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One Whey or another

Der Prozess verläuft meist unbemerkt… erst ist es der bloße Gedanke an die Bikinisaison, die einen schütteln lässt und dazu bringt, mal hier und da ein paar Minuten mehr Sport einzubringen. Dann sieht man ein, dass das ohne Gewichtstraining nicht viel wird mit der Definition und greift zu den 1,5l Flaschen. Daraus werden irgendwann Hanteln. Schwerere Hanteln. So schwer, dass man nicht herum kommt, sich schonende Trainingshandschuhe zu kaufen. Und Ruckzuck ist man ein Mensch, der so viele Sport-Pülverchen im Küchenschrank stehen hat wie Enie van de Meiklokjes Backzutaten.

imageDie Auswahl an Supplements ist riesig und bedient alle Ausgangs- und Wunschfaktoren, egal ob Langläufer, 2m Muskelkoloss oder 1,60m Bikini-Competition-Anwärterin. Das bedeutet, dass jeder im Grunde fündig werden kann, aber eben auch die Qual der Wahl hat. Zum Glück gibt es ja einige nützliche Zeitschriften und Internetseiten, die einem bei der Entscheidung weiterhelfen können. Ich möchte heute drei verschiedene Nahrungsergänzungsmittel vorstellen, die ich mir im Laufe der Zeit  zugelegt habe und die bei den meisten Kraftsportlern zu finden sind: Whey Pulver, Casein Pulver und einen Trainingsbooster.

Im Grunde nimmt fast jeder, der nicht gerade eine Laktoseunverträglichkeit hat oder sich vegan ernährt, täglich Casein zu sich, denn dies ist das Protein, welches in allen verbreiteten Milchprodukten wie Käse, Quark und Joghurt zu finden ist. Casein gilt als ‚langsames‘ Protein, da es, gemessen am Aminosäurenspiegel im Blut, erst nach 3 – 4 Stunden seine volle Wirkung entfaltet. Dementsprechend ist es das „falsche“ Protein für den Post-Workout-Shake, da das anabole Fenster, in dem der Körper besonders aufnahmefähig für Nährstoffe ist, für nur etwa 30 Minuten besteht. Trotzdem erfüllt Casein einen wichtigen Zweck, denn dadurch, dass es den Körper langsam, aber stetig mit Eiweiß versorgt, verhindert es den Muskelabbau. Aufgrund dessen, dass der Körper nicht während des Trainings, sondern bis zu 48 Stunden danach mit der Regeneration der Muskulatur beschäftigt ist, ist es wichtig, regelmäßig ‚langsames‘ Protein zu sich zu nehmen. Auf welche Weise man das macht, entscheidet jeder für sich selbst. Ich persönlich ziehe eine Schüssel Magerquark mit Früchten als Caseinquelle einem Shake vor, allerdings lässt sich das Pulver auch sehr gut in Speisen wie Protein Pancakes oder Proteinkuchen verarbeiten. Gleichzeitig muss man natürlich bedenken, dass ich es als durchschnittlich große Frau einfach habe, auf mein tägliches Pensum von ca. 120g Eiweiß zu kommen. Ein Bodybuilder mit dem doppelten Bedarf würde sich wohl spätestens nach der 4. Schale Magerquark einen Casein-Shake sehnlichst herbeiwünschen ;) Da ich das Pulver meist nur dazu verwende, um den Eiweißgehalt von Gerichten zu steigern, reicht mir ein günstiges Produkt vollkommen aus. Bisher habe ich immer das von dm genommen und bin zufrieden. Ich habe einige Stimmen gehört, die sagen, dass ihnen das Pulver zu stark verklumpt. In diesem Fall kann ich empfehlen, das Pulver mit einem ausgedienten Milchaufschäumer zu mixen (diese Stäbe, die es immer mal wieder für 5€ gibt), damit  löst sich das Pulver bei mir klumpenfrei auf.

imageWhey wird ebenfalls aus Milch gewonnen, genauer gesagt aus dem Abfallprodukt der Käseproduktion, der Molke. Es ist das genaue Gegenteil von Casein, da die Spitze des Aminosäurenspiegels im Blut bereits nach 20 bis 40 Minuten nach Einnahme erreicht wird. Demnach ist das Molkeprotein ein ’schnelles‘ Protein und versorgt den Körper dann mit Eiweiß, wenn er es am meisten für den Muskelaufbau benötigt. Nach bereits 1 Stunde ist das Wheyprotein vollständig verarbeitet worden. Wer nun denkt, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können, indem er Casein und Whey gleichzeitig einnimmt, tut sich eventuell aber keinen Gefallen. Es wird nämlich angenommen, dass das Casein die Aufnahme des Wheys ebenfalls verlangsamt und beide Proteine somit erst spät in die Blutbahn gelangen. Hierzu gibt es aber verschiedene Standpunkte. Seit ca. einem Jahr nehme ich nun Whey nach dem Training zu mir und ich muss sagen, dass ich seitdem wirklich größere Erfolge habe, als zu der Zeit, wo ich meine Eiweißzufuhr nur aus Caseinpulver und meiner restlichen Ernährung bezogen habe. Im Gegensatz zu dem Casein Pulver achte ich hier auf Markenware, weil ich mir sicher sein will, dass die Nährstoffzusammensetzung qualitativ hochwertig ist. Wer auf der Suche nach einem Pulver ist, der klickt sich am besten durch Bodybuilding-Foren oder Amazon-Rezensionen. Übrigens: wer Eiweißshakes als gesunden Ersatz zu Milchshakes schätzt, könnte von der Konsistenz der Whey Shakes enttäuscht sein, da diese wässriger sind als Casein Shakes. Für die Nährstoffaufnahme im Blut ist es ohnehin besser, den Shake mit Wasser statt mit Milch anzurühren. Neben den Proteinpulvern, die auf Milcheiweiß basieren, gibt es noch eine große Anzahl von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, wie Sojaproteinpulver oder Erbsenproteinpulver. Hiermit habe ich allerdings noch keine Erfahrungen gemacht.

