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Wine & Dine in Barcelona

Gibt es eigentlich jemanden, der noch nicht mitbekommen hat, dass ich im Urlaub war? :D Falls ja: es ging nach Barcelona. Und dort habe ich so viel und so gut gegegessen, dass ein einzelner Restaurantbericht dem Ganzen definitiv nicht gerecht werden würde. Daher sage ich ein bisschen was zu jeder Lokalität – und natürlich auch zur Stadt an sich.

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Zugegebenermaßen ist Barcelona und der Rest von Spanien (ja, das ist auch Mallorca) ziemlich lange spurlos an mir vorbeigezogen. Und das, obwohl ich 2,5 Jahre Spanisch in der Schule hatte. Aber ich hatte auch drei Jahre lang das Fach Psychologie und steige trotzdem meist höchst verwirrt aus öffentlichen Verkehrsmitteln aus, daher – so what.

Die Entscheidung, dass es in die Hauptstadt Kataloniens gehen würde, wurde mehr oder weniger aus einer Laune heraus gefällt und ließ sich wohl auch damit begründen, dass einfach jeder, der schon mal dort war, direkt ins Schwärmen gerät, wenn die Stadt zusprache kommt. Meinen Urlaubsbericht solltet ihr aufgrund meiner kleinen Erfahrung daher nicht als Insidereinblick ansehen, aber ich denke, ich habe in den 7 Tagen ein paar schöne Dinge mitgenommen, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann :)

Ist es mir sonst recht leicht gefallen, ein paar Worte zur Stadt zu verlieren, wenn ich die Restaurantberichte schrieb, fällt es mir bei Barcelona diesmal regelrecht schwer. Die Häuserfassaden erinnern an Paris, die Mentalität ein wenig an Italien und das Aufeinanderprallen von alt und neu an London. Trotzdem hat Barcelona seinen ganz eigenen Charakter.

Aufgrund dieser Vielfalt kann ich mir schlecht vorstellen, dass es jemanden gibt, der sich nicht in Barcelona wohl fühlen kann. Berühmte Architektur, das weite Meer, gehobene Küche und schöne Parks bieten Unmengen an Möglichkeiten und daher war vom bohémen Hipster bis zum Glamour-Rentner jede Art von Tourist anzutreffen.

Gewohnt haben wir in Born, einem kleinen Viertel zwischen der Rambla (Einkaufstraße) und dem Park de la Ciutadella. Mir wurde die Gegend mehrmals im Internet empfohlen und im Nachhinein war sie die perfekte Lage für uns. Alles war wunderbar fußläufig zu erreichen, es war lebendig, aber nicht zu laut und in jeder Gasse ließ sich eine nette Boutique oder ein kleines Café finden. Unsere Wohnung haben wir wieder über airbnb gebucht.

Die To Dos und Must Sees überlasse ich an dieser Stelle Marco Polo und der Person in eurem Bekanntenkreis, die vor kurzem erst dort war und euch auf einer Party in Weinlaune das Ohr abquatscht. Stattdessen geht es jetzt vielleicht nicht unbedingt an das Eingemachte, aber dafür an das Pasteurisierte, Destillierte und Geräuchterte ;)

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An anderer Stelle habe ich bereits meine große Liebe zu Tripadvisor kundgetan und nach diesem Urlaub ist es nicht anders. Man kann sich eben viel aktueller und differenzierter über Restaurants und Attraktionen schlau machen und mit etwas Glück stolpert man wie ich auf sowas wie die Food Tour von Aborigéns. Inhalt dieser 4,5 stündigen Tour: mit einem englischsprachigen Guide durch Barcelona laufen, ein wenig von der Stadt erzählt bekommen, vor allem aber viel über die Küche Kataloniens lernen und das, indem man es direkt zum Probieren vor die Nase gesetzt bekommt. Die Gruppe war angenehm klein, nur der Guide, zwei amerikanische Newlyweds und wir. Alex, unser Führer, war ein gemütlicher Spanier, der gut englisch sprach und uns viel von der Zubereitung und der Tradition der Gerichte erzählte, aber oft auch einfach nur lockeren Smalltalk mit uns hielt.

