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Und plötzlich… Fitnessstudio.

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Ein Zitat aus dem Bericht über meinen Besuch bei der FIBO ’14:

Wer weiß… vielleicht… irgendwann, wenn ich voll verdiene… werde ich mich eventuell doch noch in einem Fitnessstudio anmelden :)

Ja, irgendwann… oder eben etwas mehr als einen Monat später (und immer noch broke as f***). Ich bin fortan Mitglied bei der Fitnesskette FitX und das, obwohl ich immer fleißig für fitte Körper ohne Gym eingetreten bin. So kanns gehen.
Nun gut, es hat mich niemand gezwungen und im Grunde war das Ganze auch abzusehen: Kniebeuge konnte ich nur dann machen, wenn mein Freund zuhause war, um mir die Hantel hinten anzureichen (in törichten Momenten habe ich sie vollbeladen über dem Kopf balanciert, das aber schnell sein lassen), die Gewichte wurden zu niedrig (gute Hantelscheiben sind wahrlich kein Schnäppchen) und der Handlungsspielraum zu klein (insgeheim träumte ich von Dipstationen und Beinpressen). Also beschlossen mein Freund und ich uns vergangenes Wochenende für ein Probetraining bei FitX.

Das Studio ist für uns gut mit dem Auto oder Bus zu erreichen und „schlimmstenfalls“ 20 Gehminuten von uns entfernt. Allerdings gibt es noch weitere Studios, vorallem im Ruhrgebiet und vereinzelt im Norden, in denen man zu jeder Zeit an 365 Tagen im Jahr mit seiner Mitgliedskarte trainieren kann. Das Prinzip ist also ähnlich dem von McFit, wobei FitX günstiger ist (15€ statt 19,90€ monatlich) und zusätzlich diverse Kurse anbietet. Zur Ausstattung des Studios gehören eine Trainingsfläche mit verschiedenen Geräten, ein großer Freihantelbereich, ein „Lady Gym“, in dem Frauen ungestört Hanteltraining und andere Übungen machen können, sowie eine Cardiofläche mit allen üblichen Gerätschaften. Zum Kursprogramm zählen unter anderem Zumba, Spinning und Yogilates.

Die Aufmachung des Studios gefällt mir für eine günstige Kette sehr gut, da viel Wert auf ein stimmiges Konzept und eine sinnvolle Aufteilung der Bereiche gelegt wurde. Ich war vor Jahren bereits bei McFit angemeldet und finde das Interieur bei FitX um einiges ansprechender, allerdings kenne ich McFit auch nur aus der Zeit vor der letzten Generalüberholung. Der geringe Monatsbeitrag macht sich zu bestimmten Tageszeiten vor allem am Zulauf (junger) Leute bemerkbar, aber damit muss man meiner Meinung nach eben rechnen, wenn man nicht mehr zahlen möchte. Ein letzter Pluspunkt ist, dass das Duschen und die Getränke kostenlos sind.

Einen Tag nach unserem Probetraining haben wir uns dann im Studio angemeldet. Seitdem habe ich dort zwei Mal Krafttraining gemacht und beide Male einen Muskelkater gehabt, der sich anfühlte, als wäre ich am Vorabend in eine Kneipenschlägerei geraten – demnach war es eine gute Entscheidung ;) In Zukunft habe ich vor, in der Woche drei Mal im Studio und drei Mal zuhause zu trainieren (jeweils zwei Mal Kraft und einmal Cardio). Komplett ins Studio umziehen mag ich nicht, dafür habe ich meine Heimgeräte doch zu lieb gewonnen. Auch wenn die Verlockung, alles rauszuschmeißen und ein Ankleidezimmer reinzusetzen doch sehr groß ist ;)

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Kraftwerk

So, Teller weg, jetzt gehts an die Arbeit! Da ich an anderer Stelle ja schon mal erwähnt hatte, dass ich hauptsächlich zuhause trainiere, möchte ich heute einmal zeigen wie und (das „wie“ findet ihr hier) womit.