Das letzte Supplement, der Trainingsbooster, ist erst vor kurzem zu mir gestoßen. Lange dachte ich mir auch hier das Gleiche, was ich zum Whey Pulver dachte: zu teuer, zu professionell, zu unnötig für meine Bedürfnisse. Als ich dann aber in der vorletzten LOOX einen Bericht über Trainingsbooster las, war mein Interesse doch plötzlich geweckt. Folgende Vorteile hat Peter Böhm auf seinem Aesthetics-Blog aufgelistet:

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegels
  • Erweiterung der Blutgefäße (Pump)
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • wachmachend
  • stimmungshebend

Kurz: Die Erklärung, warum The Rock das Gefühl verspürt, zu jeder Gelegenheit seinen Mund aufzureißen.

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

  • Kraftsteigerung
  • Erhöhung der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Steigerung des Stickstoffoxydspiegel
  • Erweiterung der Blutgefäße dieser sorgt für einen besseren Pump
  • Verbesserung der Verwertung von Aminosäuren
  • mehr Muskelzuwachs
  • Steigerung des Fokus und der Konzentration auf das Training
  • Verzögerung der Muskelermüdung
  • Erhöhung des Ausstoßes von Noradrenalin
  • Wachmacher
  • stimmungshebend

– See more at: http://www.aesthetics-blog.com/trainingsbooster-legal-und-ohne-risiko/#sthash.OA28KaSk.dpuf

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Die Zusammensetzung der Booster unterscheidet sich von Produkt zu Produkt, gängige Zutaten sind aber Taurin, Beta Alanin und Kreatin. Diese Beigaben sind alle zulässig und keinesfalls mit Steroiden und illegalen Aufputschmitteln gleichzusetzen. Vielmehr ergeben sie zusammen eine Mischung, die wach macht und die Nährstoffaufnahme im Körper optimiert. Ich wollte mich erst mal an das Pulver herantasten und bestellte eine Dose Concentrated Pre Workout von der Firma Bodylab, da dies das günstigste Produkt unter den vier ersten Plätzen des LOOX-Testes war. Wie auf der Dose empfohlen, rühre ich erst einmal nur 5g des Pulvers mit Wasser an und trinke es eine halbe Stunde vor dem Training (man kann bis auf 15g erhöhen). Der Effekt ist bereits nach 10 Minuten zu spüren: ich fühle mich wie nach einer starken Tasse Kaffee, bin sehr motiviert und vertrödele nicht so viel Zeit vor dem Training wie sonst. Auch das Training an sich fühlt sich anders an, ich habe das Gefühl, die Übungen sauberer und präziser auszuführen und das Gewicht länger an der Belastungsspitze der einzelnen Wiederholung halten zu können. Nach der ersten Anwendung hatte ich mächtig Muskelkater im Po, etwas, was mir davor schon länger nicht mehr passiert ist. Natürlich tut sich die Frage auf, inwiefern der Placebo-Effekt eine Rolle spielt. Ich bin aber ehrlich und sage, dass alles, was mir nicht schadet und mir bei einem Motivationstief einen Tritt in den Hintern verpasst, dankbar weiterverwendet wird ;) Zumal die ungewünschten Nebeneffekte eher gering ausfallen, bzw. vom persönlichen Umgang mit dem Pulver abhängen. So kann es sein, dass es ähnlich wie beim Koffein zu einem Gewöhnungseffekt kommen kann und man die Wirkung bei regelmäßiger und stark erhöhter Einnahme kaum noch spürt. Außerdem kann es zu Magenproblemen und Schwindel kommen, wenn man das Mittel überdosiert. Ich bleibe zunächst bei meinen 5g und verwende den Booster auch nur, wenn ich nicht allzu spät Sport treibe, damit ich keine Schlafprobleme bekomme. Ich befinde mich noch am Anfang der Testphase und habe mindestens noch 2 Monate vor mir, bis die Dose aufgebraucht ist. Dann werde ich berichten, ob sich der Trainingsbooster nach meinem Empfinden auch auf den Muskelaufbau ausgewirkt hat.

Die Liste der Supplements ist lang, jedoch finde ich mich mit den drei gängigen Pulvern recht gut ausgestattet. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick gewähren und eventuell auch mit Vorurteilen oder Irrtümern aufräumen. Wer sich weiter in das Thema einlesen möchte, dem kann ich den vollständigen Artikel von Peter Böhm und diesen Artikel auf team-andro.com empfehlen.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Überbackene Kartoffelwedges mit Salsa

Das heutige Treatmeal ist sehr passend für den Abschluss dieser Woche, da ich in einem gesundheitlichen Tief rumdümpelte und vom Arzt zu 7 Tagen Couchpotatodasein verdonnert wurde. Zuvor schnupfte die Nase schon ein gutes Stück rum – doch nachdem ich bei einem vermeintlichen Hoch trotzdem zu den Gewichten griff, anstatt mich auszukurieren, bekam ich meine Quittung und fühlte mich noch schlechter als zuvor.
Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Sportpause körperlich wirklich gebraucht habe, aber einfach fiel es mir nicht. Nicht weil ich so ein großes Bedürfnis nach Bewegung habe und der Typ „Restday ist für mich eine Strafe“ bin, sondern weil ich das Gefühl hatte, in sportlicher und formtechnischer Sicht vor die Hunde zu gehen – und das, obwohl ich immer diejenige bin, die kritisiert, dass alles in der Fitnesswelt zu ernst genommen wird und die Welt nicht untergeht, wenn man mal ein bisschen zuviel gegessen oder nicht perfekt trainiert hat. Auch ich stecke manchmal etwas zu tief in meinen Erwartungen und Verhaltensmustern bezüglich Fitness und das wurde mir in der Woche sehr gut vor Augen geführt.
Übermorgen geht es wieder los. Und wer weiß, vielleicht starte ich ja mit umso mehr Elan und Erfolg durch?
Habt ein schönes Wochenende… und bleibt gesund :)

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Zutaten für 1 Portion:

3-4 mittelgroße Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
Öl
Salz
Pfeffer
Paprikagewürz
Pommes Frites Würzer
1 Handvoll Streukäse

Die Rezept für die Salsa findet ihr hier.