Als erstes probierten wir uns durch die Stände des Mercat Galvany. Dann gingen wir in eine Lokalität, deren Namen ich nicht mehr weiß, die wohl aber sehr bekannt für ihre Käseauswahl war. Dort probierten wir zu einem Glas Fino iberischen Schinken und mehrere Käsesorten. Das muss ein sehr spießiger Anblick gewesen sein, wie wir dort zu Fünft an dem Schinken lutschten und nachdenklich nickten, aber Oh mein Gott, war das lecker. Definitiv eines meiner Highlights des Urlaubs!

Zwischendurch probierten wir traumhaft leckere Pralinen und schlenderten durch Parks und Straßen. Gegen Mittag kehrten wir erneut in einer Markthalle ein, wo frische Meeresfrüchte für uns zubereitet wurden. Da ich erst seit kurzem überhaupt Interesse an Meeresfrüchten habe, war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, diese erklärt zu bekommen. Den Kopf der Garnele wollte ich trotz eindringlicher Gestikulation des Kochs aber dann doch nicht aussaugen ;) Zum Schluss bekamen wir noch ein Eis spendiert und wurden mit bester Laune und angeschickertem Kopf (wir waren zwischendurch auch noch Vermouth trinken) in die Freiheit entlassen.

Die Tour kostet ganze 110€, aber ich kann sie wirklich jedem, der sich für die katalonische Küche interessiert und einen etwas anderen Einblick in Barcelona haben möchte, sehr ans Herz legen!

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imageMein Freund und ich habe im Laufe der Zeit die Tradition entwickelt, einmal im Urlaub in ein Restaurant zu gehen, welches unser normales Budget und ja, Niveau, um einiges übersteigt. Unsere Wahl fiel diesmal auf das Arcano, welches nicht weit von unserer Wohnung entfernt war.

Wir hatten im Voraus einen Tisch für 19:30 Uhr reserviert, was in Anbetracht dessen, dass wir neben drei amerikanischen Pärchen die Einzigen dort waren, wahrscheinlich alles andere als notwendig gewesen wäre. Wer es als deutscher Spießbürger gewohnt ist, sein Abendessen zwischen 19 und 20 Uhr einzunehmen, hat es in Barcelona ohnehin sehr einfach einen guten Tisch zu bekommen, da die meisten Spanier erst 1, 2 Stunden später überhaupt mit dem Gedanken spielen, ein Restaurant zu betreten.

Angedacht waren 3 Gänge, aufgrund der großen Portion gegrillten Octopus auf Kartoffeln (r.u.) als Vorspeise und des riesigen Entrecotes mit Gemüse als Hauptspeise war leider gar nicht mehr an ein Dessert zu denken. Das Entrecote wurde uns beiden knusprig aber innen quasi roh serviert, obwohl wir medium bestellt hatten. Auch, wenn wir uns nichts anmerken ließen, schien der Kellner das Missgeschick selber zu bemerken und brachte uns einen heißen Stein zum Nachgaren auf den Tisch. Klar hätte es eigentlich anders sein sollen, aber die Geste und das Bemühen des Kellners fand ich toll in dem Moment. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit so einem Gerät auf dem Tisch sowieso der Hingucker des ganzen Restaurants ist ;)

Das Essen war sehr lecker, die Lokalität schön und gemütlich und das Personal bemüht und freundlich. Für zwei Vor- und Hauptspeisen sowie eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser kamen wir mit 100,00€ aus.

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Etwas lebhafter ging es in der Tapas Bar Sagardi zu. Zwar wurde es dort auch erst zu späterer Stunde voll, dafür dann aber auch so richtig, was bei einer Tapas Bar aber wohl auch nicht ungewöhnlich ist. Wer Buffets mag, wirdimage das Sagardi und andere Tapas Bars in dieser Art lieben, denn man kann aus einem großen Angebot verschiedener Tapas wählen und bezahlt am Ende 2€ pro Zahnstocher (einer steckt in jedem Tapa). So kann man sich gut durchprobieren oder auch mal nur ein Häppchen essen, wenn der Hunger nicht so groß ist. Mein Lieblingstapa war der mit der gebratenen Chorizo, mein Freund mochte dagegen die Anchovi- und Thunfischtapas am liebsten. Vegetarier werden allerdings auch satt im Sagardi.

