu geben.

Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, dem wird auffallen, dass ich einen großen Bogen um Dinge wie Butter, Sahne, Zucker oder Weißmehl mache, zumindest unter der Woche. Es ist nicht so, dass ich am Wochenende wie ein ausgehungerter Tiger auf all diese Dinge stürze – aber dann steht für mich oftmals der Genuss im Vordergrund.

Ein bisschen so wie bei The Rock. Ein bisschen.

Warum das unter der Woche anders ist? Ich habe bestimmte sportliche Ziele. Ich sehe Sport nicht als Bereicherung meines Soziallebens, sprich, ich könnte nicht zweimal die Woche zum Zumba gehen, um dort Freundinnen zu treffen und danach noch zum Cocktailtrinken zu gehen. Versteht mich nicht falsch – für jeden, der das macht und der damit glücklich ist, ist  das super! Aber ich könnte es eben nicht. Ich brauche zum einen die Routine, denn mich zwei Mal in der Woche aufraffen würde mir schwerer fallen, als sechs Mal. Und zweitens: Ich will Ergebnisse sehen. Ganz ehrlich, würde ich 3 Stunden die Woche schwitzen und leiden und keine Veränderungen an mir feststellen, ich wäre frustriert. Also stecke ich viel Zeit und Energie rein, um dementsprechend Unterschiede festmachen zu können. Das hört sich jetzt alles ziemlich verbissen an, aber genauso wie mit der Ernährung kann ich auch den Sport nur durchziehen, wenn er mir Spaß macht, keine Sorge ;)

Wenn ich mich zu all der Arbeit aber nur von den Dingen ernähren würde, die beim Ampelsystem mit einem satten Rot gekennzeichnet wären, dann würden die Ergebnisse trotz der Schufterei ganz schön auf sich warten lassen. Mehr dazu habe ich hier geschrieben. Daher versuche ich, viel Obst, Gemüse und Eiweißprodukte zu mir zu nehmen und schlechte Fette, Zucker und Weißmehl eher zu meiden. Und so kommen dann eben auch Gerichte wie Pfannkuchen aus Eiern und Banane, Pizzaböden aus Thunfisch und Nudelaufläufe mit Magerquark statt Sahne zustande :)

Jetzt komme ich auch zu dem, worauf ich eigentlich hinaus wollte: ein Pizzaboden aus Thunfisch schmeckt nunmal nicht wie eine Pizza, sondern wie eine Pizza, deren Boden aus Thunfisch besteht. Und ein Magerquark angerührt mit Wasser und Heidelbeeren auch nicht wie ein Sahnedessert. Es soll hier nicht der Eindruck vermittelt werden, dass alle stark kalorienhaltigen Genussmittel überflüssig sind und man doch alles mit leichten Lebensmitteln ebenso gut ersetzen kann. Das erinnert mich an den schlauen Tipp, den man öfter auf amerikanischen Seiten ließt: „Crave chocolate? Eat a banana!“. Nein, wenn ich Bock auf Schokoladen habe, hilft keine Banane. Das heißt aber nicht, dass ich mich nur von Rohkost und gedämpften Fisch ernähren muss, wenn ich mich gesund ernähren will. Ich möchte trotzdem Abwechslung und wenn ein Mix aus geschredderter, gefrorener Banane, Magerquark und Mandeln cremigem Eis irgendwie doch nahe kommt, dann freu ich mich. Genauso gerne sitz ich aber Sonntagabends auf der Couch mit einer DVD und stecke meinen Kopf in einen Becher Ben & Jerry’s wenn es mich gelüstet!

Wie in der Einleitung gesagt, manchmal muss man eben Abstriche machen wenn man ein bestimmtes Ziel vor Augen hat. Wenn man diese aber nicht als Abstriche ansieht, sondern als Nebeneffekt der eigenen Entscheidung, dann denkt man auch nicht ständig darüber nach, ob man den richtigen Weg geht. Ich hoffe, dass ich auf reckenundschmecken Lesern, die ähnlich über Sport und Ernährung denken, Ideen und Anregungen geben kann, damit ein bisschen Abwechslung auf den Teller kommt.

Von meinen zuckrigen Vollfett-Erlebnissen werde ich natürlich auch berichten, keine Sorge ;)

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