Zubereitung:

1.Die Karloffeln waschen, trocken tupfen und in kleine Spalten schneiden.
2. Die Spalten mit Öl beträufeln und mit Gewürzen einreiben.
3. Die Spalten auf ein Backblech legen (am nebeneinander und in die gleiche Richtung gedreht, damit man später besser sieht, welche Spalten man schon gewendet hat) und für 35-40 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 190° backen. Nach 20 Minuten einmal wenden.
4. In der Zwischenzeit die Salsa zubereiten.
5. Sobald die Wedges von beiden Seiten knusprig braun sind, alle auf einem Teller  verteilen, mit dem Käse bestreuen und nochmal für 5 Minuten bei 150° in den Ofen schieben.
6. Die Salsa auf den Wedges verteilen und servieren.

Keine Nährwertangaben bei Treatmeals!

Guten Appetit!

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Protein-Tassenkuchen-Frikadelle

Protein… Tassen… Wait, what?? Ja, wirklich. Darauf komme ich später zurück.

Beim Kochen ist der Grad zwischen Genie und Wahnsinn oft sehr schmal und hängt wortwörtlich vom persönlichen Geschmack ab. Im  Grunde entscheidet jeder für sich selber, ob er Pizza mit einem Boden aus Dosenthunfisch bombastisch gut oder enorm freaky findet und das drückt sich auch in der Leserschaft eines Blogs aus. Diese vermehrt sich aber auch nicht, indem man auf Nummer Sicher geht und nur über belegtes Toastbrot schreibt. Schwierige Kiste also, wenn man seine Artikel nicht nur für die eigene Archivierung hochlädt, sondern sich freut, wenn diese auch tatsächlich woanders Anklang finden.
Manchmal bekomme ich das Gefühl, dass es vor allem im Fitness-Foodblogbereich immer häufiger darum geht, etwas besonders Ausgefallenes zu kreieren, was gleichzeitig super simpel in der Zubereitung und sehr clean in der Zusammensetzung ist. Bestenfalls ist es hübsch anzusehen, schlimmstenfalls muss es unter Obst und Erdnussbutter begraben werden. Genauso ähnlich ist es bei diesem Traum in Greige gelaufen (merke: kein Essen sollte die Farbe Greige haben, außer, es ist eine Mehl-Teigware):

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Das Rezept habe ich auf Instagram gefunden und weil ich neugierig war und ohnehin alle Zutaten dafür zuhause hatte, habe ich mich mal ans Werk gemacht. Selbstverständlich ist es super einfach: Man mixe 15g Haferflocken mit 15g Proteinpulver, vermengt das Ganze mit 20g Hüttenkäse, etwas Zimt und 1 Eiklar, füllt alles in eine Tasse und stellt diese für 1 Minute bei höchster Stufe in die Mikrowelle.
Heraus kam ein „Kuchen“, der sich sogar stürzen ließ. Das hat also schon mal geklappt. Als ich davon probierte, wünschte ich mir jedoch, ich hätte den Kuchen mit Senf anstelle von Erdnussmus getoppt und ein frisch Gezapftes vor mir stehen und keine Tasse Kaffee. Schade.
Fazit: manchmal ist schlichter Magerquark mit Obst eben doch die bessere Wahl.

Anmerkung: Ich will mich über niemanden lustig machen – einige meiner Gerichte sorgen garantiert auch für den ein oder anderen WTF- Moment. Die gelegentliche Abstrusität  von Fitnessrezepten wurde mir durch diesen „Kuchen“ einfach nur schön vor Augen geführt ;)

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Hintern hoch, es geht los

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Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch an meinen Neujahrsvorsatz, öfter laufen zu gehen. Das letzte Mal war im September oder Oktober, also schon ein gutes halbes Jahr her! Grund dafür war ganz lapidar die Kälte, auch wenn der Winter recht mild war. Komischerweise kann ich mich eher zum Joggen motivieren, wenn draußen Temperaturen um die 28° sind, als wenn das Thermometer nur bis kurz über 0 steigt, daher habe ich mein Cardioprogramm über den Winter hinweg auf den heimischen Gerätschaften absolviert.

Nun wo ich mich über die ersten Hyazinthen in meiner Wohnung freue und die Sonne etwas öfter zum Vorschein kommt, muss ich mir eingestehen, dass es an der Zeit ist, den Heimtrainer wieder öfter durch die Laufschuhe zu ersetzen. Zwar habe ich es schon vermisst, ein bisschen Frischluft beim Sport zu schnuppern, allerdings habe ich in letzter Zeit schnell Atemprobleme bei Belastungsspitzen und war mir sicher, dass meine zimperlichen Knöchel auch wieder alles andere als begeistert von meiner Idee sein würden. Trotzdem schnallte ich mir Donnerstagmorgen mutig mein Hüfttäschchen um (obwohl ich in der 6. Klasse schwor, diese Dinger nie wieder zu tragen), schnappte mir meine Kopfhörer und nahm mir vor, es dafür etwas langsamer angehen zu lassen. Bevor es los ging, schmiss ich meine Spotify-Playliste sowie Runtastic an und stellte meinen Timer auf 22 Minuten – denn anstatt im Kreis zu laufen, drehe ich nach der Hälfte der Zeit einfach wieder um. Das ist für mich die sicherere Variante, da ich so gut wie keinen Orientierungssinn besitze (dazu später mehr).

Was mir zunächst wieder bewusst wurde – mein neues Viertel lädt landschaftlich alles andere als zum Laufen ein. Vorher wohnte ich direkt neben einem Wald und dem Grugapark, lief auf festem Erdboden und begegnete dem ein oder anderen freundlich bellenden Hund. Zwar haben wir nun auch einen kleinen Park in der Nähe, der stellt allerdings wirklich kein schönes Plätzchen Natur dar und bietet hauptsächlich aufgeplatzten Asphalt als Untergrund. Mein optisches Highlight ist die Ruhr, an der ich auch einmal kurz für dieses Foto stehen blieb:

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Der Uferabschnitt ist nicht unbedingt hässlich, es hätte mich allerdings auch nicht gewundert, wenn mich während des Laufens das reichlich ungepflegte Mädchen aus „The Ring“ dort angehalten hätte, um mir Erfrischungen zu reichen.