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Gleiches Essen, anderes Prinzip – hier werden die Tapas auf einer Karte ausgewählt und imagevon der Bedienung an den Tisch gebracht. Der Nachteil ist, dass man sich die Tapas nicht genau anschauen kann, dafür sind sie aber frisch zubereitet und werden ggf. warm serviert. Das La Txapela ist eine kleine Kette und direkt an der Passeig de Gracia und macht daher den Eindruck einer Touristenfalle. Die Papierunterlagen auf den Tischen und die gestresste Bedienung änderten nichts an diesem Eindruck, aber wir hatten Hunger und keine Lust, lange weiter zu suchen. Zum Glück ließen wir uns von der Atmosphäre nicht abschrecken, denn die Tapas waren wirklich lecker! Mein Favorit war der mit Steak und Roquefort. Da das Restaurant direkt im Einkaufsviertel liegt, kann man sich dort gut kurz eine Auszeit nehmen und lecker essen. Will man nett ausgehen, würde ich aber definitv ein anderes Lokal empfehlen!

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imageAuf das CheeseMe sind wir eher zufällig gestoßen. Es war der letzte Abend und wir waren nahezu pleite, dennoch wollten wir die restliche Zeit nett ausklingen lassen. Wir bekamen beim Vorbeilaufen einen Flyer des Ladens in die Hand gedrückt und was wir darauf lasen, klang nicht gerade posh, aber dafür unseren Möglichkeiten entsprechend: ein 3-Gänge Menü, das man aus einer kleinen Vorauswahl zusammenstellen konnte, für 12€, Abendaufschlag 3€. Etwas Besseres kam uns nicht in den Sinn und das Restaurant wirkte trotz des trashigen Flyers ganz nett, also machten wir uns abends auf den Weg.

Es war klar, dass wir bei dem Preis Abstriche machen mussten und so war es nicht überrasschend, dass die Portionen sehr übersichtlich ausfielen. Immerhin hat alles wirklich gut geschmeckt und der Service war auch sehr freundlich. Nachdem wir unsere Finanzen überschlagen hatten, haben wir zusätzlich zum Angebot noch eine Käseplatte für 20,00€ bestellt (s. Bild). Der Käse war mit Namenskärtchen gespickt und nett angerichtet. Alleine aufgrund des 15€-Angebots hätte ich das Lokal wohl nicht direkt weiterempfohlen, aber die Käseplatte hat für mich gezeigt, dass das CheeseMe nicht nur für Pfennigfuchser zu empfehlen ist, sondern auch für Personen, die nett ausgehen wollen (und Käse lieben!).

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Ich bin so, so froh, dass mir dieses Café im Internet empfohlen wurde! :) Hangry sein ist generell ziemlich blöd, morgens auf leerem Magen allerdings noch blöder. Daher waren wir echt dankbar, dass wir auf diesen Laden, der ganz bei uns in der Nähe war, den wir ohne Tipp aber wohl nie von alleine gefunden hätten, gestoßen sind. Die Atmosphäre war super gemütlich, das Frühstücksangebot unglaublich lecker (dieser French Toast…) und die Bedienung sehr freundlich. Wir waren ganze drei Mal hier frühstücken, was zusätzlich den Vorteil hatte, dass wir endlich Zugriff auf einwandfreies W-LAN hatten (in unserer Wohnung mussten wir regelrecht an der Mauer zum Nachbarn kleben, um den Anschluss überhaupt aufgelistet zu sehen). Wir waren nur morgens dort, aber ich kann mir vorstellen, dass man im Laufe des Tages/Abends auch gut ausgiebiger essen oder trinken kann. Ganz klare Empfehlung mit ♥ also.

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imageEin anderes Mal waren wir in Gracia frühstücken, da wir auf dem Weg zur Sagrada waren. Das Brunch & Cake wurde bei Tripadvisor in den Himmel gelobt und als Frühstücks-Must-See/Eat/Do dargestellt, also schauten wir dort mal vorbei. Das Café ist hell, klein und gemütlich eingerichtet und anscheinend sehr beliebt – vor allem bei Amerikanern. Das soll nichts Schlechtes heißen, wir waren nur etwas baff, dass wir, neben den Angestellten, offensichtlich die einzigen Nicht-Amerikaner waren. Vielleicht liegts am Namen. Don’t know.

