Gesunde Knabbereien

Um manche Dinge kommt man einfach nicht herum, wenn man sich eine gesunde Lebensweise aneignen will: mindestens 1,5l Wasser am Tag trinken, grobe 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag essen und – ganz wichtig – das sinnlose Knabbern auf der Couch einstellen.
Ich habe mal gelesen, dass die Ursache für Übergewicht nicht unbedingt zu groß geratene Hauptmahlzeiten sind, sondern vielmehr das unbewusste Snacken zwischendurch. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der ich damals so zugenommen habe, muss ich sagen… stimmt. Vorallem abends nach einem langen Tag kommen viele Faktoren zusammen, die eine bis zu dem Zeitpunkt vorbildliche Ernährung zunichte machen: Das Bedürfnis, zuhause zu sein und es sich gut gehen zu lassen. Stress, der einem die Laune verdirbt und durch kleine Belohnungen gelindert werden soll. Erfolg und der Gedanke „ich hab es mir verdient“. Nach einem hektischen Tag auf der Couch sitzen und nicht die Ruhe finden, „nichts“ zu tun. To be continued.
Das Resultat ist hinterher, dass es gar keinen wirklichen Auslöser mehr braucht, um ein Bedürfnis nach Knabbereien zu haben, sondern es schlichtweg die Gewohnheit ist, die uns vermittelt, dass wir die Tüte Gummibärchen oder Salzstangen brauchen.
Okay, es ist natürlich nicht immer so dramatisch wie es sich oben anhört. Man kann sich den Heißhungergelüsten sehr wohl bewusst werden, sie in den Griff bekommen und trotzdem manchmal die Lust auf was Kleines nebenbei verspüren. Doch zu was kann man greifen, wenn es an einem Sonntagabend beim Tatort heiß zur Sache geht und geschälte Möhrchen einen kalt lassen?
Ich habe mich vergangene Woche mal nach Vorschlägen im Internet umgeschaut und bin auf vier Ideen gestoßen:

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Geröstete Kichererbsen oben links

Kichererbsen sind (fast) immer eine gute Wahl, denn mit knapp 7g Eiweiß pro 100g spielen sie in der Hülsenfrüchte-Proteinliga ganz vorne mit. Außerdem sind sie vielfältig einsetzbar, da man sie gut pürieren und z.B. zu Hummus oder Falafel weiterverarbeiten kann.
Für den Snack bleiben sie jedoch in ihrer Ursprungsform:

1. Dosen-Kichererbsen klarspülen und trocken tupfen.
2. Pro 100g Kichererbsen einen 1/2 EL Öl hinzugeben und alles zusammen mit einer guten Portion Salz, Pfeffer und Paprikagewürz vermengen (man kann natürlich auch andere Gewürze verwenden).
3. Kichererbsen auf einem Backblech verteilen und für 35 – 40 Minuten bei 190° Umluft im Ofen kross backen.

Und? Perfekte Snackgröße! Gut gewürzt und lange genug gebacken kommen sie Kartoffelknabbereien geschmacklich sehr nah. Kichererbsen sind aber auch sehr kohlenhydratreich und daher nicht unbedingt zu empfehlen, wenn man Wert auf Low Carb-Ernährung legt.

Käsechips oben rechts

Kohlenhydrate – immer habe ich sie geliebt, leider wurden sie irgendwann zur Ausgeburt des Bösen erklärt. Als die Welt noch in Ordnung war, stürzte ich mich in der Schule beim Käsebrötchen als erstes direkt auf das weiße Brötchen, während Mitschüler erstmal die überschüssige Käsekruste abknabberten. An letzteres erinnert mich auch diese Idee:

1. Fettarmen Streukäse auf einem Backpapier verteilen und zu kleinen, flachen Nestern formen.
2. Blech bei 180° in den Ofen geben und warten, bis der Käse knusprig braun gebacken ist (~ 20 Min.).

Und? Auf jeden Fall Low Carb und proteinreich. Auch die einfache Zubereitung ist ein Pluspunkt. Satt bin ich auch, das allerdings vom Geschmack nach dem spätestens dritten Käsechip. Ich bin eben immer noch kein Käsekrustentyp. Für Leute, die es sind, vielleicht aber eine wirklich gute Option :)

Edamame unten links

Auch wenn der Name es vermuten lassen könnte, handelt es sich bei dieser Idee nicht erneut um Käse, sondern um eine Knabberei, die besonders in Japan sehr beliebt ist. Edamame sind unreif geerntete Sojabohnen, die traditionell zu Bier gereicht werden und hierzulande meist tiefgefroren in gut sortierten Asialäden zu finden sind. Die Zubereitung ist ziemlich einfach:

1. Edamame ggf. auftauen.
2. Einen Topf mit Salzwasser erhitzen und die Schoten 7 Minuten darin kochen.
3. Schoten abtropfen lassen, mit Salz bestreuen und noch warm servieren.

Und? Vom Nährwert her sind Edamame ideal für Sportler und Figurbewusste, da sie pro 100g nur 125 Kalorien und 12g Eiweiß haben. Ihr Eigengeschmack ist mild und nussig, was sie in Kombination mit dem Salz zu einem tatsächlich sehr leckeren Snack macht. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die typische Bohnen-Konsistenz für einige Leute nicht unbedingt der Oberkracher ist. Pluspunkt: Dadurch, dass man die Bohnen erst aus der Schote friemeln muss, ist man gut beschäftigt und isst im Endeffekt langsamer :)

Kohlchips unten rechts

Nummer 4 ist der wohl kalorienärmste Kandidat unserer Knabbercompetition. Kohlchips haben sich beim Aufkommen der Online-Fitnesscommunity zusammen mit Erdnussbutter und der Avocado den Thron der wohl meist gehypten Dinge, die in den Mund wandern können, gesichert und schlägt seitdem dort Wurzeln. Berechtigt? Let’s see:

1. Grünkohl- oder Wirsingblätter waschen, trocken reiben und in kleine Stücke zupfen.
2. In einer großen Schale Kohl, ein wenig Rapsöl und Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika) gut durchmischen.
3. Kohlblätter auf einem Backblech verteilen. Dabei darauf achten, dass die Blätter nicht übereinander liegen.
4. Das Ganze bei 180° so lange backen, bis die Kohlblätter hellbraun sind (ca. 15 – 20 Minuten).

Und? Vom Geschmack und der Konsistenz her mein Favorit, da sie herkömmlichen Chips erstaunlich nah kommen. Auch die wenigen Kalorien, die hauptsächlich durch das gesunde Öl zustande kommen, verleiten zum drauf los knabbern. Da die Chips aber nur dann knusprig werden, wenn sie nicht von anderen Kohlchips im Ofen bedeckt werden, kann man dementsprechend nur wenige gleichzeitig zubereiten.

Ihr seht, im Grunde ist für jeden was dabei! Wie sieht es bei euch aus? Was knabbert ihr gerne, wenn euch die Lust überkommt und ihr das Ganze in einem gesunden Rahmen halten wollt?

Ich freue mich auf eure Vorschläge und bedanke mich fürs Lesen :)

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7 Gedanken zu “Gesunde Knabbereien

  1. Käsechips…. hmmmm… hört sich lecker an! Muss ich mal probieren! Allerdings glaub ich dir, wenn du sagst, nach 3 Chips ist man “satt”!

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