Kaum war ich ein wenig die Ruhr entlanggetrabt, klingelte auch schon mein Timer und ich kehrte um. Wie gesagt, ich lief den gleichen Weg zurück. Fragt mich nicht wie, aber ich schaffte es tatsächlich,
imagevom Weg, der der gleiche wie der Hinweg war und den ich auch vorher schon 5, 6 Mal gelaufen bin, abzukommen
und lief im Endeffekt fast den kompletten Rückweg eine betonierte Hauptstraße entlang. Bergauf. Ein Traum. Die Route verlängerte sich zudem um 13 Minuten, weswegen das mit dem langsam angehen auch somit erledigt war. Mit Runtastic ließe sich der Moment des Scheiterns gut nachkonstruieren, allerdings reicht mein Orientierungssinn nicht mal dafür aus. Nächstes Mal muss ich also etappenweise Brotkrümel fallen lassen.

Als ich Zuhause mit roter Birne zur Tür rein kam (das habe ich doch irgendwie geschafft), spürte ich, wie meine Beine zu Pudding mutierten, aber auch, dass dieses selige Gefühl eintrat, welches man nur bekommt, wenn man sich gerade richtig verausgabt hat. Die Dusche fühlte sich herrlich an, auch wenn zu dem Zeitpunkt schon abzusehen war, dass ich am nächsten Tag einen mächtigen Muskelkater haben würde. Die Knöchel beschwerten sich zum Glück nicht so stark wie gewohnt, allerdings habe ich diesmal auch auf Intervall-Sprints verzichtet und eher versucht, ein gleichbleibendes Tempo beizubehalten (was bis zu meinem Ausreißer auch ganz gut geklappt hat). Damit konnte ich wohl auch die Atemprobleme verhindern. Das Einzige, was mir körperlich unangenem aufgefallen ist, war ein Schmerz teils abwechselnd, teils gleichzeitig in der vorderen Schultermuskulatur, ähnlich wie Seitenstechen. Den Schmerz kenne ich noch von den ersten Läufen im letzten Jahr und ich hatte auch das Gefühl, dass dieser mit der Zeit wieder verschwand. Vielleicht weiß einer von euch ja um welchen Schmerz es sich handelt? Auch wenn es nichts Schlimmes war, würde mich die Erklärung dafür doch sehr interessieren :) Der Muskelkater hat sich übrigens schon am nächsten Morgen zu erkennen gegeben, vor allem in den Innenschenkeln und an den seitlichen Bauchmuskeln.
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Trotz kleiner Zieperei, partieller Verwirrtheit und der Feststellung, dass Essen nicht nur auf den großen Straßen ein Problem mit Schlaglöchern hat, bin ich happy und hoffe, morgen früh wieder Laufen gehen zu können. Denn auch wenn ich eher ein Freund von Kraftsport als von Cardiotraining bin, ist es einfach schön, erschöpft auf dem Sofa zu liegen und zu wissen, dass man den Schweinehund überlistet hat. Selbst wenn beim gemütlichen Füßehochlegen direkt schon wieder einer zu mir hochgeblickt hat :)

Vielen Dank fürs Lesen!

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siebzigzudreißig

Eine Regel besagt, dass das Aussehen eines Körpers zu 70% durch die Ernährung und nur zu 30% durch sportliche Betätigung bestimmt wird (Genetik mal außen vor). Zwar gibt es von Mensch zu Mensch Unterschiede, wenn man sich  allerdings seine Gedanken zu dem Thema macht, ist die Aussage gar nicht mal so weit hergeholt. Zum Einen wird der Kalorienverbrauch durch Sport oftmals überschätzt. Beispiel: Eine Stunde Joggen verbraucht in der Regel 500 – 600 Kalorien. Den gleichen Energiewert hat ein durchschnittlich belegter Burger. Greift man ansonsten auch beherzt zu, ohne auf die Nährwerte zu achten, so liegt man ziemlich fix über seinem Leistungsumsatz (Kaloriengrundverbrauch + die zusätzliche Energie, die für Bewegung und Verstoffwechselung gebraucht wird), was zur Folge hat, dass der Körper auf lange Sicht gesehen vermehrt Fett einlagert.

Punkt 2 knüpft direkt hier an – zwar kann man auch mit gesunder Ernährung auf einen Kalorienüberschuss kommen, bei hochwertigen Lebensmitteln wird allerdings mehr genährt als nur die Fettzellen. Die Zellteilung wird beschleunigt, das Muskelwachstum angeregt und der Kreislauf arbeitet besser mit. Kalorien sind deswegen nicht gleich Kalorien und ein Körper, der wenig und gleichzeitig „leere“ Kalorien zu sich nimmt, nicht zwangsläufig fitter und schlanker als ein Körper, der sich von vielen und dafür brauchbaren Kalorien ernährt.

Das Stichwort ist hier Clean Eating, ein Begriff der wie so oft aus den USA zu uns rübergeschwappt ist. Clean Eating ist mehr als nur eine gesunde Ernährungsweise, es bedeutet, gänzlich auf Nahrungsmittel natürlichen Ursprungs zurückzugreifen, auf chemische Zusätze sowie Zucker zu verzichten und stark verarbeitete Lebensmittel wie helle Nudeln und Weißmehl zu meiden. Ursprung des Gedanken ist, dass der Körper künstliche oder im hohen Ausmaß modifizierte Zutaten nicht korrekt zu verarbeiten weiß und mit Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Entzündungen und anderen negativen Reaktionen auf sie reagiert.