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Am Anfang wird der Körper natürlich aufgewärmt und zwar mit dem Ergometer, welches ich für 20€ bei ebay-Kleinanzeigen erworben habe. Zwar ist die Lasche vom rechten Pedal mittlerweile gerissen und die Intervalle müssen per Hand eingestellt werden, dennoch bin ich immer noch sehr zufrieden mit meinem Kauf! Zum Aufwärmen vor dem Krafttraining fahre ich 10 Minuten, wenn ich reines Ausdauertraining mache zwischen 45 und 90 Minuten.

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Viele Übungen mache ich auch auf dem Boden, daher ist die Trainingsmatte unentbehrlich. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Matte dick genug ist. Viele Yogamatten sind für dynamische Bauchübungen ungeeignet, da es aufgrund der geringen Dämpfung für den Rücken schmerzhaft werden kann.

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Diese Dumbells habe ich mir gekauft, als ich mit dem Sport angefangen habe. Damals wollte ich zunächst nur ein paar Kilos abnehmen und habe zusätzlich zum Fahrradfahren Trainingseinheiten von Jillian Michaels absolviert ( s. u.). Erst habe ich die Übungen mit 1,5l Flaschen gemacht, dann habe ich mir über Amazon dieses Hantelset gekauft. Man kann das Gewicht zwischen 1,5 und 2,5kg variieren.

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Das hier sind dann die schweren Geschütze ;) Zum Glück ließ sich alles in den Kellern der Eltern und Schwiegereltern zusammensammeln, denn Gewichte dieser Art sind relativ teuer. Ich habe insgesamt vier verschiedene Verschlüsse für die Kurzhandeln, von denen ich das Schraubgewinde noch am ehesten empfehlen kann, da es die Scheiben auch bei vertikal ausgeführten Übungen noch sehr sicher hält.

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Diese 2kg-Manschetten sind vor allem für Bauch- und Poübungen gut geeignet, da man sie an den Knöcheln befestigen kann. Man kann sie aber auch gut an den Handgelenken anbringen, um Kraft- und Ausdauerübungen anspruchsvoller zu machen. Ich habe die Manschetten bei Decathlon für ca. 15€ gekauft. Soweit ich weiß, gibt es sie auch noch in einer 0,5kg und in einer 1kg Version.

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Die Klimmzugstange ist neu bei uns eingezogen :) Neben der Übung, die ihr den Namen gegeben hat, hoffe ich vor allem, an ihr auch gut Latissimus- und Bauchübungen machen zu können. Ich werde berichten!

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Manche kennen sie als Trainerin der amerikanischen The Biggest Loser Version, andere durch charmante Gifs wie diesem hier:

Wer sich etwas mit der amerikanischen Fitness-Kultur auseinandersetzt, wird von dieser ganz-oder-gar-nicht-friss-oder-stirb-Herangehensweise nicht überrascht sein. Ich kann nachvollziehen, dass dies nicht jedermanns Sache ist, aber zumindest für den Anfang kann ich die ,,30 Day Shred“ DVD sehr empfehlen, da die Übungen von ihrer Komplexität recht einfach sind und man sich kontinuierlich steigern kann. Dennoch sollte man das Ganze auch nicht belächeln, die 20 Minuten pro Level sind wirklich Hardcore-Intervall-Training! Das erste von den drei Levels könnt ihr euch auch auf YouTube angucken.

Ihr seht: auch wenn man im Vergleich zu einer Studio-Mitgliedschaft einiges an Geld spart wenn ihr zuhause trainiert, sollte man schon in gutes Zubehör investieren, wenn man effektiv vor dem heimischen TV-Gerät trainieren möchte.
Die Vorteile:

  • Man kann sich nicht vor dem Training drücken, wenn es eigentlich schon zu spät/zu kalt ist, um zum Studio zu gehen.
  • Niemand belegt das Gerät oder die Gewichte, wenn man diese selber gerne benutzen würde.
  • Toilette und Dusche sind in direkter Nähe und im Zustand des persönlichen Hygienestandards ;)
  • Post-Workoutsnacks und -getränke sind sofort nach dem Training verfügbar (Stichwort anaboles Fenster).
  • Man kann sich das Fernsehprogramm selber aussuchen.
  • Es ist garantiert nur mein Schweiß auf den Geräten.

Vielen Dank fürs Durchlesen! :)