Wir bestellten uns beide das Gleiche, nämlich Sandwiches mit Brie, Erdbeeren und karamellisierten Zwiebeln, dazu gab es einen Salat mit Kartoffeln und gekochten Eiern. Es klang lecker und sah gut aus, allerdings war uns das Ei viel zu flüssig und die Brote nett, aber geschmacklich auch nicht so besonders, wie wir erwartet haben. Eventuell haben wir einfach das Falsche für uns bestellt, aber da wir auch kein zweites Mal dort waren, kann ich nicht sagen, wie die anderen Gerichte sind. Wenn ihr in der Nähe seit, schaut einfach mal auf der Karte, ob euch etwas anspricht. Das Angebot war auf jeden Fall recht vielfältig.

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imageMein Freund und ich sind eigentlich nicht so die Partymäuse, was unter anderem daran liegt, dass meine sozialen Fähigkeiten ab ca. 21 Uhr abbauen und mein Körper spätestens eine Stunde später nachzieht. Allerdings haben wir im Vorfeld so viele ultracoole (sagt man das noch?) Bars im Internet gesehen, dass wir uns zumindest eine davon mal näher anschauen wollten. In Barcelona gibt es einige Rooftop Bars, da wir aber von Bau des W-Hotels so beeindruckt waren (es ist eines der wenigen Hochhäuser und hat die Form eines Schiffsegels), entschieden wir uns, einen Abend dort Cocktails trinken zu gehen. Eine Reservierung hatten wir nicht, dafür schmissen wir uns in einen schicken Fummel und liefen in das Hotel, als würden wir sowas ständig machen – und voilà, schon ging es mit dem Aufzug ab in die Eclipse Bar im 26. Stock. Dass wir uns etwas schicker angezogen hatten, war übrigens wirklich vom Vorteil, denn beim Verlassen der Bar haben wir mitbekommen, wie ein Mädchen nicht hineingelassen wurde, weil sie Flip Flops trug. Die anderen Gäste sahen nicht unbedingt so aus, als hätte man sie frisch vom Runway geklaut, aber eine gewisse Mühe, etwas feiner und stylisher auszusehen, hat man ihnen schon gesehen. Abgesehen davon war das Publikum recht gemischt. Die Bar war etwas schlichter, als ich sie erwartet hatte, aber der Ausblick, für den wir auch eigentlich gekommen sind, war ein Traum (s.o.). Allein dafür hat sich der Weg und das Aufbretzeln gelohnt! ;)

Die Cocktails, die wir dort getrunken haben, waren sehr lecker und mit ca. 14€ preislich okay. Auch die Musik, die im Hintergrund lief, war recht angenehm, eben typische Lounge-Musik. Das Einzige, was ich nicht so gut fand, war, dass die Bedienung uns, nachdem wir gerade erst unser zweites Getränk bestellt hatten, darum bat, doch bitte zu zahlen, falls wir nicht planen, noch ein drittes Getränk zu bestellen. Naja. Vielleicht haben wir doch etwas auffällig an der Fensterscheibe geklebt und Fotos gemacht. Aber das hat eben auch gezeigt, dass wir wahrscheinlich auch deswegen wieder direkt einen Platz bekommen haben, weil wir „schon“ um 22:30 Uhr in der Bar waren, als es noch nicht so voll war. Zu späterer Stunde hat man es dann garantiert schwerer, ins Eclipse zu kommen und wird eben auch dann durch die Blume gebeten, Platz für die zahlenden Kunden zu machen.

Wenn euch ein bisschen Chi Chi nichts ausmacht, dann werdet ihr in der Eclipse Bar auf jeden Fall mit einem unglaublichen Ausblick belohnt werden. Wenn aber eher der Abend im Vordergrund stehen soll, ist es vielleicht besser, eine andere Bar zu besuchen, die auf Tripadvisor oder woanders im Netz empfohlen wird.

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imageIn dieser Pastisserie am Placa de l’Àngel waren wir fast täglich, denn das Angebot war einfach traumhaft! Wer die Schaufensterauslage begutachtet, hat die Qual der Wahl zwischen verschiedene Meringas (links auf dem Foto), Pralinen, Eclaires und anderen feinen Gebäcken. Wer in der Nähe von Born ist, sollte sich hier auf jeden Fall etwas für den Weg oder für Zuhause mitnehmen!

