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Getestet: Oat King Shakes [Cookies & Cream / Big Tasty Chocolate]

Wer auf die FIBO geht, braucht starke Arme. Zum einen fügt sich das besser in die allgemeine Optik ein und zum anderen können die Goodie Bags mit der Zeit ganz schön schwer werden. Bei mir waren die Augen größer als der Armumfang, aber wir waren ja immerhin zu zweit.
Mit in die Tasche wanderten zum Beispiel zwei Instant-Shakes von Oat King – einmal Cookies & Cream und einmal Big Tasty Chocolate.

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Über das Produkt:

Die Frage, die ihr euch direkt gestellt habt, lautet wahrscheinlich: Wie wird man eigentlich so ein Haferflockenkönig? Die Antwort ist, man entwickelt interessante Produkte mit Haferflocken und wendet sich mit seiner Idee an die LPS Sporternährungs GmbH. So zumindest hat es der Produktentwickler Heiko Lackstetter getan, der nicht nur die Idee für die Shakes hatte, sondern auch für eine ganze Reihe leckerer Haferflockenriegel.

So oft wie in diesem kurzen Artikel das Wort Haferflocken gefallen ist, wird es euch garantiert nicht überraschen, wenn ich nun sagen, woraus dieses Königspulver besteht. Richtig, zu Haferflockenpulver und das zu ganzen 67%. Eine weitere Proteinquelle ist das beigemischte Whey, welches zusammen mit dem Haferflockenpulver den Eiweißgehalt eines Shakes auf ganze 19,8g hochschraubt. Weitere Bestandteile sind Aroma, auf welches in der Zutatenliste nicht weiter eingegangen wird und der Süßstoff Sucralose. Mit 235 Kalorien und 30g Kohlenhydrate ist das Getränk sehr viel gehaltvoller als ein üblicher Eiweißshake und eher schon eine flüssige Zwischenmahlzeit.

Big Tasty zurecht?

Die Fläschchen, in denen das Pulver daher kam, schienen mir ziemlich stabil und so nahm ich sie beide mit in die Uni. Wer sich sicher ist, dass das Gebäude, in dem er sich aufhält, keine Asbestwände und keine Kupferleitungen hat, kann wahrscheinlich auf Kranwasser vertrauen, an meiner Uni ist das erwiesenermaßen nicht der Fall und somit mixte ich mir den Shake mit ein wenig stillem Wasser.

Mein erster Eindruck: lecker ist es! Sowohl Cookies & Cream, als auch Big Tasty Chocolate schmeckte cremig-süß ohne penetranten Süßstoffgeschmack. Vorteil und Manko zugleich sind die kleinen Haferflocken- und Schokostückchen, die zum Einen das Gefühl, etwas Sättigendes, Vollwertiges zu sich zu nehmen, verstärken, zum anderen aber auch etwas unangenehm im Hals kratzen und nunmal nicht jedermanns Sache sind (alle Menschen, die schon an Fruchtfleisch im O-Saft keine Freude finden, sollten ihr Geld sehr wahrscheinlich anderswo investieren).

Fazit:

Haferflocken geraten neben Chiasamen, Amaranth und anderen „Superfoods“ gerne mal in Vergessenheit, dabei kommen sie mit einer ordentlichen Ladung Nähr- und Ballaststoffe daher und fehlen selten auf den Ernährungsplänen erfolgreicher Bodybuilder. Die Oat King-Shakes sind eine interessante Weise, Haferflocken zu sich zu nehmen und auch eine angenehme Abwechslung zu üblichen Eiweißshakes. Dazu haben sie noch einen leckeren Geschmack und sättigen gut.

Die Konsistenz erinnert ein wenig an Müsli-Shakes aus dem Supermarkt-Kühlregal, wenn auch vielleicht ein wenig gröber. So grob, dass meine Kommilitonen in der Uni wahrscheinlich ständig dachten, ich hätte etwas Wichtiges anzumerken, dabei musste ich mich die ganze Zeit wegen der Haferflocken räuspern. Vielleicht bin ich da aber ein empfindlicher Einzelfall.

Ebenfalls bemerkt werden sollte die Verwendung von Aromen und Sucralose. Ich achte zwar auf frische, natürliche Zutaten beim Kochen, bei Fitness-Ernährung habe ich meine Clean Eating-Vorsätze allerdings schon vor einiger Zeit notgedrungen über Bord geworfen. Wer das Ganze genauer sieht, für den könnten die letzten beiden Zutaten in der Ingredients-Liste ein Ausschlusskriterium sein.

Alles in allem eine sehr leckere, halbwegs gesunde Nascherei, die mit 235 Kalorien pro Portion aber auch als solche und nicht als Erfrischung gesehen werden sollte.

Mehr über Oat King findet ihr auf der Homepage. Wer die Shakes bestellen möchte, muss momentan auf andere Seiten zurückgreifen, es gibt aber viele Shops, die Oat King Produkte online anbieten.

 

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Bodybuildung

Fitness hat erst einmal wenig mit Theorie zu tun. Bestenfalls wird man im Fitnessstudio an den Geräten professionell eingewiesen, schlechtestenfalls macht man seine Erfahrungen durch „Learning by doing“, was beim Kraftsport ganz schön schmerzhaft werden kann. So oder so, die Wenigsten kramen erst einmal das alte Bio-Buch hervor oder ergooglen sämtliche Stoffwechselprozesse des menschlichen Körpers bevor sie das erste Mal eine Hantel in die Hand nehmen. Im Grunde kann man sogar eine relativ stattliche Physik erlangen ohne jemals von Cortisol gehört zu haben. Ab einem gewissen Punkt ist es aber auf jeden Fall vom Vorteil, ein paar Begriffe und Prozesse zu kennen. Und auch, wenn die Theorie generell erst einmal dröge klingt – wenn man mit Leidenschaft in der Praxis versinkt, bleiben einem nur die Worte von Jesse Pinkman: Yeah Science, Bitch!

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katabol/anabol

Stoffwechselprozesse in unserem Körper sind immer katabol oder anabol oder, vereinfacht gesagt, aufbauend oder abbauend. Katabolismus wird im Bodybuilding oft mit Muskelabbau gleichgesetzt, kann aber auch den Abbau von anderen Zellen (z.B. Fettzellen) bedeuten. Das Gleiche gilt für den Anabolismus. Aufbau- und Abbauprozesse finden in unserem Körper durchweg statt, teils auch gleichzeitig. Gesteuerter Aufbau und Abbau ist nahezu unmöglich, das heißt, sobald man Fett abbaut, verliert man auch an Muskelmasse – und umgekehrt. Während einer Diät kann man aber den Anteil der verlorenen Muskelmasse verringern, indem man genügend Eiweiß zu sich nimmt und (Kraft-)Sport treibt. Das Gleiche gilt für Bodybuilder in der Massephase, die Muskeln aufbauen und dabei nur wenig Fett ansetzen wollen.

