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Überbackene Süßkartoffel mit Putenhack

Hey! Wer von euch Frechdachsen hat mit seinem Zeigefinger das Wort „Schmutzfink“ auf die Stauboberfläche meines Blogs geschrieben?? Okay, ich habs ja verdient. Von etwa fünf Beiträgen die Woche zu keinem Einzigen in knapp zwei Monaten ist schon ne Nummer. Aber lasst euch gesagt sein, ich habe es gebraucht. Und ich habe die Zeit sinnvoll genutzt! Vor allem habe ich mich ordentlich bemüht, meinen Abschluss voranzubringen und dem Fitnessstudio einen regelmäßigen Besuch abzustatten. Beides ist nur dann effektiv, wenn man sich ordentlich reinkniet und so habe ich mir für meine Freizeit etwas gesucht, wo ich passiv sein und abschalten konnte – und nahm seit langer, langer Zeit mal wieder ein Buch in die Hand. Auch wenn ich mich weiterhin gesund ernährte und mich mit der Gym-Mitgliedschaft mehr der Fitness widmen konnte als zuvor, brachte ich einfach nicht die Motivation auf, regelmäßig lesenswerte Posts zu verfassen.
Ich hoffe nun, dass ich ein Mojo finde, mit dem ich alles unter einen Hut bringe und trotzdem eine Person bleibe, bei der man keine Angst haben muss, dass sie reflexartig wild um sich schlägt, sobald man ihr auf die Schulter tippt.
Aber gut, ich hab mich ja nicht nur zum vor-mich-hin-quatschen zurückgemeldet, sondern habe sogar etwas vorzuweisen: Überbackende Ofensüßkartoffel mit Putenhack mit dem Besten aus Kalium, Magnesium, Protein und Kohlenhydraten. Perfekt für nach dem Training, zwischendurch und überhaupt ;)

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Zutaten für 1 Portion:

1 Süßkartoffel (ca. 330g)
30g Streukäse light
100g Putenhack
2 EL passierte Tomaten
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Paprikagewürz

Zubereitung:

1. Süßkartoffel putzen. Im Kochtopf, eingewickelt in Folie im Ofen oder per Dampfgerät garen.
2. Putenhack derweil in der Pfanne gut durchbraten.
3. Die Süßkartoffel halbieren und mit einem Löffel aushöhlen. Das Süßkartoffelfleisch zu Püree stampfen und gut mit dem Hackfleisch, dem Tomatenmark und den Gewürzen vermengen.
4. Püree-Hack-Mischung in die ausgehöhlte Süßkartoffel füllen, diese mit dem Käse bestreuen und für ca. 10 Minuten im Ofen bei 180° überbacken.

Kalorien pro Portion: 580                                                        Protein pro Portion: 34g

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Wine & Dine in Barcelona

Gibt es eigentlich jemanden, der noch nicht mitbekommen hat, dass ich im Urlaub war? :D Falls ja: es ging nach Barcelona. Und dort habe ich so viel und so gut gegegessen, dass ein einzelner Restaurantbericht dem Ganzen definitiv nicht gerecht werden würde. Daher sage ich ein bisschen was zu jeder Lokalität – und natürlich auch zur Stadt an sich.

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Zugegebenermaßen ist Barcelona und der Rest von Spanien (ja, das ist auch Mallorca) ziemlich lange spurlos an mir vorbeigezogen. Und das, obwohl ich 2,5 Jahre Spanisch in der Schule hatte. Aber ich hatte auch drei Jahre lang das Fach Psychologie und steige trotzdem meist höchst verwirrt aus öffentlichen Verkehrsmitteln aus, daher – so what.

Die Entscheidung, dass es in die Hauptstadt Kataloniens gehen würde, wurde mehr oder weniger aus einer Laune heraus gefällt und ließ sich wohl auch damit begründen, dass einfach jeder, der schon mal dort war, direkt ins Schwärmen gerät, wenn die Stadt zusprache kommt. Meinen Urlaubsbericht solltet ihr aufgrund meiner kleinen Erfahrung daher nicht als Insidereinblick ansehen, aber ich denke, ich habe in den 7 Tagen ein paar schöne Dinge mitgenommen, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann :)

Ist es mir sonst recht leicht gefallen, ein paar Worte zur Stadt zu verlieren, wenn ich die Restaurantberichte schrieb, fällt es mir bei Barcelona diesmal regelrecht schwer. Die Häuserfassaden erinnern an Paris, die Mentalität ein wenig an Italien und das Aufeinanderprallen von alt und neu an London. Trotzdem hat Barcelona seinen ganz eigenen Charakter.

Aufgrund dieser Vielfalt kann ich mir schlecht vorstellen, dass es jemanden gibt, der sich nicht in Barcelona wohl fühlen kann. Berühmte Architektur, das weite Meer, gehobene Küche und schöne Parks bieten Unmengen an Möglichkeiten und daher war vom bohémen Hipster bis zum Glamour-Rentner jede Art von Tourist anzutreffen.

Gewohnt haben wir in Born, einem kleinen Viertel zwischen der Rambla (Einkaufstraße) und dem Park de la Ciutadella. Mir wurde die Gegend mehrmals im Internet empfohlen und im Nachhinein war sie die perfekte Lage für uns. Alles war wunderbar fußläufig zu erreichen, es war lebendig, aber nicht zu laut und in jeder Gasse ließ sich eine nette Boutique oder ein kleines Café finden. Unsere Wohnung haben wir wieder über airbnb gebucht.

Die To Dos und Must Sees überlasse ich an dieser Stelle Marco Polo und der Person in eurem Bekanntenkreis, die vor kurzem erst dort war und euch auf einer Party in Weinlaune das Ohr abquatscht. Stattdessen geht es jetzt vielleicht nicht unbedingt an das Eingemachte, aber dafür an das Pasteurisierte, Destillierte und Geräuchterte ;)

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An anderer Stelle habe ich bereits meine große Liebe zu Tripadvisor kundgetan und nach diesem Urlaub ist es nicht anders. Man kann sich eben viel aktueller und differenzierter über Restaurants und Attraktionen schlau machen und mit etwas Glück stolpert man wie ich auf sowas wie die Food Tour von Aborigéns. Inhalt dieser 4,5 stündigen Tour: mit einem englischsprachigen Guide durch Barcelona laufen, ein wenig von der Stadt erzählt bekommen, vor allem aber viel über die Küche Kataloniens lernen und das, indem man es direkt zum Probieren vor die Nase gesetzt bekommt. Die Gruppe war angenehm klein, nur der Guide, zwei amerikanische Newlyweds und wir. Alex, unser Führer, war ein gemütlicher Spanier, der gut englisch sprach und uns viel von der Zubereitung und der Tradition der Gerichte erzählte, aber oft auch einfach nur lockeren Smalltalk mit uns hielt.

Als erstes probierten wir uns durch die Stände des Mercat Galvany. Dann gingen wir in eine Lokalität, deren Namen ich nicht mehr weiß, die wohl aber sehr bekannt für ihre Käseauswahl war. Dort probierten wir zu einem Glas Fino iberischen Schinken und mehrere Käsesorten. Das muss ein sehr spießiger Anblick gewesen sein, wie wir dort zu Fünft an dem Schinken lutschten und nachdenklich nickten, aber Oh mein Gott, war das lecker. Definitiv eines meiner Highlights des Urlaubs!

Zwischendurch probierten wir traumhaft leckere Pralinen und schlenderten durch Parks und Straßen. Gegen Mittag kehrten wir erneut in einer Markthalle ein, wo frische Meeresfrüchte für uns zubereitet wurden. Da ich erst seit kurzem überhaupt Interesse an Meeresfrüchten habe, war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, diese erklärt zu bekommen. Den Kopf der Garnele wollte ich trotz eindringlicher Gestikulation des Kochs aber dann doch nicht aussaugen ;) Zum Schluss bekamen wir noch ein Eis spendiert und wurden mit bester Laune und angeschickertem Kopf (wir waren zwischendurch auch noch Vermouth trinken) in die Freiheit entlassen.

Die Tour kostet ganze 110€, aber ich kann sie wirklich jedem, der sich für die katalonische Küche interessiert und einen etwas anderen Einblick in Barcelona haben möchte, sehr ans Herz legen!

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imageMein Freund und ich habe im Laufe der Zeit die Tradition entwickelt, einmal im Urlaub in ein Restaurant zu gehen, welches unser normales Budget und ja, Niveau, um einiges übersteigt. Unsere Wahl fiel diesmal auf das Arcano, welches nicht weit von unserer Wohnung entfernt war.

Wir hatten im Voraus einen Tisch für 19:30 Uhr reserviert, was in Anbetracht dessen, dass wir neben drei amerikanischen Pärchen die Einzigen dort waren, wahrscheinlich alles andere als notwendig gewesen wäre. Wer es als deutscher Spießbürger gewohnt ist, sein Abendessen zwischen 19 und 20 Uhr einzunehmen, hat es in Barcelona ohnehin sehr einfach einen guten Tisch zu bekommen, da die meisten Spanier erst 1, 2 Stunden später überhaupt mit dem Gedanken spielen, ein Restaurant zu betreten.