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imageObwohl es sich hierbei auch um eine Pastisserie handelt, ist das Angebot ganz anders als bei La Colmena, denn hier gibt es hauptsächlich Schokoladenprodukte und Törtchen zu kaufen. Der Grund, warum dieser kleine Laden bei Tripadvisor in den Himmel gelobt wird, sind allerdings vielmehr die Croissants und Zimtschnecken (s.r.), die es auf die Hand zum Mitnehmen gibt! Vorallem letzteres sowie Schoko-Croissants sind wirklich sehr lecker und empfehlenswert :)

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imageDieser Laden hat sich auf Fleisch- und Wurstwaren spezialisiert, vorallem auf iberischen Schinken und Salami. Allerdings gibt es dort auch Food to Go wie Sandwiches oder die Cones auf dem Foto rechts zu kaufen. Wer einen gemütlichen Abend in der Wohnung oder im Hotel plant, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen, denn zusätzlich zu dem leckeren Schinken und den Salamis gibt es hier auch eine kleine Käseauswahl.

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imageWer in Barcelona Urlaub macht, muss definitv in der Boqueria an der Ramblas vorbeischauen! In der Markthalle gibt es sowohl frische Lebensmittel wie Meeresfrüchte, Obst und Fleisch, aber auch jede Menge Essen zum Direktverzehr wie Gebäcke, Obstbecher oder Smoothies und das zu einem sehr (!) günstigen Preis. Wir haben uns für Empanadas und Chickenfingers entschieden (s.r.). Man sollte in dem Gedränge allerdings noch mehr als sonst auf seine Wertsachen aufpassen und mit den Kauf von Waren warten, bis man im hinteren Teil der Markhalle angekommen ist, da der Eingangsbereich weitaus teuerer ist.

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imageChurros sind wohl jedem bekannt, der regelmäßig über Weihnachtmärkte oder Kirmesgelände schlendert. Auch in Barcelona gibt es das wenig figurfreundliche Gebäck an jeder Ecke, in dieser Xurreria sollen sie laut Tripadvisor allerdings besonders gut sein. Leider habe ich entgegen meiner Vorsätze kein weiteres Mal Churros gegessen, daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Churros waren aber wirklich lecker und sehr günstig (etwas um 3€ für 200g). Da der Laden recht unauffällig und klein ist, muss man allerdings sehr genau die Augen auf halten :)

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imageDiese Eisdiele in Gracia zählt laut Internet zu den besten Eisdielen in Barcelona. Wer weniger auf ausgefallene Geschmackssorten steht, dafür aber auf wirklich geschmacksintensive, natürliche Sorten, der ist hier genau richtig. Der Besitzer des Ladens war sehr freundlich und hat uns von sich aus jeden Geschmack, für den wir uns interessiert haben, zum Probieren angeboten. Entschieden habe ich mich dann für Aprikosensorbet (saisonal), dunkle Schokolade und Dulce de Leche. Besser als jeder fancy Riesen-Eisbecher!

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imageWer dagegen mal etwas anderes als immer nur Schokolade, Vanille, Erdbeer ausprobieren möchte, ist in der Eisdiele Gelaaati im Gothic Quarter genau richtig. In meinem Becher seht ihr eine Kugel Chili/Schokolade und eine Kugel Gorgonzola/Birne/Walnuss – wer genau hinschaut, sieht im Hintergrund auch noch die Sorte Marihuana in der Auslage. Voll crazy und so.

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Nicht weit entfernt von Gelaaati findet ihr den kleinen Laden Refresca Tea, der von einem jungen deutschen Pärchen geführt wird. Die Ursprungsidee wurde von den Bubble Tea Läden abgeleitet, denn auch hier hat man die Möglichkeit, aus verschiedenen Geschmacksrichtungen und Toppings sein Getränk zusammen zu stellen. Allerdings beinhalten diese Tees weitaus weniger Zucker, Fruchtstückchen statt Erstickungsperlen und Zusätze wie frische Minze oder Ingwer. Nebenbei kriegt man auch ein paar Tipps und eine nette Unterhaltung mit auf den Weg. Leider habe ich es versäumt, an dieser Stelle ein Foto zu machen. Cranberry mit Minze und Erdbeerstückchen war allerdings top.