Cortisol

Cortisol ist ein Hormon, welches vom Körper hauptsächlich in Stresssituationen ausgeschüttet wird und zum einen den Muskelaufbau behindert (= katabol wirkt) und zum anderen das Immunsystem schwächt. Der Stress kann psychischer Natur sein (Angst, Panik, Trauer, …) oder physisch (Übertraining, zu wenig Schlaf, eine Diät, …). Im Übrigen steigt der Cortisolspiegel auch dann bereits stark an, wenn das Krafttraining länger als eine Stunde dauert, daher solltet ihr versuchen, eher kurz und intensiv zu trainieren. Nach dem Training ist es hilfreich, schnelle Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, damit Insulin ausgeschüttet wird und der Cortisolspiegel gesenkt wird.

Testosteron

Testosteron ist das Gegenteil von Cortisol, denn dieses Hormon ist für den Muskelaufbau unerlässlich. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen sind in der Lage, Testosteron herzustellen, wenn auch in viel niedrigerer Konzentration. Daher ist es für Frauen auch schwieriger, große Muskelmassen aufzubauen. Testosteron wird bei kurzen, intensiven Trainingseinheiten vermehrt ausgeschüttet. Auch in der Regenerationsphase sollten die Bedingungen für einen konstanten Testosteronspiegel optimiert werden, z.B. durch ausreichend Schlaf, regelmäßige Nahrungsaufnahme, wenig Alkohol und nicht zu lange Cardioeinheiten.
imageInsulin

Auch beim Insulin handelt es sich um ein Hormon. Es wird in der Bauchspeicheldrüse produziert, um den Blutzuckerspiegel, der vor allem nach der Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten ansteigt, wieder zu senken. Wer sich mit Muskelzuwachs und Fettabbau beschäftigt, wird feststellen, dass es eine ganz schön verzwickte Angelegenheit ist mit dem Insulin  – denn zum einen hindert ein hoher Insulinspiegel den Abbau von Fettzellen, zum anderen senkt er aber auch das muskelabbauende Cortisol und begünstigt mit seiner Wirkung, Nährstoffe schneller in die Zellen zu führen, die Proteinbiosynthese. Kohlenhydrate sollten bei einer figurbewussten Lebensweise daher gezielt eingesetzt werden, vor allem morgens und vor/nach dem Training. Ist der Insulinspiegel durchgängig erhöht, so hat dies nicht nur Fettzunahme, sondern auch eventuell Diabetes, Insulinresistenz oder das metabolische Syndrom zufolge (= Herz/Kreislauferkrankungen).

Proteinbiosynthese

Proteinbiosynthese bedeutet, vereinfacht gesagt, die Verarbeitung von Proteinen im Körper, welche den Aufbau und die Regeneration von Knochen, Muskeln und anderem Gewebe zufolge hat. Studien haben ergeben, dass nach dem Krafttraining die Proteinbiosynthese besonders aktiv ist und Proteine besser in die Muskeln „geschleust“ werden können. Daher ist es nach dem Workout wichtig, seinen Körper ausreichend Aminosäuren zuzuführen.

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bestandteile von Proteinen. Vielleicht habt ihr schonmal von minderwertigem Eiweiß (meist pflanzlicher Herkunft) und hochwertigem Eiweiß (meist tierischer Herkunft) gehört. Dies kommt durch den unterschiedlichen Aufbau der Aminosäuren zustande. Manche Aminosäuren kann der menschliche Körper selber herstellen, sie zählen zu den nicht-essentiellen Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren sind dementsprechend die Bausteine, die der Körper nicht selber produzieren kann und die durch die Nahrung zugeführt werden müssen. Jedes Lebensmittel, welches über Proteine verfügt, verfügt gleichzeitig auch über Aminosäuren. Für Bodybuilder gibt es zusätzlich Präperate in Pulver- oder Kapselform. Besonders BCAAs und Glutamin sind hier hoch im Kurs.

Creatin

Auch Creatin kann über die normale Nahrungsaufnahme und über Zusatzpräparate aufgenommen werden. Creatin ist eine organische Säure, die aus drei Aminosäuren besteht und sowohl für die Hirn- und Nervenfunktion, als auch für die Muskelkontraktion verantwortlich ist. Creatin ist mehr ein „Treibstoff“ als ein „Baustein“ und ermöglicht eine Leistungsverbesserung beim Sport (Kraft und Cardio gleichermaßen). Im Bodybuildingbereich wird die Säure oft verwendet, um einen Pump zu erzielen.

Pump

Dieser zugegebenermaßen recht proletig klingende Begriff bezeichnet das Phänomen der temporär angeschwollenen, gut durchbluteten Muskeln während und nach dem Training. Werden die Muskeln hart beansprucht, so pumpt das Herz das Blut vermehrt in die Muskeln, um sie verstärkt mit Nährstoffen zu versorgen. Ein Pump ist vorteilhaft, aber nicht notwendig für den Muskelaufbau. Er wird begünstigt durch die Aufnahme von viel Flüssigkeit und Kohlenhydraten, aber auch durch Creatin und diverse Trainingsbooster.

Glykogen

Glykogen wird aus Glucose, also Kohlenhydraten gebildet und in der Leber und den Muskeln gespeichert. Wie beim Insulin ist auch beim Glykogen auf eine kontrollierte Zunahme von Kohlenhydraten zu achten: nimmt man zu viel Kohlenhydrate zu sich, wird das Glykogen in Fett umgewandelt. Nimmt man allerdings zu wenig Kohlenhydrate zu sich, bedeutet dies, dass die Glykogenspeicher in Muskeln und Leber schnell aufgebraucht werden, es zu einem Leistungsabstieg kommt und schlimmstenfalls Muskelmasse abgebaut wird. Verzichtet man längere Zeit hinweg auf Kohlenhydrate, wie es bei der Atikins Diät der Fall ist, so beginnt der Körper, Ketokörper zu bilden, um die fehlende Glykose zu ersetzen.

Ketogene Diät

Die ketogene Diät ist eine Ernährungsform, bei der nahezu vollkommen auf die Zufuhr von Kohlenhydraten verzichtet wird. Stattdessen werden vermehrt Eiweiß und Fette zu sich genommen. Ziel dieser Diät ist es, durch den Kohlenhydratverzicht den Insulinspiegel niedrig zu halten, um gleichzeitig die Fettverbrennung anzukurbeln und kein neues Fett in den Depots zu speichern. Ihren Namen bekommt die Diät durch die Ketose, das heißt, durch die Bildung von Ketokörper in der Leber. Diese Ketokörper bestehen aus Essigsäuren und ermöglichen dem menschlichen Körper, eine Zeit lang ohne zugeführte Glykose auszukommen. Die Diät soll zu Erfolgen führen, hat aber auch einige Nebenwirkungen und sollte nur über kurze Zeiträume hinweg angewendet werden.

imageZum Schluss: Wie ihr vielleicht wisst, habe ich keine Ausbildung in Ernährungs- oder Sportwissenschaften und mein Verständnis für Bio(-Chemie) könnte im Grunde nicht minderentwickelter sein. Ich habe schon alleine aus eigenem Interesse versucht, trotz starker Vereinfachung die wichtigsten Fakten mit einzubringen, allerdings gilt auch hier die Regel: ein bisschen Schwund gibts immer. Wer sich also weiter in das Thema reinlesen möchte, könnte folgende Links interessant finden:

 Anabol vs. Katabol (Body Attack)

Cortisol – die katabole Falle (Bodybuilding Ratgeber)

Cortisol: Freund oder Feind? (Sportfitness)

10 Strategien für eine natürliche Testosteron Steigerung im Bodybuilding (liveforthepump)

Insulin im Bodybuilding (Kraftbude)

Was passiert bei der Proteinbiosythese? (Body Attack)

Aminosäuren und Muskelaufbau (Body Attack)

Kreatin im Bodybuilding (Team Andro)

Der Pump Effekt (got big)

Kohlenhydrat-Management (Team-Andro)

Anabole Diät (Fitnessmagnet)

Vielen Dank fürs Lesen!