Angedacht waren 3 Gänge, aufgrund der großen Portion gegrillten Octopus auf Kartoffeln (r.u.) als Vorspeise und des riesigen Entrecotes mit Gemüse als Hauptspeise war leider gar nicht mehr an ein Dessert zu denken. Das Entrecote wurde uns beiden knusprig aber innen quasi roh serviert, obwohl wir medium bestellt hatten. Auch, wenn wir uns nichts anmerken ließen, schien der Kellner das Missgeschick selber zu bemerken und brachte uns einen heißen Stein zum Nachgaren auf den Tisch. Klar hätte es eigentlich anders sein sollen, aber die Geste und das Bemühen des Kellners fand ich toll in dem Moment. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit so einem Gerät auf dem Tisch sowieso der Hingucker des ganzen Restaurants ist ;)

Das Essen war sehr lecker, die Lokalität schön und gemütlich und das Personal bemüht und freundlich. Für zwei Vor- und Hauptspeisen sowie eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser kamen wir mit 100,00€ aus.

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Etwas lebhafter ging es in der Tapas Bar Sagardi zu. Zwar wurde es dort auch erst zu späterer Stunde voll, dafür dann aber auch so richtig, was bei einer Tapas Bar aber wohl auch nicht ungewöhnlich ist. Wer Buffets mag, wirdimage das Sagardi und andere Tapas Bars in dieser Art lieben, denn man kann aus einem großen Angebot verschiedener Tapas wählen und bezahlt am Ende 2€ pro Zahnstocher (einer steckt in jedem Tapa). So kann man sich gut durchprobieren oder auch mal nur ein Häppchen essen, wenn der Hunger nicht so groß ist. Mein Lieblingstapa war der mit der gebratenen Chorizo, mein Freund mochte dagegen die Anchovi- und Thunfischtapas am liebsten. Vegetarier werden allerdings auch satt im Sagardi.

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Gleiches Essen, anderes Prinzip – hier werden die Tapas auf einer Karte ausgewählt und imagevon der Bedienung an den Tisch gebracht. Der Nachteil ist, dass man sich die Tapas nicht genau anschauen kann, dafür sind sie aber frisch zubereitet und werden ggf. warm serviert. Das La Txapela ist eine kleine Kette und direkt an der Passeig de Gracia und macht daher den Eindruck einer Touristenfalle. Die Papierunterlagen auf den Tischen und die gestresste Bedienung änderten nichts an diesem Eindruck, aber wir hatten Hunger und keine Lust, lange weiter zu suchen. Zum Glück ließen wir uns von der Atmosphäre nicht abschrecken, denn die Tapas waren wirklich lecker! Mein Favorit war der mit Steak und Roquefort. Da das Restaurant direkt im Einkaufsviertel liegt, kann man sich dort gut kurz eine Auszeit nehmen und lecker essen. Will man nett ausgehen, würde ich aber definitv ein anderes Lokal empfehlen!

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imageAuf das CheeseMe sind wir eher zufällig gestoßen. Es war der letzte Abend und wir waren nahezu pleite, dennoch wollten wir die restliche Zeit nett ausklingen lassen. Wir bekamen beim Vorbeilaufen einen Flyer des Ladens in die Hand gedrückt und was wir darauf lasen, klang nicht gerade posh, aber dafür unseren Möglichkeiten entsprechend: ein 3-Gänge Menü, das man aus einer kleinen Vorauswahl zusammenstellen konnte, für 12€, Abendaufschlag 3€. Etwas Besseres kam uns nicht in den Sinn und das Restaurant wirkte trotz des trashigen Flyers ganz nett, also machten wir uns abends auf den Weg.

Es war klar, dass wir bei dem Preis Abstriche machen mussten und so war es nicht überrasschend, dass die Portionen sehr übersichtlich ausfielen. Immerhin hat alles wirklich gut geschmeckt und der Service war auch sehr freundlich. Nachdem wir unsere Finanzen überschlagen hatten, haben wir zusätzlich zum Angebot noch eine Käseplatte für 20,00€ bestellt (s. Bild). Der Käse war mit Namenskärtchen gespickt und nett angerichtet. Alleine aufgrund des 15€-Angebots hätte ich das Lokal wohl nicht direkt weiterempfohlen, aber die Käseplatte hat für mich gezeigt, dass das CheeseMe nicht nur für Pfennigfuchser zu empfehlen ist, sondern auch für Personen, die nett ausgehen wollen (und Käse lieben!).

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Ich bin so, so froh, dass mir dieses Café im Internet empfohlen wurde! :) Hangry sein ist generell ziemlich blöd, morgens auf leerem Magen allerdings noch blöder. Daher waren wir echt dankbar, dass wir auf diesen Laden, der ganz bei uns in der Nähe war, den wir ohne Tipp aber wohl nie von alleine gefunden hätten, gestoßen sind. Die Atmosphäre war super gemütlich, das Frühstücksangebot unglaublich lecker (dieser French Toast…) und die Bedienung sehr freundlich. Wir waren ganze drei Mal hier frühstücken, was zusätzlich den Vorteil hatte, dass wir endlich Zugriff auf einwandfreies W-LAN hatten (in unserer Wohnung mussten wir regelrecht an der Mauer zum Nachbarn kleben, um den Anschluss überhaupt aufgelistet zu sehen). Wir waren nur morgens dort, aber ich kann mir vorstellen, dass man im Laufe des Tages/Abends auch gut ausgiebiger essen oder trinken kann. Ganz klare Empfehlung mit ♥ also.

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imageEin anderes Mal waren wir in Gracia frühstücken, da wir auf dem Weg zur Sagrada waren. Das Brunch & Cake wurde bei Tripadvisor in den Himmel gelobt und als Frühstücks-Must-See/Eat/Do dargestellt, also schauten wir dort mal vorbei. Das Café ist hell, klein und gemütlich eingerichtet und anscheinend sehr beliebt – vor allem bei Amerikanern. Das soll nichts Schlechtes heißen, wir waren nur etwas baff, dass wir, neben den Angestellten, offensichtlich die einzigen Nicht-Amerikaner waren. Vielleicht liegts am Namen. Don’t know.

Wir bestellten uns beide das Gleiche, nämlich Sandwiches mit Brie, Erdbeeren und karamellisierten Zwiebeln, dazu gab es einen Salat mit Kartoffeln und gekochten Eiern. Es klang lecker und sah gut aus, allerdings war uns das Ei viel zu flüssig und die Brote nett, aber geschmacklich auch nicht so besonders, wie wir erwartet haben. Eventuell haben wir einfach das Falsche für uns bestellt, aber da wir auch kein zweites Mal dort waren, kann ich nicht sagen, wie die anderen Gerichte sind. Wenn ihr in der Nähe seit, schaut einfach mal auf der Karte, ob euch etwas anspricht. Das Angebot war auf jeden Fall recht vielfältig.

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imageMein Freund und ich sind eigentlich nicht so die Partymäuse, was unter anderem daran liegt, dass meine sozialen Fähigkeiten ab ca. 21 Uhr abbauen und mein Körper spätestens eine Stunde später nachzieht. Allerdings haben wir im Vorfeld so viele ultracoole (sagt man das noch?) Bars im Internet gesehen, dass wir uns zumindest eine davon mal näher anschauen wollten. In Barcelona gibt es einige Rooftop Bars, da wir aber von Bau des W-Hotels so beeindruckt waren (es ist eines der wenigen Hochhäuser und hat die Form eines Schiffsegels), entschieden wir uns, einen Abend dort Cocktails trinken zu gehen. Eine Reservierung hatten wir nicht, dafür schmissen wir uns in einen schicken Fummel und liefen in das Hotel, als würden wir sowas ständig machen – und voilà, schon ging es mit dem Aufzug ab in die Eclipse Bar im 26. Stock. Dass wir uns etwas schicker angezogen hatten, war übrigens wirklich vom Vorteil, denn beim Verlassen der Bar haben wir mitbekommen, wie ein Mädchen nicht hineingelassen wurde, weil sie Flip Flops trug. Die anderen Gäste sahen nicht unbedingt so aus, als hätte man sie frisch vom Runway geklaut, aber eine gewisse Mühe, etwas feiner und stylisher auszusehen, hat man ihnen schon gesehen. Abgesehen davon war das Publikum recht gemischt. Die Bar war etwas schlichter, als ich sie erwartet hatte, aber der Ausblick, für den wir auch eigentlich gekommen sind, war ein Traum (s.o.). Allein dafür hat sich der Weg und das Aufbretzeln gelohnt! ;)

Die Cocktails, die wir dort getrunken haben, waren sehr lecker und mit ca. 14€ preislich okay. Auch die Musik, die im Hintergrund lief, war recht angenehm, eben typische Lounge-Musik. Das Einzige, was ich nicht so gut fand, war, dass die Bedienung uns, nachdem wir gerade erst unser zweites Getränk bestellt hatten, darum bat, doch bitte zu zahlen, falls wir nicht planen, noch ein drittes Getränk zu bestellen. Naja. Vielleicht haben wir doch etwas auffällig an der Fensterscheibe geklebt und Fotos gemacht. Aber das hat eben auch gezeigt, dass wir wahrscheinlich auch deswegen wieder direkt einen Platz bekommen haben, weil wir „schon“ um 22:30 Uhr in der Bar waren, als es noch nicht so voll war. Zu späterer Stunde hat man es dann garantiert schwerer, ins Eclipse zu kommen und wird eben auch dann durch die Blume gebeten, Platz für die zahlenden Kunden zu machen.