Ich glaube… das war es! Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mich gerne anschreiben. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass ich es echt unglaublich finde, dass ihr diesen ellenlangen Text wirklich zuende gelesen habt und ihr nicht mein Freund, meine Mutter, die Mutter meines Freundes oder meine beste Freundin seid (die natürlich auch alle spitzenmäßig sind!) :D

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Restaurantbesuch: L’Opéra, Paris

 

imageBonjour, meine lieben remise en forme de lièvre! Momentan bin ich sehr verwuselt, denn in 3 Wochen geht es für eine Woche nach Barcelona! Für mich bedeutet das nicht nur immense Vorfreude, sondern auch Pläne-Schmiederei auf allen erdenklichen Arten und Weisen. Ich weiß, dass es wenig charmant-spontan ist, alles im Voraus zu organisieren, aber ich kann es nicht lassen. Schon 2 Monate vorher weiß ich, in welche Restaurants ich möchte, wieviel ein 10er Fahrticket kostet und wo es den besten Kaffee gibt. Manche Leute verbringen ihre wertvolle Zeit auf Facebook, ich auf Tripadvisor. Gut, dass ich einen Freund habe, der das stillschweigend hinnimmt (und mir während des Urlaubs dafür auch durchaus dankbar ist). Momentan bin ich allerdings an einem Punkt angelangt, an dem es mir schwer fällt, mich auf den Urlaub einzustimmen, eben weil ich schon alles ergründet habe. Deswegen nutze ich jetzt diesen Blog um mich in Wallung zu bringen, nämlich, indem ich über eine vergangene Reise berichte! Vorfreude durch Retrospektive also ;)

imageIm Februar letzten Jahres ging die Reise nach Paris. Es hatte mich schon seit längerem dort hingezogen, trotzdem war es mein erstes Mal dort. Dort hin gereist sind wir mit dem Thalys – sehr schnell und sehr bequem, denn von Essen aus brauchten wir nur knapp 4 Stunden bis wir im Herzen der Stadt waren! Vor der Reise hatten wir schon einen Tisch im L’Opera Restaurant reserviert. Bevor ich darauf zu sprechen komme, möchte ich aber erst mal ein paar Worte über die Stadt verlieren:

Wer wie ich noch nie vorher in Paris war, bekommt von außen ja genügend Input gereicht, um sich vorab schon einen Eindruck zu „bilden“. Ich rechnete mit elegant gekleideten Frauen, einer Ablehnung aller Sprachen außer Französisch und turtelnde Pärchen en masse. Im Grunde hat sich alles davon in gewissem Maß bewahrheitet, aber auch das Gegenteil war zum Glück der Fall. Vor allem was die Sprachbarriere anging, habe ich doch einige positive Erfahrungen gemacht, man sollte nur etwas Geduld und eine nicht zu forsche Herangehensweise mitbringen. Ein lächelndes „Parlez-vous anglais?“ sollte auf jeden Fall zu einer Standardfloskel werden.

Gewohnt haben wir in einer Wohnung im Viertel Les Halles, nicht weit entfernt vom Louvre. Gebucht haben wir die Wohnung über airbnb, einer Plattform, auf der Privatpersonen ihre Wohnung für Reisende anbieten. Allerdings ist das nicht das Gleiche wie Couchsurfing, wenn ihr eine komplette Wohnung sucht, habt ihr auf jeden Fall Privatsphäre. Ich kann airbnb absolut weiterempfehlen, da ihr so die Möglichkeit bekommt, in tollen Vierteln zu vergleichbar günstigen Preisen zu wohnen. In Barcelona übernachten wir wieder auf diese Weise.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, vor allem Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, der Louvre oder der Arc de Triumph erklären sich ja schon nahezu von alleine. Daher möchte ich euch nur kurz eine Straße empfehlen, die direkt bei uns in der Nähe war und für mich eine der schönsten Ecken in Paris war, nämlich die Rue Montorgueil. Hier findet ihr alles, was das kulinarische Herz begehrt, von einem umfangreichen Käsesortiment, über rustikale Bäckereien und Patisserien bis zu feinen Chocolatiers und Weinläden. Für den ersten Abend haben wir uns hier wunderbar eingedeckt!