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Getestet: Questbar [Coconut Cashew]

Ich habe ihn im Internet kennengelernt. Bisher hatte ich ihn nur auf Bildern gesehen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass es auch für immer dabei bleiben würde. Bis ich ihm auf der FIBO über dem Weg lief.

Dem Questbar-Riegel.

Der Questbar-Riegel ist so gehypt, dass ich manchmal die Überlegung hatte, ob es nicht vielleicht einen Fotofilter für Instagram gibt, der die Questbar einfach so neben die Proteinpancakes zaubert. Ohne jemals so ein Teil in der Hand, geschweige denn im Mund gehabt zu haben, wechselte meine Haltung dem Riegel gegenüber stets zwischen „Ist jetzt auch mal gut??“ und „Vielleicht sollte ich ihn auch mal ausprobieren. Schließlich gibt es ihn auch mit Oreo Geschmack.“. Ich hatte sogar mal eine gemischte 12er Probierpackung im virtuellen Warenkorb, bis ich mich doch besinnte und einsah, dass 30€ für 12 Riegel echt viel und des Weiteren auch gar nicht mehr auf meinem Konto verfügbar waren. Und so durchlief ich diese ganzen dramatischen Phasen mit dem Resultat, dass mir die Questbar auf der FIBO ziemlich lieblos gegen Hergabe meiner E-Mail Adresse in die Hand gedrückt wurde.

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Da war sie nun. Und wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich sie nicht nur angeschaut, sondern auch gegessen (leider war ich morgens in Eile und habe kein Foto geschossen. In der Uni war es mir zu peinlich, sie zu fotografieren, weswegen ihr euch jetzt mit dem Nachher-Bild begnügen müsst).

Vor meinem Urteil aber noch ein paar Fakten:

Questbars stammen vom Hersteller Quest Nutrition, der neben den Riegeln auch lowcarb Nudeln und proteinhaltige Süßigkeiten vertreibt. Der große Hype entsteht in erster Linie aber rund um die Questbars, die im Gegensatz zu anderen Proteinriegeln sehr viel weniger Kohlenhydrate und im Gegenzug viel mehr natürliche Zutaten enthalten sollen. Zudem gibt es sie in vielen abgefahrenen Geschmacksrichtungen, welche sich noch mehr entfalten, wenn man sie kurz in die Mikrowelle steckt (whatever floats your boat).

Hier einmal die genauen Zutaten  und Nährwerte zu der Sorte „Coconut Cashew“ (Bild wird beim Anklicken größer):

quest

Ich muss sagen, dass ich immer auf die Nährwerte schaue, wenn ich einen Proteinriegel in die Hand nehme, allerdings ist für mich nur die Kalorienanzahl und der Eiweißgehalt wichtig. Proteinriegel sind immer fernab von Clean Eating und eher als Süßigkeit zu verstehen, da macht es für mich keinen Unterschied, ob nun ein wenig mehr mit Gelatine gepanscht wurde oder nicht. Die Werte, die mir wichtig sind, finde ich für den Riegel vollkommen in Ordnung, aber auch nicht herausragend besonders. Der einzige Grund, warum ich mächtig angefixt von den Questbars war, waren die vielen Geschmackssorten, vor allem Oreo und Apfel-Zimt. Leider habe ich keine davon bekommen, war im ersten Moment aber auch nicht so enttäuscht, dass es nur noch Kokos-Cashew gab.

Und?

30€ für 12 Riegel… da mussten die Questbars geschmacklich schon ziemlich auftrumpfen. Und ich denke, ich habe mit meiner bisherigen Ausdrucksweise den Spannungsbogen nicht überspannt, wenn ich jetzt einfach sage, dass ich letztendlich auch vom Geschmack mächtig enttäuscht war. Dafür, dass Quest Nutrition betont, wie natürlich die Zutaten sind, muss ich sagen, dass ich noch nie vorher einen Proteinriegel gegessen habe, der dermaßen stark nach Chemie schmeckt hat. Zum einen fand ich das sehr traurig, denn es sollte ein bisschen mein kleines Highlight am langen Unitag werden, zum anderen freute ich mich allerdings auch sehr über das gesparte Geld.

Ich bin mir bewusst, dass dieser Artikel alles in allem recht negativ wirkt und mir manch einer eventuell unterstellt, nicht objektiv an die Sache herangegangen zu sein oder sogar Neid für diejenigen zu verspüren, die von Questbar gesponsort werden. Natürlich ist es sehr schwierig, an ein Produkt neutral heranzugehen, was im Vorfeld dermaßen hoch in den Himmel gelobt wurde, das ist allerdings ein Risiko, welches die Hersteller gerne eingehen, wenn sie so einen Hype durch Sponsoring ins Rollen bringen.

Eventuell bekomme ich ja auch doch noch mal eine andere Sorte in die Hand gedrückt, die mich vollends überzeugt, wer weiß? Für morgen habe ich mir jedenfalls einen Oh-Yeah Riegel vorgenommen und ich hoffe stark, dass der dazugehörige Bericht sehr viel begeisterter ausfallen wird… schließlich hat er auch 200 Kalorien mehr, um zu überzeugen ;)

Vielen Dank fürs Lesen!

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One Whey or another

Der Prozess verläuft meist unbemerkt… erst ist es der bloße Gedanke an die Bikinisaison, die einen schütteln lässt und dazu bringt, mal hier und da ein paar Minuten mehr Sport einzubringen. Dann sieht man ein, dass das ohne Gewichtstraining nicht viel wird mit der Definition und greift zu den 1,5l Flaschen. Daraus werden irgendwann Hanteln. Schwerere Hanteln. So schwer, dass man nicht herum kommt, sich schonende Trainingshandschuhe zu kaufen. Und Ruckzuck ist man ein Mensch, der so viele Sport-Pülverchen im Küchenschrank stehen hat wie Enie van de Meiklokjes Backzutaten.

imageDie Auswahl an Supplements ist riesig und bedient alle Ausgangs- und Wunschfaktoren, egal ob Langläufer, 2m Muskelkoloss oder 1,60m Bikini-Competition-Anwärterin. Das bedeutet, dass jeder im Grunde fündig werden kann, aber eben auch die Qual der Wahl hat. Zum Glück gibt es ja einige nützliche Zeitschriften und Internetseiten, die einem bei der Entscheidung weiterhelfen können. Ich möchte heute drei verschiedene Nahrungsergänzungsmittel vorstellen, die ich mir im Laufe der Zeit  zugelegt habe und die bei den meisten Kraftsportlern zu finden sind: Whey Pulver, Casein Pulver und einen Trainingsbooster.