Wenn euch ein bisschen Chi Chi nichts ausmacht, dann werdet ihr in der Eclipse Bar auf jeden Fall mit einem unglaublichen Ausblick belohnt werden. Wenn aber eher der Abend im Vordergrund stehen soll, ist es vielleicht besser, eine andere Bar zu besuchen, die auf Tripadvisor oder woanders im Netz empfohlen wird.

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imageIn dieser Pastisserie am Placa de l’Àngel waren wir fast täglich, denn das Angebot war einfach traumhaft! Wer die Schaufensterauslage begutachtet, hat die Qual der Wahl zwischen verschiedene Meringas (links auf dem Foto), Pralinen, Eclaires und anderen feinen Gebäcken. Wer in der Nähe von Born ist, sollte sich hier auf jeden Fall etwas für den Weg oder für Zuhause mitnehmen!

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imageObwohl es sich hierbei auch um eine Pastisserie handelt, ist das Angebot ganz anders als bei La Colmena, denn hier gibt es hauptsächlich Schokoladenprodukte und Törtchen zu kaufen. Der Grund, warum dieser kleine Laden bei Tripadvisor in den Himmel gelobt wird, sind allerdings vielmehr die Croissants und Zimtschnecken (s.r.), die es auf die Hand zum Mitnehmen gibt! Vorallem letzteres sowie Schoko-Croissants sind wirklich sehr lecker und empfehlenswert :)

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imageDieser Laden hat sich auf Fleisch- und Wurstwaren spezialisiert, vorallem auf iberischen Schinken und Salami. Allerdings gibt es dort auch Food to Go wie Sandwiches oder die Cones auf dem Foto rechts zu kaufen. Wer einen gemütlichen Abend in der Wohnung oder im Hotel plant, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen, denn zusätzlich zu dem leckeren Schinken und den Salamis gibt es hier auch eine kleine Käseauswahl.

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imageWer in Barcelona Urlaub macht, muss definitv in der Boqueria an der Ramblas vorbeischauen! In der Markthalle gibt es sowohl frische Lebensmittel wie Meeresfrüchte, Obst und Fleisch, aber auch jede Menge Essen zum Direktverzehr wie Gebäcke, Obstbecher oder Smoothies und das zu einem sehr (!) günstigen Preis. Wir haben uns für Empanadas und Chickenfingers entschieden (s.r.). Man sollte in dem Gedränge allerdings noch mehr als sonst auf seine Wertsachen aufpassen und mit den Kauf von Waren warten, bis man im hinteren Teil der Markhalle angekommen ist, da der Eingangsbereich weitaus teuerer ist.

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imageChurros sind wohl jedem bekannt, der regelmäßig über Weihnachtmärkte oder Kirmesgelände schlendert. Auch in Barcelona gibt es das wenig figurfreundliche Gebäck an jeder Ecke, in dieser Xurreria sollen sie laut Tripadvisor allerdings besonders gut sein. Leider habe ich entgegen meiner Vorsätze kein weiteres Mal Churros gegessen, daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Churros waren aber wirklich lecker und sehr günstig (etwas um 3€ für 200g). Da der Laden recht unauffällig und klein ist, muss man allerdings sehr genau die Augen auf halten :)

Tripadvisor

 

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imageDiese Eisdiele in Gracia zählt laut Internet zu den besten Eisdielen in Barcelona. Wer weniger auf ausgefallene Geschmackssorten steht, dafür aber auf wirklich geschmacksintensive, natürliche Sorten, der ist hier genau richtig. Der Besitzer des Ladens war sehr freundlich und hat uns von sich aus jeden Geschmack, für den wir uns interessiert haben, zum Probieren angeboten. Entschieden habe ich mich dann für Aprikosensorbet (saisonal), dunkle Schokolade und Dulce de Leche. Besser als jeder fancy Riesen-Eisbecher!

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imageWer dagegen mal etwas anderes als immer nur Schokolade, Vanille, Erdbeer ausprobieren möchte, ist in der Eisdiele Gelaaati im Gothic Quarter genau richtig. In meinem Becher seht ihr eine Kugel Chili/Schokolade und eine Kugel Gorgonzola/Birne/Walnuss – wer genau hinschaut, sieht im Hintergrund auch noch die Sorte Marihuana in der Auslage. Voll crazy und so.

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Nicht weit entfernt von Gelaaati findet ihr den kleinen Laden Refresca Tea, der von einem jungen deutschen Pärchen geführt wird. Die Ursprungsidee wurde von den Bubble Tea Läden abgeleitet, denn auch hier hat man die Möglichkeit, aus verschiedenen Geschmacksrichtungen und Toppings sein Getränk zusammen zu stellen. Allerdings beinhalten diese Tees weitaus weniger Zucker, Fruchtstückchen statt Erstickungsperlen und Zusätze wie frische Minze oder Ingwer. Nebenbei kriegt man auch ein paar Tipps und eine nette Unterhaltung mit auf den Weg. Leider habe ich es versäumt, an dieser Stelle ein Foto zu machen. Cranberry mit Minze und Erdbeerstückchen war allerdings top.

Ich glaube… das war es! Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mich gerne anschreiben. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass ich es echt unglaublich finde, dass ihr diesen ellenlangen Text wirklich zuende gelesen habt und ihr nicht mein Freund, meine Mutter, die Mutter meines Freundes oder meine beste Freundin seid (die natürlich auch alle spitzenmäßig sind!) :D

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Und plötzlich… Fitnessstudio.

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Ein Zitat aus dem Bericht über meinen Besuch bei der FIBO ’14:

Wer weiß… vielleicht… irgendwann, wenn ich voll verdiene… werde ich mich eventuell doch noch in einem Fitnessstudio anmelden :)

Ja, irgendwann… oder eben etwas mehr als einen Monat später (und immer noch broke as f***). Ich bin fortan Mitglied bei der Fitnesskette FitX und das, obwohl ich immer fleißig für fitte Körper ohne Gym eingetreten bin. So kanns gehen.
Nun gut, es hat mich niemand gezwungen und im Grunde war das Ganze auch abzusehen: Kniebeuge konnte ich nur dann machen, wenn mein Freund zuhause war, um mir die Hantel hinten anzureichen (in törichten Momenten habe ich sie vollbeladen über dem Kopf balanciert, das aber schnell sein lassen), die Gewichte wurden zu niedrig (gute Hantelscheiben sind wahrlich kein Schnäppchen) und der Handlungsspielraum zu klein (insgeheim träumte ich von Dipstationen und Beinpressen). Also beschlossen mein Freund und ich uns vergangenes Wochenende für ein Probetraining bei FitX.

Das Studio ist für uns gut mit dem Auto oder Bus zu erreichen und „schlimmstenfalls“ 20 Gehminuten von uns entfernt. Allerdings gibt es noch weitere Studios, vorallem im Ruhrgebiet und vereinzelt im Norden, in denen man zu jeder Zeit an 365 Tagen im Jahr mit seiner Mitgliedskarte trainieren kann. Das Prinzip ist also ähnlich dem von McFit, wobei FitX günstiger ist (15€ statt 19,90€ monatlich) und zusätzlich diverse Kurse anbietet. Zur Ausstattung des Studios gehören eine Trainingsfläche mit verschiedenen Geräten, ein großer Freihantelbereich, ein „Lady Gym“, in dem Frauen ungestört Hanteltraining und andere Übungen machen können, sowie eine Cardiofläche mit allen üblichen Gerätschaften. Zum Kursprogramm zählen unter anderem Zumba, Spinning und Yogilates.

Die Aufmachung des Studios gefällt mir für eine günstige Kette sehr gut, da viel Wert auf ein stimmiges Konzept und eine sinnvolle Aufteilung der Bereiche gelegt wurde. Ich war vor Jahren bereits bei McFit angemeldet und finde das Interieur bei FitX um einiges ansprechender, allerdings kenne ich McFit auch nur aus der Zeit vor der letzten Generalüberholung. Der geringe Monatsbeitrag macht sich zu bestimmten Tageszeiten vor allem am Zulauf (junger) Leute bemerkbar, aber damit muss man meiner Meinung nach eben rechnen, wenn man nicht mehr zahlen möchte. Ein letzter Pluspunkt ist, dass das Duschen und die Getränke kostenlos sind.

Einen Tag nach unserem Probetraining haben wir uns dann im Studio angemeldet. Seitdem habe ich dort zwei Mal Krafttraining gemacht und beide Male einen Muskelkater gehabt, der sich anfühlte, als wäre ich am Vorabend in eine Kneipenschlägerei geraten – demnach war es eine gute Entscheidung ;) In Zukunft habe ich vor, in der Woche drei Mal im Studio und drei Mal zuhause zu trainieren (jeweils zwei Mal Kraft und einmal Cardio). Komplett ins Studio umziehen mag ich nicht, dafür habe ich meine Heimgeräte doch zu lieb gewonnen. Auch wenn die Verlockung, alles rauszuschmeißen und ein Ankleidezimmer reinzusetzen doch sehr groß ist ;)

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Blog, wir müssen reden.