In den USA herrscht seit Längerem bereits ein regelrechter Hype um das Clean Eating inklusive Detox-Smoothies, zu „Superfoods“ erkorenen Lebensmitteln und dem bei uns oftmals hinterlassenen Eindruck, als könnten die Themen Fitness und Ernährung in den Staaten sich nicht davor retten, in ein Extrem abzurutschen. Wenn dieser Hype/Trend dazu führt, dass Leute sich mehr mit Lebensmitteln und deren Auswirkungen beschäftigen, dann ist das eindeutig eine gute Sache (ich wäre sonst vielleicht auch nicht auf Quinoa und Chiasamen gestoßen), aber man sollte es auf jeden Fall nicht so weit treiben, dass man sich das Leben dadurch schwerer macht, als es ohnehin schon ist.

Ich versuche, hauptsächlich natürliche Lebensmittel zu verwenden und suche bei einem Fertigprodukt wie Grillsoßen auch schon mal länger bis ich ein Etikett ohne E-Nummer gefunden habe, kann aber bei einem 11-Stunden-Arbeitstag nicht auf meine 1,5l Light-Cola verzichten und fahre auch nicht für schwer zu besorgende Produkte, die nur einmalig verwendet werden (Klassiker Wasabipaste) durch die Gegend, nur um mein Gewissen zu beruhigen.

Oft hilft es schon, sich im Supermarkt ein bisschen genauer umzuschauen oder so etwas wie Erdbeerjoghurt mit ein paar Handgriffen selber herzustellen und auf die fast schon übernatürlichen Produkteigenschaften, die mit den chemischen Zusätzen hervorgerufen werden sollen, hierbei zu verzichten.
Im Endeffekt ist es wie im restlichen Leben. Nehmt euch selbst und euer Umfeld nicht zu ernst, seid aber schlau genug, euch von den wirklich furchtbaren Menschen fernzuhalten ;)

Vielen Dank fürs Lesen!

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Ich wurde nominiert!

Nein, es geht hier nicht darum, einen halben Liter Bier auf ex zu trinken, sondern um den „Liebsten Blog Discover Award„! Es ist immer wieder gut, zum Nachdenken angeregt zu werden und somit mache ich hierbei gerne mit. Getaggt wurde ich von Sylvche von kurzvor.com, die mit ihrem Freund (und ihrem Hund!) einen sehr lesenswerten Produkttest-Blog führt. Vielen Dank für das Verlinken :)

Die Regeln sind folgende:

1. Verlinkt die Person, die Euch nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die die Person Euch gestellt hat.
3. Sucht Euch 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiert sie.
4. Überlegt Euch selbst 11 Fragen für Eure 11 Nominierten.

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1. Seit wann bloggst du und wie kam es dazu?

reckenundschmecken führe ich seit November 2013. Vor ca. 2 Jahren habe ich meine Lebensweise komplett umgestellt und die Themen Fitness, Kochen und gesunde Ernährung für mich entdeckt. Zunächst fotografierte ich meine Gerichte nur für mich, um sie später noch einmal nachkochen zu können, dann wurde es aber doch irgendwann zu unübersichtlich und ich kam auf die Idee mit dem Blog :)

2. Was hat sich seitdem in deinem Leben geändert?

Im Grunde gar nicht so viel. Außer, dass ich nun plötzlich mit fast schon mathematischem Verständnis den bestmöglichen Winkel zum Fotografieren meiner Gerichte zu ermitteln versuche :D Nebenbei habe ich wieder das Schreiben für mich entdeckt. In der Schule habe ich das wirklich gerne gemacht, mit dem Studium ist es allerdings etwas in Vergessenheit geraten.

3. Wie viel Zeit benötigst du im Durchschnitt für deinen Blog?

Ohne Kochen wahrscheinlich 45 Minuten täglich. Die kleinen Beiträge zu den Rezepten nehmen manchmal schon etwas Zeit in Anspruch, aber ich mag es, zu schreiben und wenn ich wirklich keine Lust darauf habe, sauge ich mir auch nicht auf Teufel komm raus etwas aus den Fingern. Sondern löse die Situation meist mit einem blöden Spruch ;) Das Kochen dauert meist länger als vorher, da ich nun schon viele Gelegenheiten nutze, um etwas Interessantes auszuprobieren, was in den meisten Fällen länger dauert, als der Teller Tomate-Mozzarella, den es vielleicht ohne den Blog gegeben hätte. Ich habe auch vorher schon meine Zutaten abgewogen und den Nährwert zumindest überschlagen, daher brauche ich für die Rechnerei nicht unbedingt mehr Zeit.

4. Was hältst du von einem Pfand für Testprodukte?

Hier musste ich ehrlich gesagt erst einmal googlen, um was es sich handelt, da ich vorher noch nie davon gehört habe. Verstanden habe ich es folgendermaßen: man darf ein Produkt für einen gewissen Zeitraum testen und muss dafür einen Betrag zahlen, der geringer ist, als der Originalpreis; nach Ablauf der Frist darf man das Produkt entweder ohne Zuzahlung behalten oder schickt es gegen Rückzahlung des Pfandes zurück. Ich kann mir vorstellen, dass diese Idee keine ideale Lösung für mich wäre, da 80€ statt 200€ (Beispiel) für mich als Studentin immer noch viel Geld ist, welches ich schon ziemlich genau einkalkulieren müsste. Bei anderen Bloggern kann ich mir vorstellen, dass bei solchen Test die Objektivität durch das Angebot durchaus beeinflusst werden könnte. Aber wie gesagt, ich habe noch keine Erfahrungen mit solchen Tests gemacht, weder persönlich noch als Leser anderer Blogs und daher kann ich mich dazu nicht wirklich äußern.