Im Grunde nimmt fast jeder, der nicht gerade eine Laktoseunverträglichkeit hat oder sich vegan ernährt, täglich Casein zu sich, denn dies ist das Protein, welches in allen verbreiteten Milchprodukten wie Käse, Quark und Joghurt zu finden ist. Casein gilt als ‚langsames‘ Protein, da es, gemessen am Aminosäurenspiegel im Blut, erst nach 3 – 4 Stunden seine volle Wirkung entfaltet. Dementsprechend ist es das „falsche“ Protein für den Post-Workout-Shake, da das anabole Fenster, in dem der Körper besonders aufnahmefähig für Nährstoffe ist, für nur etwa 30 Minuten besteht. Trotzdem erfüllt Casein einen wichtigen Zweck, denn dadurch, dass es den Körper langsam, aber stetig mit Eiweiß versorgt, verhindert es den Muskelabbau. Aufgrund dessen, dass der Körper nicht während des Trainings, sondern bis zu 48 Stunden danach mit der Regeneration der Muskulatur beschäftigt ist, ist es wichtig, regelmäßig ‚langsames‘ Protein zu sich zu nehmen. Auf welche Weise man das macht, entscheidet jeder für sich selbst. Ich persönlich ziehe eine Schüssel Magerquark mit Früchten als Caseinquelle einem Shake vor, allerdings lässt sich das Pulver auch sehr gut in Speisen wie Protein Pancakes oder Proteinkuchen verarbeiten. Gleichzeitig muss man natürlich bedenken, dass ich es als durchschnittlich große Frau einfach habe, auf mein tägliches Pensum von ca. 120g Eiweiß zu kommen. Ein Bodybuilder mit dem doppelten Bedarf würde sich wohl spätestens nach der 4. Schale Magerquark einen Casein-Shake sehnlichst herbeiwünschen ;) Da ich das Pulver meist nur dazu verwende, um den Eiweißgehalt von Gerichten zu steigern, reicht mir ein günstiges Produkt vollkommen aus. Bisher habe ich immer das von dm genommen und bin zufrieden. Ich habe einige Stimmen gehört, die sagen, dass ihnen das Pulver zu stark verklumpt. In diesem Fall kann ich empfehlen, das Pulver mit einem ausgedienten Milchaufschäumer zu mixen (diese Stäbe, die es immer mal wieder für 5€ gibt), damit  löst sich das Pulver bei mir klumpenfrei auf.

imageWhey wird ebenfalls aus Milch gewonnen, genauer gesagt aus dem Abfallprodukt der Käseproduktion, der Molke. Es ist das genaue Gegenteil von Casein, da die Spitze des Aminosäurenspiegels im Blut bereits nach 20 bis 40 Minuten nach Einnahme erreicht wird. Demnach ist das Molkeprotein ein ’schnelles‘ Protein und versorgt den Körper dann mit Eiweiß, wenn er es am meisten für den Muskelaufbau benötigt. Nach bereits 1 Stunde ist das Wheyprotein vollständig verarbeitet worden. Wer nun denkt, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können, indem er Casein und Whey gleichzeitig einnimmt, tut sich eventuell aber keinen Gefallen. Es wird nämlich angenommen, dass das Casein die Aufnahme des Wheys ebenfalls verlangsamt und beide Proteine somit erst spät in die Blutbahn gelangen. Hierzu gibt es aber verschiedene Standpunkte. Seit ca. einem Jahr nehme ich nun Whey nach dem Training zu mir und ich muss sagen, dass ich seitdem wirklich größere Erfolge habe, als zu der Zeit, wo ich meine Eiweißzufuhr nur aus Caseinpulver und meiner restlichen Ernährung bezogen habe. Im Gegensatz zu dem Casein Pulver achte ich hier auf Markenware, weil ich mir sicher sein will, dass die Nährstoffzusammensetzung qualitativ hochwertig ist. Wer auf der Suche nach einem Pulver ist, der klickt sich am besten durch Bodybuilding-Foren oder Amazon-Rezensionen. Übrigens: wer Eiweißshakes als gesunden Ersatz zu Milchshakes schätzt, könnte von der Konsistenz der Whey Shakes enttäuscht sein, da diese wässriger sind als Casein Shakes. Für die Nährstoffaufnahme im Blut ist es ohnehin besser, den Shake mit Wasser statt mit Milch anzurühren. Neben den Proteinpulvern, die auf Milcheiweiß basieren, gibt es noch eine große Anzahl von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, wie Sojaproteinpulver oder Erbsenproteinpulver. Hiermit habe ich allerdings noch keine Erfahrungen gemacht.

Das letzte Supplement, der Trainingsbooster, ist erst vor kurzem zu mir gestoßen. Lange dachte ich mir auch hier das Gleiche, was ich zum Whey Pulver dachte: zu teuer, zu professionell, zu unnötig für meine Bedürfnisse. Als ich dann aber in der vorletzten LOOX einen Bericht über Trainingsbooster las, war mein Interesse doch plötzlich geweckt. Folgende Vorteile hat Peter Böhm auf seinem Aesthetics-Blog aufgelistet:

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegels
  • Erweiterung der Blutgefäße (Pump)
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • wachmachend
  • stimmungshebend

Kurz: Die Erklärung, warum The Rock das Gefühl verspürt, zu jeder Gelegenheit seinen Mund aufzureißen.