Mein lieber Blog,

in letzter Zeit kommst du etwas zu kurz. Du bereitest mir große Freude, indem ich durch dich schöne Dinge koche und nette Menschen kennenlerne – doch mein momentaner Alltag bestehend aus Uni, Arbeit, Praktikum, Sport und Hausarbeitschreiberei lässt es nicht zu, dass mein Kopf frei genug bleibt, um mich so oft mit dir beschäftigen zu können, wie es mir lieb wäre. Du wirst nicht vergessen werden. Aber eben auch nicht jeden Tag oder alle zwei Tage auf den neuesten Stand gebracht werden. Nicht böse sein. Wir wissen ja, wie zu viel Stress enden kann.

I’ll be back.

 

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Restaurantbesuch: L’Opéra, Paris

 

imageBonjour, meine lieben remise en forme de lièvre! Momentan bin ich sehr verwuselt, denn in 3 Wochen geht es für eine Woche nach Barcelona! Für mich bedeutet das nicht nur immense Vorfreude, sondern auch Pläne-Schmiederei auf allen erdenklichen Arten und Weisen. Ich weiß, dass es wenig charmant-spontan ist, alles im Voraus zu organisieren, aber ich kann es nicht lassen. Schon 2 Monate vorher weiß ich, in welche Restaurants ich möchte, wieviel ein 10er Fahrticket kostet und wo es den besten Kaffee gibt. Manche Leute verbringen ihre wertvolle Zeit auf Facebook, ich auf Tripadvisor. Gut, dass ich einen Freund habe, der das stillschweigend hinnimmt (und mir während des Urlaubs dafür auch durchaus dankbar ist). Momentan bin ich allerdings an einem Punkt angelangt, an dem es mir schwer fällt, mich auf den Urlaub einzustimmen, eben weil ich schon alles ergründet habe. Deswegen nutze ich jetzt diesen Blog um mich in Wallung zu bringen, nämlich, indem ich über eine vergangene Reise berichte! Vorfreude durch Retrospektive also ;)

imageIm Februar letzten Jahres ging die Reise nach Paris. Es hatte mich schon seit längerem dort hingezogen, trotzdem war es mein erstes Mal dort. Dort hin gereist sind wir mit dem Thalys – sehr schnell und sehr bequem, denn von Essen aus brauchten wir nur knapp 4 Stunden bis wir im Herzen der Stadt waren! Vor der Reise hatten wir schon einen Tisch im L’Opera Restaurant reserviert. Bevor ich darauf zu sprechen komme, möchte ich aber erst mal ein paar Worte über die Stadt verlieren:

Wer wie ich noch nie vorher in Paris war, bekommt von außen ja genügend Input gereicht, um sich vorab schon einen Eindruck zu „bilden“. Ich rechnete mit elegant gekleideten Frauen, einer Ablehnung aller Sprachen außer Französisch und turtelnde Pärchen en masse. Im Grunde hat sich alles davon in gewissem Maß bewahrheitet, aber auch das Gegenteil war zum Glück der Fall. Vor allem was die Sprachbarriere anging, habe ich doch einige positive Erfahrungen gemacht, man sollte nur etwas Geduld und eine nicht zu forsche Herangehensweise mitbringen. Ein lächelndes „Parlez-vous anglais?“ sollte auf jeden Fall zu einer Standardfloskel werden.

Gewohnt haben wir in einer Wohnung im Viertel Les Halles, nicht weit entfernt vom Louvre. Gebucht haben wir die Wohnung über airbnb, einer Plattform, auf der Privatpersonen ihre Wohnung für Reisende anbieten. Allerdings ist das nicht das Gleiche wie Couchsurfing, wenn ihr eine komplette Wohnung sucht, habt ihr auf jeden Fall Privatsphäre. Ich kann airbnb absolut weiterempfehlen, da ihr so die Möglichkeit bekommt, in tollen Vierteln zu vergleichbar günstigen Preisen zu wohnen. In Barcelona übernachten wir wieder auf diese Weise.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, vor allem Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, der Louvre oder der Arc de Triumph erklären sich ja schon nahezu von alleine. Daher möchte ich euch nur kurz eine Straße empfehlen, die direkt bei uns in der Nähe war und für mich eine der schönsten Ecken in Paris war, nämlich die Rue Montorgueil. Hier findet ihr alles, was das kulinarische Herz begehrt, von einem umfangreichen Käsesortiment, über rustikale Bäckereien und Patisserien bis zu feinen Chocolatiers und Weinläden. Für den ersten Abend haben wir uns hier wunderbar eingedeckt!

Am zweiten Abend ging es für uns dann schon in das besagte Restaurant (am Valentinstag – so viel zu turtelnden Pärchen), durch das wir ganz platt durch die Google Bildersuche geraten sind. „Paris Design Restaurant“ – (damals) erster Treffer, alles klar, reservieren wir. Für die Restaurantsuche in Paris gilt allgemein: je höher der Preis, desto lauter die Beschwerde, man würde unfreundlich bedient werden. Irgendwann ignorierten wir diesen Hinweis einfach, sonst hätten wir nie ein Restaurant gefunden.

Das L’Opera Restaurant ist, wie der Name bereits vermuten lässt, direkt an der Pariser Opèra Garnier angeknüpft. Der Bau des Restaurants, welches 2011 eröffnete, kostete 6 Millionen Euro und erinnert an eine Mischung aus Versailles und Stanley Kubrick: innerhalb des 1875 errichteten Gebäudes schwingen sich Säulen und Balkone, als hätte man eine riesige Portion Schlagsahne erstarren lassen. Der Rest des Interieurs wurde in einem knalligen Rot gehalten. Wer die 60er liebt, wird auch dieses Restaurant lieben!

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Ein Klick auf die Bildreihe führt zu der Bildquelle und weiteren Informationen zur Architektur.

Nach dem, was ihr hier schon über mich erfahren habt, wundert es euch vielleicht nicht, dass ich mich schon vor dem Besuch im Restaurant für mein Menü entschieden hatte (Risikobereitschaft ist keine meiner Stärken). Am meisten sprach mich der Skorpionfisch an. Doch weil ich diesen Fisch nicht so richtig einordnen konnte, tat ich einen Fehler, den man vor einem Restaurantbesuch tunlichst vermeiden sollte: ich googlete mein Essen.

Yummy, yummy, yummy, you scared the shit out of my tummy.

Wer hätte es gedacht, ein Fisch, der Grumpy Cat wie Hello Kitty aussehen lässt. Allerdings bin ich dagegen, Tiere nach ihrem Niedlichkeitsfaktor als Essen einzustufen und so dachte ich mir, wäre es auch blöd, den Fisch nicht zu bestellen nur weil er hässlich ist (in dem Fall ist Hässlichkeit wahrlich keine Typfrage).

Des weiteren entschied ich mich für Räucherlachs mit Senfeis als Vorspeise und eine Mascarponecreme mit Datteln und Banane als Dessert. Mein Freund bestellte zusätzlich zum Skorpionfisch (keiner konnte bei dem Blick nein sagen) Kalbscarpaccio und ein Schokoküchlein mit zweierlei Schokomousse. Der Fisch kam zusammen mit einer Art Kartoffelgratin, was erst einmal unglaublich einfallslos klingt, aber unbeschreiblich gut geschmeckt hat! Generell war alles sehr, sehr lecker, sogar das Brot, das nebenbei gereicht wurde.

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v.l.n.r.: Vorspeise: Knoblauchbrot mit Räucherlachs und Senfeis / Hauptspeise: Kartoffelgratin mit Filet vom Skorpionfisch / Nachspeise 1: Mascarponecreme mit Bananen und Datteln / Nachspeise 2: Schokoküchlein mit weißer und dunkler Mousse

Der Kellner war im Übrigen sehr freundlich und hat durchgehend englisch mit uns gesprochen. Gutes Essen und ein nettes Ambiente stehen im Restaurant immer an erster Stelle, doch eine unfreundliche Bedienung kann das schlimmstenfalls alles zunichte machen. Allgemein hatten wir das Gefühl, dass das Personal sehr freundlich und professionell war, auch, wenn man uns garantiert angesehen hat, dass wir selten auf diesem Niveau und in dieser Preisklasse essen gehen. Apropos: Für die drei Gänge, eine Flasche Wein, Wasser und zwei Cocktails haben wir in etwa 150€ zusammen bezahlt. Das ist nicht wenig, allerdings war es uns das alle Mal wert, immerhin gehen wir maximal zwei Mal im Jahr in diesem Ausmaß essen.