5. Was ist dein bester Tipp um neutral an einen Test zu gehen?

Auch hierzu kann ich nicht viel sagen, da ich alles, was ich verwende, entweder selber gekauft habe oder es mir von Leuten im nahen Umfeld geschenkt wurde. Wenn es sich aber so verhält wie mit Personen, die man kennenlernt, so würde ich versuchen, so wenig Meinungen wie möglich vorher einzuholen, um mir mein eigenes Bild besser bilden zu können ;)

6. Bezahlte Posts – was hältst du davon?

Ich gehe davon aus, dass jeder Blogger seine Seite ins Leben ruft, weil er ein ausgeprägtes Interesse für das jeweilige Thema hegt und diesbezüglich auch gerne auf dem neuesten Stand ist. Das kann allerdings durchaus schwierig werden, wenn das Hobby kostspielig ist und die finanziellen Mittel begrenzt sind, daher finde ich es nicht verwerflich, über Produkte zu schreiben, die man von Unternehmen zugeschickt bekommen hat. Allerdings sollte sich hierbei die Waage halten. Wenn ich zum Beispiel merke, dass ein Blogger kaum noch aus eigenem Elan schreibt und womöglich nicht mehr objektiv an die Sache herangeht, so interessieren mich seine Beiträge auch nicht mehr. In jedem Fall sollte auch darauf hingewiesen werden, wenn Produkte kostenlos zu Verfügung gestellt worden sind. Bezahlte Beiträge in dem Sinne, dass bewusst Werbung gemacht werden soll, lehne ich absolut ab.

7. Wie wichtig ist Facebook für deinen Blog?

Bisher spielte Facebook noch keine große Rolle. Ich habe den Link zu Beginn dieses Blogs auf meiner Timeline gepostet und sehe auch, dass er manchmal noch angeklickt wird, das war es aber auch schon. Da ich erst einmal austesten wollte, wie sich dieser Blog entwickelt, wollte ich es nicht direkt an die große Glocke hängen und von überall her Leute mobilisieren. Vielleicht kommt in nächster Zeit aber eine eigene Facebook-Seite hinzu, mal schauen! Wer mag, kann mir allerdings jetzt schon auf Instagram folgen.

8. Kamst du sofort mit all den Widgets und Verlinkungen klar?

Die Verlinkungen und Widgets waren kein Problem, die Werkzeuge hingegen schon eher! Ich bilde mir wirklich ein, zumindest durchschnittlich talentiert zu sein, was Computer und Internet angeht, aber da musste ich tatsächlich das Handtuch werfen (ich bin aber auch nicht mit viel Geduld gesegnet, das mal nebenbei)… Im Grunde reichen mir die Widgets, einen Pinterest Button hätte ich aber trotzdem irgendwann noch gerne ;)

9. Mit was bearbeitest du deine Fotos?

Ich bearbeite meine Fotos auf dem Tablet mit den Apps PicsArt, Photo Grid und Rhonna Designs.

10. Wie wichtig ist dir Design?

Mir ist das Aussehen eines Blogs schon sehr wichtig, denn ich finde, es verhält sich wie mit einem Raum, den man betritt und unterbewusst entscheidet, ob man sich dort länger aufhalten will oder nicht. Ich mag es, wenn ein Blog nicht zu überladen ist und trotzdem ein bisschen Persönlichkeit durchscheinen lässt.

11. Gibt es etwas was du dich nicht traust in deinen Blog zu schreiben aber immer schon mal loswerden wolltest?

Fitness heißt nicht immer nur fröhliches Seilchenspringen und von bunten Obsttellern naschen, sondern fügt sich aus zwei im Grunde sehr heiklen Themen zusammen, nämlich Ernährung und Körperideale. Und da beides Themen sind, denen jeder unausweichlich begegnet, sehe ich täglich im Internet, in meinem eigenen Umfeld und auch an mir selber, welche negativen Auswirkungen diese haben können. Ich finde es wichtig, darüber zu schreiben, habe es aber noch nicht getan, weil ich zum einen noch viele Ideen für Beiträge habe, die in meinen Augen eher positiv und motivierend sind und zum anderen, weil ich direkt sein will, ohne jemanden zu verletzten oder zu triggern. Daher mag ich mir für diese Beiträge mehr Zeit nehmen und mir noch ein paar Gedanken machen.

So! Ich nominiere folgende Blogs:

thepixelschiebers

gaumenkunst

breath-in-and-out

jennysworld

fitness-ego

jackysleckereien

desylovesfood

andjisblog

this-princess-wears-running-shoes

jessjessmess

Das Knusperstübchen  (hat wahrscheinlich mehr als 200 Follower, aber ich mag den Blog und es ist jemand abgesprungen)

Und das sind meine Fragen:

1. Aus welchen Gründen ist dein Blog entstanden?

2. Wie reagiert dein Umfeld auf deinen Blog?

3. Wie sehr beeinflusst das Bloggen deinen Alltag?

4. Welche Art von Blogs liest du besonders gerne?

5. Was sind für dich absolute No Gos beim Bloggen?

6. Wie machst du auf deinen Blog aufmerksam?

7. Wieviel Zeit nimmt das Bloggen bei dir in Anspruch?

8. Falls du einsprachig auf deutsch bloggst, hast du dir schon einmal überlegt, deine Beiträge zu übersetzen?

9. Kennst du viele Blogger in deinem privaten Umfeld?

10. Hast du auch schon einmal nicht so gute Erfahrungen gemacht als Blogger?

11. Wie siehst du das Thema Bloggen und Privatsphäre?

Ich freue mich auf eure Antworten :)

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Werbung vs. Realität

Beim Essen ist es doch oft so wie bei der Partnerwahl – in erster Linie zählen die Werte, gutes Aussehen schadet aber nicht. Wenn sie eine Kochzeitschrift begutachten, ist es für Hobbyköche oft so wie die InStyle durchzublättern, wenn man selber eine Nacht schlecht geschlafen hat und die Augenringe gefühlte 80% des Gesichts ausmachen. Irgendwie sehen die Bilder anders aus, als die Realität, die man vor sich hat. Bei Fertiggerichten ist es ähnlich, nur ist dort die Verzweiflung nicht ganz so groß, wenn einen das Endergebnis auf visueller Ebene nicht aus den Socken haut, es steckt schließlich auch viel weniger Hingabe und Herzblut drin. Dies heißt natürlich nicht, dass die Hersteller nicht trotzdem versuchen, uns im wahrsten Sinne des Wortes das Gelbe vom Ei zu versprechen – gut zu sehen an folgenden Beispielen.