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

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Die Zusammensetzung der Booster unterscheidet sich von Produkt zu Produkt, gängige Zutaten sind aber Taurin, Beta Alanin und Kreatin. Diese Beigaben sind alle zulässig und keinesfalls mit Steroiden und illegalen Aufputschmitteln gleichzusetzen. Vielmehr ergeben sie zusammen eine Mischung, die wach macht und die Nährstoffaufnahme im Körper optimiert. Ich wollte mich erst mal an das Pulver herantasten und bestellte eine Dose Concentrated Pre Workout von der Firma Bodylab, da dies das günstigste Produkt unter den vier ersten Plätzen des LOOX-Testes war. Wie auf der Dose empfohlen, rühre ich erst einmal nur 5g des Pulvers mit Wasser an und trinke es eine halbe Stunde vor dem Training (man kann bis auf 15g erhöhen). Der Effekt ist bereits nach 10 Minuten zu spüren: ich fühle mich wie nach einer starken Tasse Kaffee, bin sehr motiviert und vertrödele nicht so viel Zeit vor dem Training wie sonst. Auch das Training an sich fühlt sich anders an, ich habe das Gefühl, die Übungen sauberer und präziser auszuführen und das Gewicht länger an der Belastungsspitze der einzelnen Wiederholung halten zu können. Nach der ersten Anwendung hatte ich mächtig Muskelkater im Po, etwas, was mir davor schon länger nicht mehr passiert ist. Natürlich tut sich die Frage auf, inwiefern der Placebo-Effekt eine Rolle spielt. Ich bin aber ehrlich und sage, dass alles, was mir nicht schadet und mir bei einem Motivationstief einen Tritt in den Hintern verpasst, dankbar weiterverwendet wird ;) Zumal die ungewünschten Nebeneffekte eher gering ausfallen, bzw. vom persönlichen Umgang mit dem Pulver abhängen. So kann es sein, dass es ähnlich wie beim Koffein zu einem Gewöhnungseffekt kommen kann und man die Wirkung bei regelmäßiger und stark erhöhter Einnahme kaum noch spürt. Außerdem kann es zu Magenproblemen und Schwindel kommen, wenn man das Mittel überdosiert. Ich bleibe zunächst bei meinen 5g und verwende den Booster auch nur, wenn ich nicht allzu spät Sport treibe, damit ich keine Schlafprobleme bekomme. Ich befinde mich noch am Anfang der Testphase und habe mindestens noch 2 Monate vor mir, bis die Dose aufgebraucht ist. Dann werde ich berichten, ob sich der Trainingsbooster nach meinem Empfinden auch auf den Muskelaufbau ausgewirkt hat.

Die Liste der Supplements ist lang, jedoch finde ich mich mit den drei gängigen Pulvern recht gut ausgestattet. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick gewähren und eventuell auch mit Vorurteilen oder Irrtümern aufräumen. Wer sich weiter in das Thema einlesen möchte, dem kann ich den vollständigen Artikel von Peter Böhm und diesen Artikel auf team-andro.com empfehlen.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Getestet: High Protein Müsli von mymuesli

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Also wer solche Freunde hat… braucht keinen Ernährungsberater mehr! Ein trister Arbeitstag wendet sich eindeutig zum Positiven, wenn eine gute Freundin reingeschneit kommt und einem „einfach so“ eine Packung Protein-Müsli aus dem mymuesli-Shop in Köln in die Hand drückt.
Ich war natürlich total aus dem Häuschen, denn 1. nehme ich sehr gerne Geschenke in Empfang und zweitens schlägt mein Herz immer ein bisschen höher, wenn es darum geht, Essen zu testen!
Mein Blick fiel direkt auf die Nährwert- und Zutatenliste (natürlich nachdem ich mich höflich bedankt hatte):

Zutaten:

Haferflocken, 22% Sojaflocken, 9% Milchproteinpulver, getrocknete Datteln, Leinsamen, 5% Hanfnüsse, 5% gehackte Mandeln, 5% Sonnenblumenkerne, 5% Kürbiskerne, Mais, 3% gefriergetrocknete Blaubeeren, 1,7% getrocknete Bananenscheiben, Reismehl.

Nährwerte pro 100g:

kcal: 382g / Fett: 17,0g (gesättigt: 2,0g) / Kohlenhydrate: 32,0g (Zucker: 7,0g) / Ballaststoffe: 13g / Eiweiß: 24g / Salz: 0,08g

Und das sagt der Hersteller:

Unser High-Protein-Müsli ist die optimale Unterstützung für den Aufbau und Erhalt deiner Muskeln. Denn das knackige Müsli enthält dank Bio-Protein-Pulver satte 24% Eiweiß. Übrigens: schmeckt auch nach dem Training als Protein-Drink besonders lecker – einfach mit Milch und Früchten in den Mixer, fertig.“

Ich hatte befürchtet, dass mit dem Begriff „Protein“ geworben wird, ohne dass das Produkt einen tatsächlich hohen Eiweißgehalt aufweist (das kommt ja leider öfters vor), aber 24% sind für ein Müsli wahrlich kein schlechter Wert. Die Zusammensetzung der Zutaten versprach außerdem, dass das Müsli nicht nur zweckmäßig, sondern auch tatsächlich lecker sein könnte und so freute ich mich schon sehr darauf, es auszuprobieren.

Für das Frühstück habe ich dann 50g Müsli mit 200g Magerquark und ein wenig Leitungswasser verrührt. Ohne das Deko-Obst enthält das Frühstück somit 330 Kalorien und 37g Eiweiß.
Not bad, Müsli. Not bad.

Ich fand das Müsli im Quark lecker, allerdings waren hauptsächlich die Sonnenblumen- und Kürbiskerne herauszuschmecken, der Rest ging sehr unter. Die getrockneten Blaubeeren waren gut zu sehen, zu schmecken waren sie allerdings nicht. Wer gerne fruchtige Knuspermüslis mag, der könnte von dieser Mischung geschmacklich enttäuscht werden. Ich schneide mir jeden Morgen frisches Obst in mein Frühstück, daher fand ich den herben Geschmack der Kerne dazu eher positiv.
Ich habe auch festgestellt, dass mich das Müsli in Kombination mit dem Quark und dem Obst länger satt gehalten hat, als mein sonstiges Frühstück mit dem gleichen Kaloriengehalt (z.B. Porridge).
Das Müsli wie auf der Packung vorgeschlagen zu einem Post-Workout-Shake pürieren würde ich allerdings nicht, da es relativ viel Fett enthält und Fett die Nährstoffaufnahme nach dem Training verlangsamt. Für zwischendurch ist es aber bestimmt eine gute Alternative, vor allem für Hardgainer.

Fazit:

+ In dem Müsli ist viel Eiweiß enthalten, daher kann es tatsächlich den Muskelaufbau und -erhalt unterstützen – natürlich solange man sich auch sportlich betätigt ;)

+ Alle Zutaten stammen aus biologischem Anbau.

+ Durch die Kerne und die Mandeln ist das Müsli zusätzlich reich an ungesättigten Fettsäuren.

+ Die Verpackung ist stabil und handlich.

+ Durch die vielen Ballaststoffe hält das Müsli lange satt.

+ Das Müsli lässt sich gut verrühren und wird nicht klumpig. Das Proteinpulver hinterlässt kein mehliges Gefühl im Mund.

Abgesehen von den Kernen und den Haferflocken sind die Zutaten schlecht herauszuschmecken.

Ein paar Informationen zu dem Milchproteinpulver wären hilfreich.

Die Müslimischung gibt es in den mymuesli Läden und im Onlineshop zu kaufen.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Cheat happens.