Am zweiten Abend ging es für uns dann schon in das besagte Restaurant (am Valentinstag – so viel zu turtelnden Pärchen), durch das wir ganz platt durch die Google Bildersuche geraten sind. „Paris Design Restaurant“ – (damals) erster Treffer, alles klar, reservieren wir. Für die Restaurantsuche in Paris gilt allgemein: je höher der Preis, desto lauter die Beschwerde, man würde unfreundlich bedient werden. Irgendwann ignorierten wir diesen Hinweis einfach, sonst hätten wir nie ein Restaurant gefunden.

Das L’Opera Restaurant ist, wie der Name bereits vermuten lässt, direkt an der Pariser Opèra Garnier angeknüpft. Der Bau des Restaurants, welches 2011 eröffnete, kostete 6 Millionen Euro und erinnert an eine Mischung aus Versailles und Stanley Kubrick: innerhalb des 1875 errichteten Gebäudes schwingen sich Säulen und Balkone, als hätte man eine riesige Portion Schlagsahne erstarren lassen. Der Rest des Interieurs wurde in einem knalligen Rot gehalten. Wer die 60er liebt, wird auch dieses Restaurant lieben!

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Ein Klick auf die Bildreihe führt zu der Bildquelle und weiteren Informationen zur Architektur.

Nach dem, was ihr hier schon über mich erfahren habt, wundert es euch vielleicht nicht, dass ich mich schon vor dem Besuch im Restaurant für mein Menü entschieden hatte (Risikobereitschaft ist keine meiner Stärken). Am meisten sprach mich der Skorpionfisch an. Doch weil ich diesen Fisch nicht so richtig einordnen konnte, tat ich einen Fehler, den man vor einem Restaurantbesuch tunlichst vermeiden sollte: ich googlete mein Essen.

Yummy, yummy, yummy, you scared the shit out of my tummy.

Wer hätte es gedacht, ein Fisch, der Grumpy Cat wie Hello Kitty aussehen lässt. Allerdings bin ich dagegen, Tiere nach ihrem Niedlichkeitsfaktor als Essen einzustufen und so dachte ich mir, wäre es auch blöd, den Fisch nicht zu bestellen nur weil er hässlich ist (in dem Fall ist Hässlichkeit wahrlich keine Typfrage).

Des weiteren entschied ich mich für Räucherlachs mit Senfeis als Vorspeise und eine Mascarponecreme mit Datteln und Banane als Dessert. Mein Freund bestellte zusätzlich zum Skorpionfisch (keiner konnte bei dem Blick nein sagen) Kalbscarpaccio und ein Schokoküchlein mit zweierlei Schokomousse. Der Fisch kam zusammen mit einer Art Kartoffelgratin, was erst einmal unglaublich einfallslos klingt, aber unbeschreiblich gut geschmeckt hat! Generell war alles sehr, sehr lecker, sogar das Brot, das nebenbei gereicht wurde.

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v.l.n.r.: Vorspeise: Knoblauchbrot mit Räucherlachs und Senfeis / Hauptspeise: Kartoffelgratin mit Filet vom Skorpionfisch / Nachspeise 1: Mascarponecreme mit Bananen und Datteln / Nachspeise 2: Schokoküchlein mit weißer und dunkler Mousse

Der Kellner war im Übrigen sehr freundlich und hat durchgehend englisch mit uns gesprochen. Gutes Essen und ein nettes Ambiente stehen im Restaurant immer an erster Stelle, doch eine unfreundliche Bedienung kann das schlimmstenfalls alles zunichte machen. Allgemein hatten wir das Gefühl, dass das Personal sehr freundlich und professionell war, auch, wenn man uns garantiert angesehen hat, dass wir selten auf diesem Niveau und in dieser Preisklasse essen gehen. Apropos: Für die drei Gänge, eine Flasche Wein, Wasser und zwei Cocktails haben wir in etwa 150€ zusammen bezahlt. Das ist nicht wenig, allerdings war es uns das alle Mal wert, immerhin gehen wir maximal zwei Mal im Jahr in diesem Ausmaß essen.

Um es kurz zu sagen: das L’Opéra ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert für alle, die sich für Design interessieren und etwas Neues ausprobieren möchten, ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Die Preise sind in vielen Restaurants höher als in anderen europäischen Großstädten, allerdings wurde deren Küche auch nicht zum Weltkulturerbe ernannt :)

Hier noch zwei hilfreiche Links:

Homepage des L’Opéra

L’Opéra bei Tripadvisor

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