Eine Tragik-Komödie in zwei Akten Links.

Samuel Muellers Projekt „Werbung versus Realität“ (Artikel Wirtschaftswoche)

Werbeburger & Realoburger bei McDonalds:

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Alles hat ein Ende nur dieser Blog hat zwei.

Wenn ihr schon länger auf reckenundschmecken mitlest, wird euch aufgefallen sein, dass Sinas alte Beiträge verschwunden und auch keine weiteren gefolgt sind. Nach reichlichen Überlegungen haben wir beschlossen, dass unsere Interessen und Vorlieben einfach zu unterschiedlich sind, als das sie weiterhin zu einem einheitlichen Blog hätten zusammenfließen können. Daher kümmere ich mich in Zukunft alleine um reckenundschmecken. Private Auswirkungen hat das allerdings nicht, wir sehen uns immer noch bei Sport + Kaffeeklatsch, freuen uns aber, dass jede ihre Ideen nun so verwirklichen kann, wie sie möchte :)
Sinas neue Blogadresse lautet:

http://harzkaese.wordpress.com

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Shoppingqueen

Das Motto dieser Woche: Kreiere einen Look, der dich wie eine absolute Powerbraut aussehen lässt!

Alles klar, Shoppingbegleitung geschnappt und ab nach Decathlon!

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Womit ich mich bisher fit gehalten habe, habe ich bereits hier gezeigt. Ich habe mich stets gut ausgestattet gefühlt und vermisste meine frühere Fitnessstudiomitgliedschaft kein bisschen. Irgendwann bekam ich jedoch das Gefühl, dass ich mehr Bewegungspielraum bräuchte, um in Zukunft weiterhin Fortschritte beim Training zu erzielen. Mich irgendwo vertraglich zu binden und monatlich Beiträge zu zahlen wo ich doch schon so viel Geld für mein Home-Equipment ausgegeben hatte, widerstrebte mir, aber auch der Gedanke, noch irgendwas ins Wohnzimmer zu stellen, was Platz wegnahm und wenig dekorativ aussah, war keine Option, da ich nun mal nicht alleine wohne. Also machte ich weiter wie bisher und hoffte auf einen schnellen Frühlingsanfang, denn dann würde ich Frostbeule mich wenigstens wieder trauen, joggen zu gehen.
Zufällig war ich aber nicht nicht einzige Person, die unzufrieden mit ihren Trainingsmöglichkeiten war und so kam es, dass mein Freund (a.k.a. Mitbewohner, a.k.a. Shoppingbegleitung) und ich genau 4 Tage brauchten, um zu beschließen, dass wir uns gemeinsam Gerätschaften anschaffen und dafür das halbe Büro entsorgen (wir wohnen wohlgemerkt erst seit weniger als einem halben Jahr hier).
Nachdem wir uns an einem schönen Samstagmorgen beim Frühstücksbuffet die Bäuche mit Croissants vollgeschlagen hatten (Bericht folgt), fuhren wir also los zu Decathlon. Im Vorfeld hatten wir uns schon folgende Geräte ausgeguckt:

Ich mag mein 20€-Schnäppchen-Fahrrad sehr gerne, allerdings ist es auch sehr eintönig, sein Ausdauerprogramm allein damit zu bestreiten. Als ich vor 2 Jahren abgenommen habe, habe ich glücklicherweise noch die Motivation gehabt, Fitnessvideos und spontanes Intervalltraining (60 Minuten lang Hampelmann, Liegestütze & Co) durchzuziehen, seitdem es aber nur darum geht, das Gewicht zu halten, bzw. Muskulatur aufzubauen, absolviere ich mein Cardioprogramm zugegebenermaßen gerne einfach und mit 40-minütiger Ami-Serien-Begleitung. Meinem Freund ergeht es ähnlich und so entschieden wir uns recht fix für das Gerät von Striale. Auch wenn ich gute Erfahrungen mit meinem gebrauchten Fahrrad gemacht habe, sollte das Rudergerät auf jeden Fall neu sein, da es aufgrund der vielen Einzelteile und des Mechanismus um einiges anfälliger ist.
Die Montage war relativ einfach. Ich muss es wissen, denn mein Freund hat es quasi im Alleingang aufgebaut, während ich auf dem Boden saß und mit Schrauben und Muttern gespielt habe.
Wir haben das Gerät jetzt 2 Wochen getestet und sind zufrieden – es ist leise, die Bewegungsabläufe sind flüssig und der Widerstand hoch genug (dies wurde im Internet bei anderen Modellen oft bemängelt). Die einzige Überraschung: OMG, mein Po! Ich habe erwartet, dass der relativ unbeeindruckt von dem Hin-und Hergerutsche bleibt, das hat sich aber relativ schnell als Irrtum entpuppt. Verbuchen wir es mal als eine positive Überraschung!

Ein Klassiker, das Überraschungspotential fiel also eher gering aus. Trotzdem war ich ziemlich scharf drauf, denn ich hasse es, innerhalb von 15 Minuten 20 verschiedene Übungen zu machen, um die Bauchmuskeln aus der Reserve zu locken. Lieber packe ich mir auch hier ein paar Gewichte drauf und verkürze das Prozedere, was allein auf der Bodenmatte aber nicht immer so einfach zu bewerkstelligen ist. Mit der Schrägbank wird der Radius der Bewegung automatisch vergrößert. Zudem hat man mit den Füßen festen Halt, weswegen man gut zusätzliches Gewicht auf die Brust packen kann, ohne dass der Bewegungsablauf dadurch wackelig wird.