Um es kurz zu sagen: das L’Opéra ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert für alle, die sich für Design interessieren und etwas Neues ausprobieren möchten, ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Die Preise sind in vielen Restaurants höher als in anderen europäischen Großstädten, allerdings wurde deren Küche auch nicht zum Weltkulturerbe ernannt :)

Hier noch zwei hilfreiche Links:

Homepage des L’Opéra

L’Opéra bei Tripadvisor

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Neues von der Google Suche

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Sitzt ihr manchmal vor dem PC und seid froh, dass niemand sieht, was ihr für einen Quatsch bei Google eingebt? Nun ja, das ist nicht ganz so, denn eine wunderbare Funktion bei WordPress erlaubt es dem Blogger zu sehen, durch welche Suchbegriffe Leute auf seiner Seite gelandet sind (Natürlich anonym. Also für mich. Google fragt sich eventuell schon länger, warum ihr persönlich ständig nach Hunde-Tutus sucht.).
Die meisten Suchanfragen sind so, wie man es bei einem Food/Fitnessblog erwarten könnte: „rezept nudelauflauf“, „high protein müsli“, „konserventhunfisch kalorien“.

Manche Suchanfragen sind dagegen etwas exotischer. Aber seht selbst:

„was ist eine portion spinat“

Alles. Das Gleiche gilt für „1 portion nudel“.

„hilft hanteltraining um busen zu verkleinern“

Nein. Darüber geschrieben habe ich hier und vielleicht bist du ja auch auf diesen Beitrag gestoßen. Kurz gesagt: Die Größe des Drüsen- und Fettgewebes hat nichts mit der Größe oder Straffheit des Brustmuskels zu tun. Wenn du drastisch abnimmst, kann das den Busen schon verkleinern, aber meist gelingt das auch eher durch viel Cardio- und weniger durch Hanteltraining.

„nach bankdrücken atemprobleme“

Vorausgesetzt, du legst die Langhantel nicht auf deinem Brustkorb ab (ich Scherzkeks!), ist das eigentlich nicht normal. Atemprobleme können vor allem im untrainierten Zustand oder bei Asthma vorkommen, aber speziell in Verbindung mit Bankdrücken kenne ich da keinen Zusammenhang…

„nach cheatday angst vor zunahme“

Wenn du nicht eine Cheatweek daraus gemacht hast oder körperliche Dysfunktionen hast, ist es eigentlich sehr unwahrscheinlich, nach einem Cheatday merklich zugenommen zu haben. Eine pauschale Regel ist, dass man für 1 Kilo Gewichtszunahme ca. 7000 Kilokalorien über dem Leistungsumsatz liegen müsste. Meist liegt es vor allem an Wassereinlagerungen, wenn man nach einem Cheatday mehr wiegt.

„französische fisch quark in der dose“

Ich weiß es nicht.

„the rock pfannkuchen“

Wer will David Beckham in Unterwäsche, wenn er Dwayne Johnson mit Pfannkuchen haben kann? Click here.

„proteinriegel am restday?“

Im Grunde ist es ja wurscht, wie man auf sein Kalorienbedarf kommt. Ernährungstechnisch gesehen ist ein Proteinriegel besser als ein Snickers und schlechter als Magerquark mit Obst, egal an welchem Tag ;)

„machen proteinriegel mädchen breit?“

Hm. Zu viele machen definitiv speckig, aber ein Kreuz wie Arnold bekommt man dadurch sicher nicht :)

„godzilla iss dein gemüse“

Erst: Wie bitte?! Dann: Achso.

„wer darf ein cheatday machen“

Manchmal bin ich doof, denn oft will ich direkt auf etwas blöd reagieren, bevor ich überlegt habe, ob es nicht vielleicht doch eine gute Frage ist. Diesmal passiert mir das nicht! Also, im Grunde macht ein Cheatday ja nur dann Sinn, wenn man sich sonst diszipliniert ernährt und zwar mit mit viel Obst, Gemüse, Protein und guten Kohlenhydraten und Fetten. Wer unter einer Essstörung leidet, sollte seinen Ernährungsplan natürlich anders gestalten!

„einen cheat day ausgleichen“

Wie ihr merkt, beziehen sich sehr viele Suchanfragen auf Cheatdays… Für mich funktioniert das Prinzip gut, aber ich habe mich nach einer natürlich nicht perfekten Anlaufphase auch gut damit zurechtgefunden und Leute in meinem Umfeld, die mein Essverhalten immer im Blick haben. Naiv davon ausgehend, dass das selbstverständlich ist, schreibe ich vielleicht manchmal etwas sehr frei über das Thema, das wird mir durch die Suchanfragen, die oft negativ anklingen, bewusst. Wenn ihr merkt, dass sich eure Gedanken nebst der normalen Vorfreude nur noch um die Fresserei am Sonntag drehen und ihr euch danach trotzdem furchbar fühlt: lasst es. Genießt den gelegentlichen Pudding nach dem Mittagessen oder die halbe Tüte Salzstangen am Abend und verhindert somit, dass ihr euch im schlimmsten Fall eine Essstörung antrainiert… Zur Suchanfrage selber: ein Cheatday ist nicht zum ausgleichen da. Er ist ein Bonus. Mehr dazu auch hier.

„kriege meine poledancestange nicht aufgebaut“

Dazu kann ich nicht viel sagen, außer, dass ich da definitv der falsche Ansprechpartner bin :D

„abends 2 stücke pute ok“

Ja, auch mehr als das…

„krafttraining mit silikonbrüsten“

Auch eine Suchanfrage, die erstmal zum Blödsein verleitet (Brüste!!), dann aber wiederrum gar nicht mal so dumm ist. Schließlich habe ich genau das auch schon mal im Internet gesucht :D Und zwar war ich neugierig, wie sich das wohl miteinander verträgt – können diese Frauen Brusttraining wie vor der OP machen? Müssen die Implantate vor den Brustmuskel gesetzt werden, weil sie sonst gequetscht werden? Fällt zur Schonung da nicht total viel Trainingszeit weg nach der OP? Antworten hab ich zum Beispiel hier gefunden. Und nein, bei mir bleibt alles wie es ist ;)

„kann man mit 5 korn flocken muskeln aufbauen“

Getreide hat auf jeden Fall einen guten Anteil an pflanzlichem Eiweiß, für den Muskelaufbau braucht man aber definitv mehr als nur das :)

„staedttrip kalorienverbrauch“

Diese Suchanfrage trifft sich gut, denn in genau einem Monat bin ich in Barcelona und bin mir sicher, dass ich definitv nicht ins Kaloriendefizit rutschen werde, egal, wie viel ich zu Fuß erkunde! :D

„wie viel wasser ziehen cheatday“

1000.

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5. „ich habe die halb gurk essen die andere hälfte im kühlschrank kann iches noch essen“

Erstmal tut es mir leid für dich, dass du deine Frage so ausführlich formuliert hast und dann doch auf meiner Seite gelandet bist, die dir garantiert keine Antwort darauf gegeben hat… Also ich packe immer halbe Gurken in den Kühlschrank und esse sie Tage später. Ähnlich kann man es übrigens auch mit Bananen machen: die komplette Banane halbieren, das Ende der einen Hälfte in Frischhaltefolie wickeln, am nächsten Tag 5mm davon abschneiden und schälen :)

4. „was sagt detlef zu haferflocken zum frühstück“

Erst dachte ich mir: Welcher Detlef? Dann fiel mir ein, dass Detlef „D!“ Soost (ihr wisst schon: PAM PAM PAM!) da so ein Programm am Start hat. Ich kenne mich damit nicht aus und bin daher voller Unsympathie dieser Person gegenüber davon ausgegangen, dass er wahrscheinlich nichts Gutes zu Haferflocken sagt. Der Artikel von Amelie hat mir dann aber doch die Hoffnung gegeben, dass sich nicht alle Diätprogramme auf das Ausmerzen von Kohlenhydraten konzentrieren.

3. „wie bearbeite.ich.mit picsart mein mund weg?“

Tja, was sagste dazu. Zufällig kann ich dir weiterhelfen, denn unliebsame Krümel auf Essensfotos wegzubekommen ist nicht anders: Foto öffnen, auf Tools gehen und dann das Clone-Werkzeug auswählen. Auf die Haut nahe des Mundes klicken und diesen Punkt verteilt über deinen Mund legen. Ggf. die Opazität ändern bis es gleichmäßig ist. Viel Erfolg! Und denke dran, dass du deinem Onlinedate nicht für immer Vorgaukeln kannst, dass du keinen Mund hast.

2. „die hantel ist immer für einen da“

Endlich mal jemand, der was Positives loszuwerden hat! Ich rate dir allerdings zur Vorsicht: meine Hantel war nicht für mich da, nachdem sie mir aus der Hand gefallen ist und eine Macke in meinen Laminatboden gehauen hat und auch dann nicht, nachdem sie mir beim Über-Kopf-Trizeps-drücken im Nacken gelandet ist.

1. „ich hasse menschen mit zwei gesichtern“

Ich habe es mir bei den anderen Suchanfragen verkniffen, jetzt muss es aber sein:
What. The. Fuck. Mein Freund und ich waren so perplex, dass wir diesen Satz tatsächlich selber bei Google eingeben haben und geschaut haben, wie lange man wohl suchen muss, um mit dieser Eingabe auf diesen Blog zu kommen. Nach 20 Seiten haben wir aufgegeben. Das wundert mich nicht, denn soweit ich weiß, habe ich nicht mal das Wort „hassen“ irgendwo verwendet… verrückt. Zu der suchenden Person: es ist doch schön, wenn jeder Vollhorst auch mal ein wahres Goldstück sein kann.