Achtung, es folgt ein laaanger Post. Aber erst zeige ich euch mein heutiges Abendessen:

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Wenn ihr schon länger mitlest, wisst ihr ja, dass ich einmal in der Woche kulinarisch auf die Pauke haue. Dann wird nichts abgewogen (zumindest nicht, um den Nährwert zu ermitteln), nicht auf Low Carb am Abend geachtet und keine einzige gesättigte Fettsäure vom Tellerrand gestoßen. Gerichte, die an solchen Tagen entstehen, habe ich in die Kategorie Treatmeal gepackt. Hier erkläre ich auch kurz, warum ich diesen Begriff anstelle von Cheatmeal gewählt habe.

Heute möchte ich mehr zu dem Thema schreiben, weil es diesbezüglich viele Unsicherheiten gibt und es mich auch selber interessiert, wie andere Leute es handhaben. Ich habe keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ausbildung, ich kann also nur aus meiner Sicht erzählen und das ist die eines 26jährigen, gesunden Mädels, welches 6 Mal die Woche Sport treibt. So wie ich es handhabe, funktioniert es gut für mich. Wenn ihr Übergewicht habt und abnehmen wollt, eine Stoffwechsel- oder Schilddrüsenerkrankung habt oder euer Hormonhaushalt aus den Fugen geraten ist, dann solltet ihr das Thema sehr wahrscheinlich anders angehen und jemandem vertrauen, der in dem Bereich qualifiziert ist!

So, nachdem ich jegliche Verantwortung abgelegt habe, kann es dann ja losgehen :D In diesem Artikel nenne ich das Kind wieder beim ursprünglichen Namen, nämlich Cheatmeal/Cheatday, einfach, damit es eindeutiger ist. Zugegebenermaßen bin ich auch nicht ganz glücklich mit dem Begriff Treatmeal und dankbar für jeden, der einen besseren Vorschlag hat.

Cheatday wird der Tag in der Woche genannt, an dem ernährungstechnisch alle Fünfe gerade gelassen werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Rest der Woche wirklich diszipliniert und gesund is(s)t, denn warum sollte man sonst cheaten (=schummeln)? Manche machen aus dem Cheatday auch nur ein Cheatmeal, also nur eine Mahlzeit in der Woche, die da ist, um Gelüste zu stillen und die nicht unbedingt in den Ernährungsplan passt. Auch ich habe versucht, das Ganze nicht ausufern zu lassen und mir beispielsweise nur eine Pizza am Wochenende bestellt. Ich merkte aber irgendwann, dass das für mich noch schwieriger war, als komplett gesund zu leben, denn plötzlich war ich im „Flow“, naschte immer weiter und hatte im Nachhinein ein schlechtes Gewissen, weil ich mir doch vorgenommen hatte, nur die Pizza zu essen. Seitdem räume ich einen ganzen Tag dafür ein und muss sagen, dass es keinerlei Auswirkungen auf mein Gewicht hat, obwohl es sich um eine wirklich hohe Anzahl von Kalorien handelt (ich will hier nicht damit angeben, wie viel ich essen kann… aber was bringt es, wenn ihr denkt, ich halte ein halbes Snickers für ein Cheatmeal und staune, dass ich nicht zunehme?). Findet einfach raus, wie es für euch, eure Ziele und Befindlichkeiten am besten ist. Ich bin mir bewusst, dass es mit ansteigendem Alter oder gewissen genetischen Voraussetzungen nicht so einfach ist. Trotzdem halte ich einen Cheatday für sinnvoll, nämlich aus folgenden Gründen:

Für den Kopf

Clean Eating halte ich für eine gute Sache. Aber wie heißt es so schön – „Everything in moderation, even moderation“. Für mich ist es einfacher, mich unter der Woche gesund zu ernähren und mich dann am Wochenende auszutoben. Jeden Tag ein bisschen zu naschen würde mich direkt wieder in so einen „Flow“ bringen und ich hätte Lust auf mehr und mehr und mehr. Vollkommen auf Ungesundes zu verzichten ginge allerdings auch nicht, denn dann würde ich unkontrollierten Heißhungergelüsten nachgeben und mich hinterher fragen, was ich da eigentlich gemacht habe. Man könnte sagen, Cheatdays halten mich bei der Stange. Und zeigen mir auch jedes Mal, wieviel besser es für mich ist, dass ich mich sonst gesund ernähre, denn ich werde mir den negativen Auswirkungen von ungesunden Lebensmitteln wie Trägheit oder einem schweren Gefühl im Magen einfach immer wieder bewusst.

Für den Körper

Wie schnell wir zu- und abnehmen hängt ganz entscheidend vom Stoffwechsel ab. Bestes Beispiel ist der Jojo-Effekt: drosseln wir unsere Kalorienzufuhr sehr stark, so nehmen wir anfänglich auch sehr viel ab – der Stoffwechsel stellt sich aber darauf ein und verarbeitet die Prozesse langsamer als zuvor. Dadurch stagniert die Gewichtsabnahme und schlimmstenfalls wiegt man sogar mehr als zu Beginn der Diät. Will man also abnehmen, ist es wichtig, den Stoffwechsel immer wieder anzuspornen. Ernährt man sich durchschnittlich gesund und seinem Tagesumsatz an Energie entsprechend, muss man keinen Cheatday einschieben. Macht man aber nebenbei viel Sport, so kann die Kalorienzufuhr unter dem benötigten Leistungsumsatz liegen, ohne dass man es bemerkt. In dem Fall kann ein Cheatday ebenfalls hilfreich sein.

Für das Sozialleben

Mit dem Essen verhält es sich ein bisschen so wie mit Alkohol – ich kann auch ohne Bier und Wein Spaß auf einer Party haben und muss ebenso wenig beim gemeinschaftlichen Grillen jede Wurst und jeden Salat probieren. Manchmal macht es aber eben schon einen Unterschied, ob man mit Freunden nur eben spazieren geht oder gemeinsam beim Italiener sitzt und es sich bei einem lecker angerichteten Teller Pasta gut gehen lässt. Essen ist eben auch Sinnlichkeit, etwas, was Menschen aneinanderknüpft. Jemanden auf einen Kaffee einzuladen ist eine vertrauensvolle Geste und das gemeinsame zu-Abend-essen etwas, was verbindet. Wenn man gerade abnimmt, bekommt man von seinem Umfeld hoffentlich Unterstützung und daher nicht eine Einladung nach der anderen. Man sollte aber auch abwägen, ob es nicht manchmal einfach schöner ist, auf das Glas Wasser und den Gartensalat zu verzichten und etwas zu bestellen, wonach einem in dem Moment wirklich ist.