Wäre es nicht ziemlich dekadent, würde ich behaupten, dass dieses Gerät unser An-der-Kasse-Ü-Ei war, denn eigentlich wollten wir nur das Rudergerät und die Schrägbank mitnehmen. Nach reifer Überlegung (Wieviel haben wir gerade gespart? Urlaub ist erst in einem halben Jahr, oder? Alles klar.) haben wir auch noch die Kraftstation mitgenommen. Normalerweise ziehen wir nicht am Wochenende los und schmeißen die Fuffies durchs Sportgeschäft, aber hier haben wir unser Erspartes gut angelegt gesehen (alle, die jetzt wissend lächeln und an ihren Crosstrainer im Keller denken – bei uns wird alles anders. Also… im Ernst jetzt.).
Ich hatte mächtig Respekt davor, diese riesige Maschine zuhause selbst aufzubauen, denn schließlich sollten später schwere Gewichte drangehängt werden. Aber auch das schaffte mein Freund in Windeseile, während ich in der Zwischenzeit schon eine Schraubzeug-Miniaturstadt erbaut hatte.

Dieses Gerät ist nun auch schon seit 14 Tagen in Benutzung und bisher kann ich keine Mängel erkennen, soweit ich es beurteilen kann. Allein die Schaumstoffrollen neigen schnell dazu, wegzurutschen, das lässt sich in meinen Augen aber noch verkraften. Die Station ist für folgende Übungen vorgesehen:

  • Bizepscurl
  • Latszug (großer Rückenmuskel)
  • Bankdrücken aus verschiedenen Neigungswinkeln
  • Legcurl / Oberschenkel vorne
  • Legcurl / Oberschenkel hinten

Ein Video, in dem alle Trainingsmöglichkeiten vorgestellt werden,ist hier zu sehen. Meine liebsten Übungen an dem Gerät sind das Bankdrücken, da ich dies vorher immer auf dem Boden gemacht habe und meine Arme dementsprechend nicht so weit absenken konnte, der Legcurl für den hinteren Oberschenkel sowie das Latsziehen. Den Bizeps trainiere ich weiterhin im Stehen mit der Langhantel, da ich mich so einfach wohler fühle.

Fazit: Es ist bekannt, dass das Training an freien Gewichten oft effektiver ist als das an Geräten, da so die Koordination mehrerer Muskeln gefordert wird und es weniger zu Dysbalancen kommt. Gerade was das Bein- und Rückentraining angeht, bin ich aber froh, dass ich nun auf die Kraftstation zurückgreifen kann, da das Kraftraining für diese Partien mit freien Gewichten auf Dauer und mit gesteigerter Intensität in den eigenen vier Wänden schwierig wird. Für die anderen Übungen greifen ich weiterhin zu Kurz- und Langhantel.

Der Einkauf bei Decathlon war im Übrigen auch sehr angenehm, da wir nett bedient wurden und Hilfe beim Transport der Pakete zum Auto angeboten bekommen haben. Einziger „Minuspunkt“: Wer es gewohnt ist, bei Saturn zum Fernsehkauf eine Stereoanlage und ein Glätteisen gratis dazuzubekommen, wird hier enttäuscht. Obwohl wir die drei Geräte, einige Sportklamotten, Gewichte und einen Tennisball für die Schwiegerkatzen mitgenommen haben, gab es alleine ein Reinigungsspray dazu. Ich bin mir allerdings bewusst, dass es dreist ist, einen nicht vorhandenen Bonus als negativ zu werten ;)

Bisher haben wir unseren Großeinkauf und den Umbau des Arbeitszimmers nicht bereut. Es sieht ohnehin hipper aus, seine Hausarbeit auf dem Laptop bei Starbucks zu schreiben, als auf dem heimischen Schreibtisch ;)

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Der Ikea Teppich passt farblich auch super und daher gebe ich mir 10 von 10 Punkten für meinen Shoppingtrip.

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Happy New Year!

Die To Do-Liste wird immer länger und die Verdrängung derer immer größer, daher ist es schön, dass manche Dinge sich einfach von alleine erledigen. Deswegen: Goodbye, 2013 – Hello there, 2014!

In den letzten Tagen war es von meiner Seite aus etwas ruhig, denn ich hatte das Bedürfnis nach einem Kurzurlaub von allem. Ich habe es mir richtig gut gehen lassen mit vielen Filmen, Serien, Tee und schlechten Kohlenhydraten zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Klar kneift die Hose jetzt ein bisschen. Und mir die tägliche Schokolade abzugewöhnen wird ebenfalls kein Zuckerschlecken (haha). Aber mei, ich bin die restliche Zeit des Jahres fleißig und das sind bei 12 Monaten immerhin 92%. Selbst bei den strengsten Lehrern gab es in der Schule für einen zu 92% korrekten Test immerhin eine 2+ und deswegen werde ich mit einem wohligen Lächeln auf diese Zeit der Völlerei zurückblicken. Dieses wird mir dann mit Neujahr sehr wahrscheinlich bald vergehen, denn dann wird wieder richtig losgelegt und ganz ehrlich, wer beim Sport noch lächeln kann, schläft wahrscheinlich auch auf dem Ergometer ein. Das ist allerdings nicht unbedingt ein guter Vorsatz, denn so habe ich es auch nach Urlauben und gesundheitlicher Flachliegerei gehandhabt und bisher hat es immer gut geklappt. Trotzdem habe ich mir für das kommende Jahr ein bisschen was vorgenommen:

• Alle austehenden Uni-Angelegenheiten klären.

• Mich weiterhin ausgewogen ernähren.

• Neue Sportarten und Hochschulkurse ausprobieren.

• Auch wenn ich auf eine große Reise spare, vielleicht einen Städtetrip unternehmen und etwas landestypisches essen, was ich noch nie vorher probiert habe (Überlegungen sind bisher Lissabon, Krakau und Wien).

• In der Küche neue Gerichte, Zubereitungsweisen und Zutaten austesten.

• Regelmäßig bloggen und dabei den Fokus etwas mehr auf das Thema Sport legen.

• Häufiger Joggen gehen.

Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Vorsätze oder hofft einfach, dass ihr manche Dinge besser meistern werdet als bisher. Ich wünsche euch dabei gutes Gelingen, auch wenn es sein kann, dass die Erfolge ein bisschen auf sich warten lassen. Lasst euch nicht unterkriegen und haltet durch!
Auf ein wunderbares & fittes Jahr 2014! :)

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