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FIBO 2014

Gerne hätte ich euch diesen Bericht direkt am Montag geliefert, jedoch nimmt mein Uni-Blockseminar mehr Zeit in Anspruch als gedacht (dabei wurden die Geißelungen bisher noch nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt).
Nun freue ich mich aber, ein wenig Zeit zu haben, um meine Erlebnisse in Worte zu fassen und euch meine Eindrücke zu schildern! Dabei hat das Wort FIBO bei mir nicht immer Begeisterungsstürme ausgelöst.

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Denn die ersten Jahre, in denen ich mit dieser Messe zu tun hatte, waren geprägt von Verlustängsten – meine Mutter ist und war Fitnesstrainerin und FIBO hieß vier Tage ohne Mama, die bestenfalls bei McDonald’s verbracht wurden, da niemand zum Kochen da war. Aber ich will euch jetzt auch nicht mit meiner Kindheit langweilen, wir wissen ja, dass aus mir ein starkes Mädel geworden ist.

Dieses Jahr fand die FIBO zum 29. Mal statt, abermals in Köln. Bis vor zwei Jahren diente noch die Essener Messe Gruga als Veranstaltungsort, was für mich natürlich ein Katzensprung gewesen wäre, schließlich ist Essen meine Wahlheimat. Damals drehte sich allerdings noch alles um Jungs, Pferde und Mädchenbands (ja okay, nicht wirklich) und Fitnessmessen wurden von mir noch mit einem Schulterzucken abgetan. Aber ich will nicht jammern, denn wenn ich bei Instagram sehe, wie viele ein Hotel buchen mussten, um überhaupt Zeit auf der FIBO verbringen zu können, sind die fünfzig Minuten Fahrt immer noch ein Klacks.

Viele haben es wahrscheinlich schon von euch mitbekommen, die Messe war dieses Jahr bereits im Vorraus ausverkauft. Als ich mich um Karten kümmerte, war der Samstag bereits schon vergriffen, der Sonntag zum Glück aber noch verfügbar. Der Grund dafür soll gewesen sein, dass die Veranstalter dieses Jahr einen zu großen Ansturm verhindern wollten. Ich habe keine Erfahrungen mit den letzten Jahren, muss aber sagen, dass es wirklich sehr angenehm war, sich durch die Hallen zu bewegen (selbst durch die Supplements-Halle und da sind die Besucher ja nun mal oft etwas platzeinehmender). Ich kann aber auch den Unmut derer verstehen, die kein Ticket bekommen haben. Zwei Tage für Privatbesucher sind tatsächlich etwas wenig. Ich bin gespannt, wie das Ganze nächstes Jahr ablaufen wird.

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Am Sonntag sind mein Freund und ich sehr früh losgefahren und waren gegen halb 10 an der Messe. Nach einem anfänglichen Schock (10€ Parkgebühr, WTF??) gings auf direktem Weg in Halle 10, der Haupthalle der FIBO Power-Sektion und Mekka aller Bodybuildingfreunde. Dort waren hauptsächlich Sportnahrungshersteller zu finden, die ihre Pulver, imageRiegel und Pfannkuchenmischungen unter das Pumpervolk bringen wollten. Das Angebot war enorm, Gratisproben und tatsächlich niedrige Messepreise waren jedoch eher die Seltenheit. Was mich hauptsächlich freute, war, dass es so einfach war, sich mit verschiedenen Produkten einzudecken, ohne eine Riesenbestellung im Internet aufgeben zu müssen (denn wer will sich schon nur zum Probieren direkt mit  einer 12er Box Oh Yeah- oder Questbar-Riegel eindecken?).image

Zusätzlich hatte man die Möglichkeit, sich mit einigen Bodybuildern am Stand ihrer Sponsoren fotografieren zu lassen. Im Grunde bin ich viel zu schüchtern für so etwas, irgendwann hatte mich mein Freund dann aber doch überredet, es zu tun ;) Was Männer und Bodybuilding angeht, geht mein Interesse gegen 0 (aber es ist gut, dass ihr was für eure Gesundheit tut, Jungs!), manche Kraftsportfrauen bewunder ich aber doch sehr und so wollte ich zumindest zusammen mit Mirjam Rodrigues da Silva und Valeria Ammirato posieren. Alina Andrews, die zusammen mit Mirjam bei SanNutrition stand, gesellte sich noch hinzu und so habe ich drei nette neue Bekanntschaften gemacht an dem Tag :) Im Übrigen schien es für die Mädels genauso nett gewesen zu sein, zumindest wirkten sie doch sehr erfreut, dass zur Abwechslung mal eine Frau auf sie zuging…

Nebenbei gab es auch einige Wettkämpfe wie Armwars, Strongman und die Bikini Competition zu sehen. Letztere hatte ich mir auf meinem Zeitplan vermerkt, der Rest kam eher zufällig zustande, so auch die Autogrammstunde mit Lennox Lewis. Trotz großer Schwärmerei zu Teeniezeiten beließ ich es aber bei einem unscharfen Foto.

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… denn ich hatte Hunger. Entgegen meiner Erwartungen gingen die FIBO-Veranstalter nicht davon aus, dass alle Besucher am Sonntag Cheatday haben, sondern haben das Angebot an den Imbissständen und Restaurants meines Erachtens imagesehr gut auf die Vorlieben von Sportlern abgestimmt. So gab es viele eiweißhaltige und kohlenhydratarme Gerichte wie gegrillten Lachs, Hähnchenfleisch auf Couscoussalat oder, wie auf meinem Teller zu sehen, mediterranen Nudelsalat mit Frikadelle. Vegane Speisen waren ebenfalls auf dem Menüplan zu finden.

Nach dem Essen schauten wir uns den Rest der Messe an. Die anderen Hallen waren schwerpunkttechnisch eher an Functional Training, spielerischen Sportarten und Wellness orientiert. Es ist einfach unglaublich, was es für verschiedene Möglichkeiten gibt, sich sportlich zu betätigen! Schade, dass ich ein ziemlicher Trottel bin, was Koordination angeht. Und dass sich unser Parkettboden sehr wahrscheinlich nicht gut mit einer Pole Dance Stange verträgt.

Nach der Power-Abteilung ließen wir es relativ locker angehen und schauten uns daher nicht alles im Detail an. Alles war interessant anzusehen, die einzige Halle, die uns dann aber noch so richtig mit in den Bann ziehen konnte, war die mit den Studio-Geräten. Ich war natürlich ziemlich fasziniert von den Möglichkeiten, die die Geräte bieten konnten, schließlich trainiere ich ja ausschließlich zuhause. Das ist zwar nicht uneffektiv (wäre ja auch sehr blöd von mir), allerdings sehr viel unluxuriöser und weniger raffiniert als das Training an den High-Tech-Innovationen. Interessant fand ich vor allem die Hersteller X-Force und Freemotion. Wer weiß… vielleicht… irgendwann, wenn ich voll verdiene… werde ich mich eventuell doch noch in einem Fitnessstudio anmelden :)

imageNach etwa fünf Stunden begaben wir uns zum Parkplatz und, oh Wunder, unser Auto war trotz der 10€ Parkgebühr immer noch ungeputzt. Trotzdem waren wir froh, mit dem Auto gekommen zu sein, denn nach so viel Lauferei war es ein Segen, nicht noch mit der Bahn zurück zu müssen, zumal das vorhergesagte Chaos auf dem Parkplatz und dem Weg zur Autobahn ausblieb. Mitgenommen haben wir drei volle Tüten, die mich fühlen ließen, als sei ich die Carrie Bradshaw der Pumperszene. Den Inhalt der Tüten seht ihr im rechten Bild: vor allem Riegel, Shakes und Pulver haben es mit in mein Zuhause geschafft, teils geschenkt, meist jedoch gekauft. Die Testberichte dazu werden selbstverständlich in der nächsten Zeit folgen :)

Es war meine erste FIBO und ich muss sagen, dass ich trotz großer Erwartungen nicht enttäuscht wurde. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass mein Weider Whey Pulver mehr als 1,50€ günstiger gewesen wäre im Vergleich zum Normalpreis und auch über ein paar Gratisproben mehr hätte ich mich gefreut, aber dass die wirklichen Messeschnäppchen der Vergangenheit angehören, ist ja kein Geheimnis. Trotz der typischen Bodybuilding-Negativbeispiele war die Atmosphäre so toll, dass ich mich richtig wohl gefühlt habe. Es war schön, an einem Ort zu sein, wo sich alles um mein Hobby dreht und Sportlerinnen, die meinem Ideal sehr nahe kommen, anzutreffen waren.

Nächstes Jahr bin ich definitv wieder dabei! :)

Vielen Dank fürs Lesen!

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Cheat happens.