Für das Hobby

Ich koche und backe sehr gerne und stoße oft auch auf deftige und süße Rezepte, die absolut gar nichts mit gesunder Ernährung zu tun haben, die ich aber unbedingt mal ausprobieren möchte. Okay, mein heutiges Cheatmeal dient zugegebenermaßen als schlechtes Beispiel, aber ich war alleine zuhause und hatte seit mindestens einem Jahr keinen Ofenkäse ;) Ich liebe es vor allem beim Backen reichlich Zucker und Butter zu verwenden und mir sicher sein zu können, dass wenn ich technisch nichts falsch gemacht habe, das Gebäck zu 99% einfach großartig schmecken wird – das ist bei Experimenten ohne Zucker und Fett nicht immer der Fall. Ich möchte beim Kochen und dem Umgang mit Lebensmitteln noch sehr viel lernen, egal ob es darum geht, Weinsorten zu unterscheiden, einen Thanksgiving-Truthahn zuzubereiten oder meinem Kind irgendwann einfach die abgefahrenste Geburtstagstorte ever zu zaubern – und dafür muss ich mich nunmal auch an die scharfen Geschütze trauen :)

Im Grunde geht es beim Cheatday darum, sich mal nicht um alles Sorgen zu machen. Manches solltet ihr aber trotzdem beachten:

  • Viele Bodybuilder halten es für sinnvoll, auf einen Durchschnittskalorienwert zu achten, um den Stoffwechsel anzuspornen – Beispiel: heute 2000 Kalorien, morgen 2200 Kalorien = Durchschnittswert 2100. Einen Cheatday sollte man aber nicht dadurch ausgleichen, dass man einen Tag davor oder danach (oder womöglich sogar mehrere Tage) hungert. Dieser Tag ist ein Bonus, weswegen man sich an anderen Tagen nichts klauen und womöglich seinen Körper schaden soll.
  • Apropos Bonus: wenn ihr euch den langersehnten Eisbecher gönnt und euch in dem Moment freut wie ein kleines Kind, dann sitzt nicht später vor dem leeren Becher und redet euch ein schlechtes Gewissen ein. Genuss ist menschlich und verdient, vor allem, wenn ihr sonst auf eine gute Ernährung achtet. Auch wenn es dann eben noch ein Eisbecher mehr geworden ist.
  • Freut euch nicht zu früh – ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Essen nur halb so gut schmeckt, wenn ich es schon zwanzig Mal in Gedanken vorgekaut habe. Bereitet euch auch an den anderen Tagen Mahlzeiten zu, auf die ihr euch freut, z.B. ein Müsli mit frischem Obst und Zartbitterraspeln, ein herzhaftes Omelett oder einen Salat mit einem besonderen Käse. Das Cheatmeal sollte nicht zum Highlight des Tages oder vielleicht sogar der ganzen Woche werden, es sei denn, es findet in einem besonderen Rahmen, z.B. einer Essenseinladung von Freunden, statt.
  • Geht nicht am Cheatday einkaufen. Die Erfahrung habe ich erst vor zwei Wochen gemacht,  als mein Freund und ich an genau dem Tag im Supermarkt standen und uns verhalten haben wie zwei 10jährige im Disneystore. Von dem Einkauf hätten wir 4 Tage cheaten können.
  • Das wäre allerdings auch kein Weltuntergang gewesen. Manchmal ist es eben so, dass Freitag die beste Freundin zum Sushiessen, am Samstag der Arbeitskollege zum Cocktailtrinken und am Sonntag die Eltern zu Kaffee & Kuchen einladen. Deswegen sollte man aber niemanden vertrösten oder diszipliniert und dafür totunglücklich vor seinem unangetasteten Stück Bienenstich sitzen. Augen zu und YOLO.
  • Stellt euch nicht am nächsten Morgen auf die Waage. Die Plauze ist vielleicht verschwunden, aber das Essen ja immer noch nicht… aus eurem System. Außerdem habt ihr unter Umständen einiges an Wasser eingelagert, vor allem, wenn ihr salzreiche Lebensmittel gegessen habt.
  • Versucht trotzdem, ein paar Vitamine und Mineralstoffe zu euch zu nehmen. Euer Körper regeneriert sich auch am Cheatday und weiß ein bisschen Unterstützung zu schätzen.
  • Falls ihr nicht Nein sagen konntet und euer Bauch spannt und schmerzt, trinkt viel Wasser (ohne Kohlensäure!) oder Kräutertee. Vermeidet es, Schmerztabletten für etwas zu nehmen, meist reizen diese die Magenschleimhaut nämlich zusätzlich (vor allem Ibuprofen).
  • Wenn ihr viel und gerne Sport treibt, solltet ihr immer mindestens einen Ruhetag in der Woche einbauen, an dem euer Körper Kraft sammeln kann. An dem Tag habt ihr natürlich einen geringeren Leistungsumsatz, weswegen ihr Cheatday und Restday möglichst nicht auf den selben Tag legen solltet. Manchmal geht es natürlich nicht anders. Ich stehe auch nicht an einem Sonntag um 6Uhr auf, um vor dem Zoo noch eine Runde joggen zu gehen.
  • Macht es auch aber auch nicht anders rum und so ähnlich wie bei Punkt 1, indem ihr am Cheatday plötzlich 2 Stunden Ausdauertraining macht, weil ihr Angst vor den Kalorien habt. Schließlich machen wir den Cheatday ja nicht nur zum Spaß! Wir wollen ja Stoffwechsel und mentales Durchhaltevermögen antreiben und wo kommen wir denn ohne das Kalorienplus und das entspannte Butter-aufs-Brot-Schmieren hin?
  • Genießt das Essen in vollen Zügen und macht nicht noch 10 andere Dinge nebenbei. So eine Pizza Supreme ist schneller weggeatmet als man denkt. Es sei denn, ihr nehmt euch einen Filmabend mit einer großen Schale Popcorn und Chips vor, das hat natürlich nochmal einen ganz anderen Charme :)

So. Wer gehofft hat, dass am Ende ein Fazit kommt, damit er sich nicht durch den kompletten Post quälen muss – bittesehr:

Und jetzt stelle ich mir meine Overnight Oats für morgen früh in den Kühlschrank.

Vielen Dank fürs Lesen!

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siebzigzudreißig

Eine Regel besagt, dass das Aussehen eines Körpers zu 70% durch die Ernährung und nur zu 30% durch sportliche Betätigung bestimmt wird (Genetik mal außen vor). Zwar gibt es von Mensch zu Mensch Unterschiede, wenn man sich  allerdings seine Gedanken zu dem Thema macht, ist die Aussage gar nicht mal so weit hergeholt. Zum Einen wird der Kalorienverbrauch durch Sport oftmals überschätzt. Beispiel: Eine Stunde Joggen verbraucht in der Regel 500 – 600 Kalorien. Den gleichen Energiewert hat ein durchschnittlich belegter Burger. Greift man ansonsten auch beherzt zu, ohne auf die Nährwerte zu achten, so liegt man ziemlich fix über seinem Leistungsumsatz (Kaloriengrundverbrauch + die zusätzliche Energie, die für Bewegung und Verstoffwechselung gebraucht wird), was zur Folge hat, dass der Körper auf lange Sicht gesehen vermehrt Fett einlagert.