Achtung, es folgt ein laaanger Post. Aber erst zeige ich euch mein heutiges Abendessen:

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Wenn ihr schon länger mitlest, wisst ihr ja, dass ich einmal in der Woche kulinarisch auf die Pauke haue. Dann wird nichts abgewogen (zumindest nicht, um den Nährwert zu ermitteln), nicht auf Low Carb am Abend geachtet und keine einzige gesättigte Fettsäure vom Tellerrand gestoßen. Gerichte, die an solchen Tagen entstehen, habe ich in die Kategorie Treatmeal gepackt. Hier erkläre ich auch kurz, warum ich diesen Begriff anstelle von Cheatmeal gewählt habe.

Heute möchte ich mehr zu dem Thema schreiben, weil es diesbezüglich viele Unsicherheiten gibt und es mich auch selber interessiert, wie andere Leute es handhaben. Ich habe keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ausbildung, ich kann also nur aus meiner Sicht erzählen und das ist die eines 26jährigen, gesunden Mädels, welches 6 Mal die Woche Sport treibt. So wie ich es handhabe, funktioniert es gut für mich. Wenn ihr Übergewicht habt und abnehmen wollt, eine Stoffwechsel- oder Schilddrüsenerkrankung habt oder euer Hormonhaushalt aus den Fugen geraten ist, dann solltet ihr das Thema sehr wahrscheinlich anders angehen und jemandem vertrauen, der in dem Bereich qualifiziert ist!

So, nachdem ich jegliche Verantwortung abgelegt habe, kann es dann ja losgehen :D In diesem Artikel nenne ich das Kind wieder beim ursprünglichen Namen, nämlich Cheatmeal/Cheatday, einfach, damit es eindeutiger ist. Zugegebenermaßen bin ich auch nicht ganz glücklich mit dem Begriff Treatmeal und dankbar für jeden, der einen besseren Vorschlag hat.

Cheatday wird der Tag in der Woche genannt, an dem ernährungstechnisch alle Fünfe gerade gelassen werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Rest der Woche wirklich diszipliniert und gesund is(s)t, denn warum sollte man sonst cheaten (=schummeln)? Manche machen aus dem Cheatday auch nur ein Cheatmeal, also nur eine Mahlzeit in der Woche, die da ist, um Gelüste zu stillen und die nicht unbedingt in den Ernährungsplan passt. Auch ich habe versucht, das Ganze nicht ausufern zu lassen und mir beispielsweise nur eine Pizza am Wochenende bestellt. Ich merkte aber irgendwann, dass das für mich noch schwieriger war, als komplett gesund zu leben, denn plötzlich war ich im „Flow“, naschte immer weiter und hatte im Nachhinein ein schlechtes Gewissen, weil ich mir doch vorgenommen hatte, nur die Pizza zu essen. Seitdem räume ich einen ganzen Tag dafür ein und muss sagen, dass es keinerlei Auswirkungen auf mein Gewicht hat, obwohl es sich um eine wirklich hohe Anzahl von Kalorien handelt (ich will hier nicht damit angeben, wie viel ich essen kann… aber was bringt es, wenn ihr denkt, ich halte ein halbes Snickers für ein Cheatmeal und staune, dass ich nicht zunehme?). Findet einfach raus, wie es für euch, eure Ziele und Befindlichkeiten am besten ist. Ich bin mir bewusst, dass es mit ansteigendem Alter oder gewissen genetischen Voraussetzungen nicht so einfach ist. Trotzdem halte ich einen Cheatday für sinnvoll, nämlich aus folgenden Gründen:

Für den Kopf

Clean Eating halte ich für eine gute Sache. Aber wie heißt es so schön – „Everything in moderation, even moderation“. Für mich ist es einfacher, mich unter der Woche gesund zu ernähren und mich dann am Wochenende auszutoben. Jeden Tag ein bisschen zu naschen würde mich direkt wieder in so einen „Flow“ bringen und ich hätte Lust auf mehr und mehr und mehr. Vollkommen auf Ungesundes zu verzichten ginge allerdings auch nicht, denn dann würde ich unkontrollierten Heißhungergelüsten nachgeben und mich hinterher fragen, was ich da eigentlich gemacht habe. Man könnte sagen, Cheatdays halten mich bei der Stange. Und zeigen mir auch jedes Mal, wieviel besser es für mich ist, dass ich mich sonst gesund ernähre, denn ich werde mir den negativen Auswirkungen von ungesunden Lebensmitteln wie Trägheit oder einem schweren Gefühl im Magen einfach immer wieder bewusst.

Für den Körper

Wie schnell wir zu- und abnehmen hängt ganz entscheidend vom Stoffwechsel ab. Bestes Beispiel ist der Jojo-Effekt: drosseln wir unsere Kalorienzufuhr sehr stark, so nehmen wir anfänglich auch sehr viel ab – der Stoffwechsel stellt sich aber darauf ein und verarbeitet die Prozesse langsamer als zuvor. Dadurch stagniert die Gewichtsabnahme und schlimmstenfalls wiegt man sogar mehr als zu Beginn der Diät. Will man also abnehmen, ist es wichtig, den Stoffwechsel immer wieder anzuspornen. Ernährt man sich durchschnittlich gesund und seinem Tagesumsatz an Energie entsprechend, muss man keinen Cheatday einschieben. Macht man aber nebenbei viel Sport, so kann die Kalorienzufuhr unter dem benötigten Leistungsumsatz liegen, ohne dass man es bemerkt. In dem Fall kann ein Cheatday ebenfalls hilfreich sein.

Für das Sozialleben

Mit dem Essen verhält es sich ein bisschen so wie mit Alkohol – ich kann auch ohne Bier und Wein Spaß auf einer Party haben und muss ebenso wenig beim gemeinschaftlichen Grillen jede Wurst und jeden Salat probieren. Manchmal macht es aber eben schon einen Unterschied, ob man mit Freunden nur eben spazieren geht oder gemeinsam beim Italiener sitzt und es sich bei einem lecker angerichteten Teller Pasta gut gehen lässt. Essen ist eben auch Sinnlichkeit, etwas, was Menschen aneinanderknüpft. Jemanden auf einen Kaffee einzuladen ist eine vertrauensvolle Geste und das gemeinsame zu-Abend-essen etwas, was verbindet. Wenn man gerade abnimmt, bekommt man von seinem Umfeld hoffentlich Unterstützung und daher nicht eine Einladung nach der anderen. Man sollte aber auch abwägen, ob es nicht manchmal einfach schöner ist, auf das Glas Wasser und den Gartensalat zu verzichten und etwas zu bestellen, wonach einem in dem Moment wirklich ist.

Für das Hobby

Ich koche und backe sehr gerne und stoße oft auch auf deftige und süße Rezepte, die absolut gar nichts mit gesunder Ernährung zu tun haben, die ich aber unbedingt mal ausprobieren möchte. Okay, mein heutiges Cheatmeal dient zugegebenermaßen als schlechtes Beispiel, aber ich war alleine zuhause und hatte seit mindestens einem Jahr keinen Ofenkäse ;) Ich liebe es vor allem beim Backen reichlich Zucker und Butter zu verwenden und mir sicher sein zu können, dass wenn ich technisch nichts falsch gemacht habe, das Gebäck zu 99% einfach großartig schmecken wird – das ist bei Experimenten ohne Zucker und Fett nicht immer der Fall. Ich möchte beim Kochen und dem Umgang mit Lebensmitteln noch sehr viel lernen, egal ob es darum geht, Weinsorten zu unterscheiden, einen Thanksgiving-Truthahn zuzubereiten oder meinem Kind irgendwann einfach die abgefahrenste Geburtstagstorte ever zu zaubern – und dafür muss ich mich nunmal auch an die scharfen Geschütze trauen :)

Im Grunde geht es beim Cheatday darum, sich mal nicht um alles Sorgen zu machen. Manches solltet ihr aber trotzdem beachten:

  • Viele Bodybuilder halten es für sinnvoll, auf einen Durchschnittskalorienwert zu achten, um den Stoffwechsel anzuspornen – Beispiel: heute 2000 Kalorien, morgen 2200 Kalorien = Durchschnittswert 2100. Einen Cheatday sollte man aber nicht dadurch ausgleichen, dass man einen Tag davor oder danach (oder womöglich sogar mehrere Tage) hungert. Dieser Tag ist ein Bonus, weswegen man sich an anderen Tagen nichts klauen und womöglich seinen Körper schaden soll.
  • Apropos Bonus: wenn ihr euch den langersehnten Eisbecher gönnt und euch in dem Moment freut wie ein kleines Kind, dann sitzt nicht später vor dem leeren Becher und redet euch ein schlechtes Gewissen ein. Genuss ist menschlich und verdient, vor allem, wenn ihr sonst auf eine gute Ernährung achtet. Auch wenn es dann eben noch ein Eisbecher mehr geworden ist.
  • Freut euch nicht zu früh – ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Essen nur halb so gut schmeckt, wenn ich es schon zwanzig Mal in Gedanken vorgekaut habe. Bereitet euch auch an den anderen Tagen Mahlzeiten zu, auf die ihr euch freut, z.B. ein Müsli mit frischem Obst und Zartbitterraspeln, ein herzhaftes Omelett oder einen Salat mit einem besonderen Käse. Das Cheatmeal sollte nicht zum Highlight des Tages oder vielleicht sogar der ganzen Woche werden, es sei denn, es findet in einem besonderen Rahmen, z.B. einer Essenseinladung von Freunden, statt.
  • Geht nicht am Cheatday einkaufen. Die Erfahrung habe ich erst vor zwei Wochen gemacht,  als mein Freund und ich an genau dem Tag im Supermarkt standen und uns verhalten haben wie zwei 10jährige im Disneystore. Von dem Einkauf hätten wir 4 Tage cheaten können.
  • Das wäre allerdings auch kein Weltuntergang gewesen. Manchmal ist es eben so, dass Freitag die beste Freundin zum Sushiessen, am Samstag der Arbeitskollege zum Cocktailtrinken und am Sonntag die Eltern zu Kaffee & Kuchen einladen. Deswegen sollte man aber niemanden vertrösten oder diszipliniert und dafür totunglücklich vor seinem unangetasteten Stück Bienenstich sitzen. Augen zu und YOLO.
  • Stellt euch nicht am nächsten Morgen auf die Waage. Die Plauze ist vielleicht verschwunden, aber das Essen ja immer noch nicht… aus eurem System. Außerdem habt ihr unter Umständen einiges an Wasser eingelagert, vor allem, wenn ihr salzreiche Lebensmittel gegessen habt.
  • Versucht trotzdem, ein paar Vitamine und Mineralstoffe zu euch zu nehmen. Euer Körper regeneriert sich auch am Cheatday und weiß ein bisschen Unterstützung zu schätzen.
  • Falls ihr nicht Nein sagen konntet und euer Bauch spannt und schmerzt, trinkt viel Wasser (ohne Kohlensäure!) oder Kräutertee. Vermeidet es, Schmerztabletten für etwas zu nehmen, meist reizen diese die Magenschleimhaut nämlich zusätzlich (vor allem Ibuprofen).
  • Wenn ihr viel und gerne Sport treibt, solltet ihr immer mindestens einen Ruhetag in der Woche einbauen, an dem euer Körper Kraft sammeln kann. An dem Tag habt ihr natürlich einen geringeren Leistungsumsatz, weswegen ihr Cheatday und Restday möglichst nicht auf den selben Tag legen solltet. Manchmal geht es natürlich nicht anders. Ich stehe auch nicht an einem Sonntag um 6Uhr auf, um vor dem Zoo noch eine Runde joggen zu gehen.
  • Macht es auch aber auch nicht anders rum und so ähnlich wie bei Punkt 1, indem ihr am Cheatday plötzlich 2 Stunden Ausdauertraining macht, weil ihr Angst vor den Kalorien habt. Schließlich machen wir den Cheatday ja nicht nur zum Spaß! Wir wollen ja Stoffwechsel und mentales Durchhaltevermögen antreiben und wo kommen wir denn ohne das Kalorienplus und das entspannte Butter-aufs-Brot-Schmieren hin?
  • Genießt das Essen in vollen Zügen und macht nicht noch 10 andere Dinge nebenbei. So eine Pizza Supreme ist schneller weggeatmet als man denkt. Es sei denn, ihr nehmt euch einen Filmabend mit einer großen Schale Popcorn und Chips vor, das hat natürlich nochmal einen ganz anderen Charme :)

So. Wer gehofft hat, dass am Ende ein Fazit kommt, damit er sich nicht durch den kompletten Post quälen muss – bittesehr:

Und jetzt stelle ich mir meine Overnight Oats für morgen früh in den Kühlschrank.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Hintern hoch, es geht los

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Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch an meinen Neujahrsvorsatz, öfter laufen zu gehen. Das letzte Mal war im September oder Oktober, also schon ein gutes halbes Jahr her! Grund dafür war ganz lapidar die Kälte, auch wenn der Winter recht mild war. Komischerweise kann ich mich eher zum Joggen motivieren, wenn draußen Temperaturen um die 28° sind, als wenn das Thermometer nur bis kurz über 0 steigt, daher habe ich mein Cardioprogramm über den Winter hinweg auf den heimischen Gerätschaften absolviert.

Nun wo ich mich über die ersten Hyazinthen in meiner Wohnung freue und die Sonne etwas öfter zum Vorschein kommt, muss ich mir eingestehen, dass es an der Zeit ist, den Heimtrainer wieder öfter durch die Laufschuhe zu ersetzen. Zwar habe ich es schon vermisst, ein bisschen Frischluft beim Sport zu schnuppern, allerdings habe ich in letzter Zeit schnell Atemprobleme bei Belastungsspitzen und war mir sicher, dass meine zimperlichen Knöchel auch wieder alles andere als begeistert von meiner Idee sein würden. Trotzdem schnallte ich mir Donnerstagmorgen mutig mein Hüfttäschchen um (obwohl ich in der 6. Klasse schwor, diese Dinger nie wieder zu tragen), schnappte mir meine Kopfhörer und nahm mir vor, es dafür etwas langsamer angehen zu lassen. Bevor es los ging, schmiss ich meine Spotify-Playliste sowie Runtastic an und stellte meinen Timer auf 22 Minuten – denn anstatt im Kreis zu laufen, drehe ich nach der Hälfte der Zeit einfach wieder um. Das ist für mich die sicherere Variante, da ich so gut wie keinen Orientierungssinn besitze (dazu später mehr).

Was mir zunächst wieder bewusst wurde – mein neues Viertel lädt landschaftlich alles andere als zum Laufen ein. Vorher wohnte ich direkt neben einem Wald und dem Grugapark, lief auf festem Erdboden und begegnete dem ein oder anderen freundlich bellenden Hund. Zwar haben wir nun auch einen kleinen Park in der Nähe, der stellt allerdings wirklich kein schönes Plätzchen Natur dar und bietet hauptsächlich aufgeplatzten Asphalt als Untergrund. Mein optisches Highlight ist die Ruhr, an der ich auch einmal kurz für dieses Foto stehen blieb:

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Der Uferabschnitt ist nicht unbedingt hässlich, es hätte mich allerdings auch nicht gewundert, wenn mich während des Laufens das reichlich ungepflegte Mädchen aus „The Ring“ dort angehalten hätte, um mir Erfrischungen zu reichen.

Kaum war ich ein wenig die Ruhr entlanggetrabt, klingelte auch schon mein Timer und ich kehrte um. Wie gesagt, ich lief den gleichen Weg zurück. Fragt mich nicht wie, aber ich schaffte es tatsächlich,
imagevom Weg, der der gleiche wie der Hinweg war und den ich auch vorher schon 5, 6 Mal gelaufen bin, abzukommen
und lief im Endeffekt fast den kompletten Rückweg eine betonierte Hauptstraße entlang. Bergauf. Ein Traum. Die Route verlängerte sich zudem um 13 Minuten, weswegen das mit dem langsam angehen auch somit erledigt war. Mit Runtastic ließe sich der Moment des Scheiterns gut nachkonstruieren, allerdings reicht mein Orientierungssinn nicht mal dafür aus. Nächstes Mal muss ich also etappenweise Brotkrümel fallen lassen.

Als ich Zuhause mit roter Birne zur Tür rein kam (das habe ich doch irgendwie geschafft), spürte ich, wie meine Beine zu Pudding mutierten, aber auch, dass dieses selige Gefühl eintrat, welches man nur bekommt, wenn man sich gerade richtig verausgabt hat. Die Dusche fühlte sich herrlich an, auch wenn zu dem Zeitpunkt schon abzusehen war, dass ich am nächsten Tag einen mächtigen Muskelkater haben würde. Die Knöchel beschwerten sich zum Glück nicht so stark wie gewohnt, allerdings habe ich diesmal auch auf Intervall-Sprints verzichtet und eher versucht, ein gleichbleibendes Tempo beizubehalten (was bis zu meinem Ausreißer auch ganz gut geklappt hat). Damit konnte ich wohl auch die Atemprobleme verhindern. Das Einzige, was mir körperlich unangenem aufgefallen ist, war ein Schmerz teils abwechselnd, teils gleichzeitig in der vorderen Schultermuskulatur, ähnlich wie Seitenstechen. Den Schmerz kenne ich noch von den ersten Läufen im letzten Jahr und ich hatte auch das Gefühl, dass dieser mit der Zeit wieder verschwand. Vielleicht weiß einer von euch ja um welchen Schmerz es sich handelt? Auch wenn es nichts Schlimmes war, würde mich die Erklärung dafür doch sehr interessieren :) Der Muskelkater hat sich übrigens schon am nächsten Morgen zu erkennen gegeben, vor allem in den Innenschenkeln und an den seitlichen Bauchmuskeln.
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Trotz kleiner Zieperei, partieller Verwirrtheit und der Feststellung, dass Essen nicht nur auf den großen Straßen ein Problem mit Schlaglöchern hat, bin ich happy und hoffe, morgen früh wieder Laufen gehen zu können. Denn auch wenn ich eher ein Freund von Kraftsport als von Cardiotraining bin, ist es einfach schön, erschöpft auf dem Sofa zu liegen und zu wissen, dass man den Schweinehund überlistet hat. Selbst wenn beim gemütlichen Füßehochlegen direkt schon wieder einer zu mir hochgeblickt hat :)

Vielen Dank fürs Lesen!