Punkt 2 knüpft direkt hier an – zwar kann man auch mit gesunder Ernährung auf einen Kalorienüberschuss kommen, bei hochwertigen Lebensmitteln wird allerdings mehr genährt als nur die Fettzellen. Die Zellteilung wird beschleunigt, das Muskelwachstum angeregt und der Kreislauf arbeitet besser mit. Kalorien sind deswegen nicht gleich Kalorien und ein Körper, der wenig und gleichzeitig „leere“ Kalorien zu sich nimmt, nicht zwangsläufig fitter und schlanker als ein Körper, der sich von vielen und dafür brauchbaren Kalorien ernährt.

Das Stichwort ist hier Clean Eating, ein Begriff der wie so oft aus den USA zu uns rübergeschwappt ist. Clean Eating ist mehr als nur eine gesunde Ernährungsweise, es bedeutet, gänzlich auf Nahrungsmittel natürlichen Ursprungs zurückzugreifen, auf chemische Zusätze sowie Zucker zu verzichten und stark verarbeitete Lebensmittel wie helle Nudeln und Weißmehl zu meiden. Ursprung des Gedanken ist, dass der Körper künstliche oder im hohen Ausmaß modifizierte Zutaten nicht korrekt zu verarbeiten weiß und mit Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Entzündungen und anderen negativen Reaktionen auf sie reagiert.

In den USA herrscht seit Längerem bereits ein regelrechter Hype um das Clean Eating inklusive Detox-Smoothies, zu „Superfoods“ erkorenen Lebensmitteln und dem bei uns oftmals hinterlassenen Eindruck, als könnten die Themen Fitness und Ernährung in den Staaten sich nicht davor retten, in ein Extrem abzurutschen. Wenn dieser Hype/Trend dazu führt, dass Leute sich mehr mit Lebensmitteln und deren Auswirkungen beschäftigen, dann ist das eindeutig eine gute Sache (ich wäre sonst vielleicht auch nicht auf Quinoa und Chiasamen gestoßen), aber man sollte es auf jeden Fall nicht so weit treiben, dass man sich das Leben dadurch schwerer macht, als es ohnehin schon ist.

Ich versuche, hauptsächlich natürliche Lebensmittel zu verwenden und suche bei einem Fertigprodukt wie Grillsoßen auch schon mal länger bis ich ein Etikett ohne E-Nummer gefunden habe, kann aber bei einem 11-Stunden-Arbeitstag nicht auf meine 1,5l Light-Cola verzichten und fahre auch nicht für schwer zu besorgende Produkte, die nur einmalig verwendet werden (Klassiker Wasabipaste) durch die Gegend, nur um mein Gewissen zu beruhigen.

Oft hilft es schon, sich im Supermarkt ein bisschen genauer umzuschauen oder so etwas wie Erdbeerjoghurt mit ein paar Handgriffen selber herzustellen und auf die fast schon übernatürlichen Produkteigenschaften, die mit den chemischen Zusätzen hervorgerufen werden sollen, hierbei zu verzichten.
Im Endeffekt ist es wie im restlichen Leben. Nehmt euch selbst und euer Umfeld nicht zu ernst, seid aber schlau genug, euch von den wirklich furchtbaren Menschen fernzuhalten ;)

Vielen Dank fürs Lesen!

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Werbung vs. Realität

Beim Essen ist es doch oft so wie bei der Partnerwahl – in erster Linie zählen die Werte, gutes Aussehen schadet aber nicht. Wenn sie eine Kochzeitschrift begutachten, ist es für Hobbyköche oft so wie die InStyle durchzublättern, wenn man selber eine Nacht schlecht geschlafen hat und die Augenringe gefühlte 80% des Gesichts ausmachen. Irgendwie sehen die Bilder anders aus, als die Realität, die man vor sich hat. Bei Fertiggerichten ist es ähnlich, nur ist dort die Verzweiflung nicht ganz so groß, wenn einen das Endergebnis auf visueller Ebene nicht aus den Socken haut, es steckt schließlich auch viel weniger Hingabe und Herzblut drin. Dies heißt natürlich nicht, dass die Hersteller nicht trotzdem versuchen, uns im wahrsten Sinne des Wortes das Gelbe vom Ei zu versprechen – gut zu sehen an folgenden Beispielen.

Eine Tragik-Komödie in zwei Akten Links.

Samuel Muellers Projekt „Werbung versus Realität“ (Artikel Wirtschaftswoche)

Werbeburger & Realoburger bei McDonalds:

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Chiapudding

Wer sich ein wenig in der Fitblr-Welt umschaut, bekommt manchmal das Gefühl, dass sich manche Blogger ausschließlich von Avocados, Erdnussbutter, Goji Beeren und Chiasamen ernähren.

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,,Und an meine Haut lasse ich nur Wasser und CD.“

Es ist schon irgendwie paradox, dass die Cool Kids früher immer abgeschieden in einer Rauchwolke standen und heute darauf achten, dass ihre Lebensmittel alle wichtigen Fettsäuren beinhalten. Aber nun denn, einmal Mitläufer, immer Mitläufer und so gesellte sich vor ein paar Tagen auch bei mir eine 500g Packung Chiasamen zu den anderen mehr oder weniger coolen Zutaten hinzu. Chiasamen haben zwei besondere Eigenschaften – zum einen sind sie sehr gesund. Ein Zitat von Zentrum der Gesundheit:

Sie enthalten im Schnitt doppelt so viel Eiweiss wie andere Samen oder Getreidesorten und liefern ein gutes Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Fettsäuren. Ihr Calcium-Gehalt übertrifft den von Milch um das Fünffache. Zudem liefern Chia-Samen das Spurenelement Bor, welches die Calcium-Aufnahme im Körper unterstützt. Der Kalium-Anteil in Chia-Samen ist doppelt so hoch wie in Bananen und auch in puncto Eisen sind sie dreimal ergiebiger als Spinat. Mit einer dreifachen Menge an Antioxidantien stossen Chia-Samen sogar Heidelbeeren vom Thron.

Zum anderen quellen sie in Flüssigkeit auf, vergrößern sich um ein Vielfaches und nehmen eine gelartige Konsistenz an. Darum eignen sie sich vor allem für Puddings und Overnight Oats. Man kann auf das Spektakel aber auch verzichten und sie sich ganz einfach über Salate und andere Gerichte streuen.
Ich habe mich selbstverständlich für die Pudding-Variante entschieden! Die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig und erinnert ein klein wenig an Griesbrei. Da die Samen relativ neutral schmecken, hängt der Geschmack eher von der Milch und den weiteren Zutaten ab.

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Zutaten für 1 Portion (Grundrezept):

45g Chiasamen (3 – 4 Esslöffel)
200ml Flüssigkeit (Ich nehme am liebsten Soja- oder Mandelmilch)
Eventuell etwas Süße in Form von Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig, etc.

Zubereitung:

1. Chiasamen und Flüssigkeit in ein Glas geben und verrühren.
2.  Alle 10 Minuten erneut durchrühren, bis die Samen „angequollen“ sind, sich also bereits gleichmäßig im Glas verteilen.
3. Eine weitere Stunde quellen lassen. Die Konsistenz sollte nun dickflüssig sein.
4. Obst, Nüsse und/oder Mus dazugeben.

Guten Appetit!